Bei der World Series of Poker (WSOP) wird es an Tag 19 richtig spannend für die DACH-Spieler. Dennis Weiss und Sebastian Pauli sind im Finale vom Razz-Event und Samuel Mullur führt im Super High Roller.
Event 34: $500 Colossus – Tag 1D & 2C
Der finale Startflight 1D des $500 COLOSSUS sprengte mit gigantischen 6.028 Entries alle bisherigen Dimensionen. Dadurch schraubte sich die Gesamtbeteiligung auf stolze 16.269 Anmeldungen, die einen gigantischen Preispool von $6.751.635 generierten.
Nach 15 harten Levels tütete der US-Amerikaner Eric Hardwick mit 1.187.000 Chips die hauchdünne Führung ein. Zudem ergatterte die DACH-Region ein weiteres dickes Ausrufezeichen im Massenfeld. Der deutsche Spieler David Wintersberger navigierte sich erfolgreich durch den Tag 1D und verpackte am Ende starke 372.000 Chips für die nächste Runde.
Zeitgleich dezimierte die schnelle Action das verbliebene Feld von Tag 2C extrem radikal. Von den ehemals 828 Startern schafften es lediglich 86 Akteure in den nächsten Tag. Die unangefochtene Spitzenposition krallte sich dabei der US-Amerikaner Justin Smith, der überragende 9.800.000 Chips in seiner Tüte verstaute. Auch der britische Online-Poker-Star Patrick Leonard mit 4.200.000 Chips sicherte sich einen Platz in den Top 10.
Event: 35: $1.500 Pot-Limit Omaha – Finale
Das $1.500 Pot-Limit Omaha 8-Handed krönte nach drei intensiven Turniertagen einen Sieger. Der US-Amerikaner Jason Zipfel setzte sich gegen ein riesiges Feld von 2.581 Entries durch und belohnte sich mit seinem allerersten WSOP-Bracelet. Zudem kassierte er für diesen Meilenstein eine fantastische Prämie von $441.560. Zipfel dominierte das Finale fast nach Belieben und schaltete reihenweise Kontrahenten aus, ehe er im Heads-up auch den zähen Widerstand von Hokyiu Lee aus Hongkong (Platz 2, $294.420) brach.
Aus der DACH-Region gab es bei der Vergabe der Spitzenplätze ebenfalls ein gewichtiges Wort mitzureden. Der Deutsche Jochen Pfeifer erwischte einen exzellenten Start in den Finaltag und eliminierte im frühen Stadium mehrere Gegner. Erst in der entscheidenden Phase verließ ihn das nötige Kartenglück, als er mit einem gefloppten Set unglücklich gegen einen gefloppten Flush von Zipfel lief. Folglich blieb Pfeifer der Sprung auf das Podest verwehrt, doch der hervorragende vierte Platz bescherte ihm ein stattliches Schmerzensgeld von $158.460.

Event 38: $10.000 Limit Hold’em Championship – Finale
Das $10.000 Limit Hold’em Championship endete mit einer waschechten Sensation. Der Chinese Dong Chen bezwang am Finaltisch eine absolute Riege aus Superstars und sicherte sich sein zweites WSOP-Bracelet sowie ein Preisgeld von $285.200. Das Besondere daran: Für Chen war es erst das zweite Limit-Hold’em-Turnier seiner gesamten Karriere.
Im packenden Heads-up bezwang er den britischen Rekordhalter Benny Glaser (Platz 2, $190.260), nachdem zuvor bereits US-Profi Jeremy Ausmus auf Rang drei ($130.380) und die dänische Poker-Legende Gus Hansen bei seinem ersten WSOP-Finaltisch seit 15 Jahren auf Platz sechs ($49.665) die Segel streichen mussten.

Event 39: $5.000 Seniors High Roller NLH – Tag 2
Der Kampf um das goldene Bracelet spitzt sich beim $5.000 Seniors High Roller dramatisch zu. Von den ehemals 345 Akteuren am zweiten Turniertag überstanden lediglich 44 Spieler den harten Selektionsprozess. Sie alle steuern nun den dritten Turniertag an, an dem ein gewaltiges Preisgeld von $673.011 auf den Champion wartet. Als Führender geht der US-Amerikaner Manish Madan mit 3.000.000 Chips in den Entscheidungstag.
Große Namen wie Eli Elezra (Platz 91) oder John Juanda (Platz 94) mussten sich dagegen nach dem Platzen der Bubble mit einem Min-Cash von jeweils $9.976 begnügen.
Event 40: $1.500 Razz – Tag 2
Beim $1.500 Razz steuern zwei deutsche Pokerspieler auf einen absoluten Traumfinaltisch zu. Von den ehemals 104 Startern an Tag 2 verblieben nach zehn gespielten Levels nur noch sechs Akteure für das große Finale. Der US-Amerikaner Jon Turner sicherte sich mit 4.335.000 Chips die klare Führung vor Dennis Weiss. Der dreifache deutsche Bracelet-Gewinner, der erst vor wenigen Tagen das $1.500 Limit Hold’em für sich entschieden hatte, lauert mit 3.000.000 Chips auf Rang zwei.
Direkt dahinter folgt mit Sebastian Pauli (1.565.000 Chips) bereits der nächste deutsche Bracelet-Anwärter auf dem dritten Platz der Chipcounts. Das verbliebene Feld hat bereits ein Preisgeld von $21.850 sicher. Das große Ziel bleibt jedoch das goldene WSOP-Bracelet sowie die Siegprämie von $135.564 für den Champion.

Event 41: $250.000 Super High Roller NLH – Tag 1
Das mit Spannung erwartete $250.000 Super High Roller lockte zum Auftakt die absolute Weltelite an die Tische. Bereits am ersten Turniertag verbuchte das teuerste Event des Sommers 41 Entries, wodurch der Preispool auf Anhieb die Marke von $10.045.000 knackte. Nach acht gespielten Levels schafften 31 High Roller den Sprung in die nächste Runde. An der Spitze der Chipcounts thront die DACH-Region in absoluter Perfektion. Der Österreicher Samuel Mullur sicherte sich mit 4.315.000 Chips die hauchdünne Führung vor dem US-Amerikaner Brandon Wilson (4.295.000 Chips).
Direkt dahinter lauert mit Christoph Vogelsang bereits der nächste deutschsprachige Superstar auf Rang drei mit hervorragenden 4.220.000 Chips. Ebenfalls für den zweiten Turniertag qualifizierten sich Spieler wie Daniel Negreanu, Jason Koon, sowie Matthias Eibinger und Leon Sturm.

Event 42: $10.000 Big O Championship – Tag 1
Das $10.000 Big O Championship zog zum Auftakt 362 Liebhaber der fünfkartigen Omaha-Variante an die Tische und generierte vorerst einen Preispool von $3.375.900. Nach zehn gespielten Levels schafften 132 Spieler den Sprung in die nächste Runde. Als Chipleader beendete der US-Amerikaner William Kerkaert den Tag mit 500.500 Chips, dicht gefolgt von Chad Eveslage (489.000 Chips), der seine herausragende WSOP-Form nahtlos fortsetzte.
Die DACH-Region geht mit einem fünfköpfigen Aufgebot in den zweiten Turniertag. Sascha Manns erwischte den besten Start der deutschsprachigen Vertreter und tütete solide 211.500 Chips ein. Ebenfalls erfolgreich qualifizierten sich Lucas Zwingmann-Gocht (83.500 Chips), Jeremy Trojand (63.500 Chips) sowie Tobias Hausen (49.500 Chips). Komplettiert wird das Feld durch den zweifachen österreichischen Bracelet-Gewinner Hanh Tran, der sich mit 45.500 Chips eine Ausgangslage für den nächsten Durchgang sicherte.
