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WSOP 2011 – Event 16: Hellmuth scheitert und Juanda triumphiert

Es soll einfach nicht sein. Phil Hellmuth kann einfach kein Bracelet in einer anderen Variante als Texas Hold’em gewinnen. Alles sah schon nach einem sicheren Sieg aus, doch John Juanda stellte sich zwischen Hellmuth und das zwölfte Bracelet. Am Ende jubelte John Juanda über sein fünftes Bracelet und $367.170.

Es war ein Finale, wie man es sich wünscht. Neun Spieler und jeder davon hat sich seinen Namen in der Pokerszene schon gemacht. Chipleader war Richard Ashby, der 2009 der letzte Stud-Europameister wurde und 2010 auch ein Bracelet im Stud holte, John Juanda, vierfacher Bracelet-Gewinner und WSOP Europe Champion 2008, war der Shortstack. Greg Raymer, Weltmeister 2004, Nick Schulman, David Baker, Steve Sund und Hasan Habib ebenfalls schon Bracelet Träger. Und dann war da noch Phil Hellmuth. Elf Bracelets, davon eines von seinem Weltmeistertitel 1989, hat er schon gewonnen, allesamt beim Hold’em.

John Juanda konnte gleich zu Beginn Chips machen und so war es Greg Raymer, der als erster gehen musste. Und Juanda war es auch, der mit 10-8 Raymer mit J-7 vom Tisch schickte. Joe Cassidy musste sich gegen Phil Hellmuth verabschieden. Hellmuth hielt 10-9-7-6-5, aber das genügte gegen 8-7-5-2, da Cassidy eine zweite 7 bekam.

Damit standen die letzten sieben und der Final Table fest. Phil Hellmuth hatte mit den Chips von Cassidy die Führung vor Richard Ashby übernommen. Er baute seine Führung weiter aus, doch Richard Ashby eliminerte mit 10-9-5-4-2 Hasan Habib, der 8-6-4-2-2 bekam und schloss so wieder zu Hellmuth auf.

David Baker war nach einem Riesenpot gegen Steve Sung schon super short mit nur noch 9k, konnte aber noch vervierfachen, ehe er seine letzte Hand spielte. Auch Baker lag mit vier Karten vorne, doch die getauschte Karte brachte ihm das Ass und Baker nahm Platz 6.

Nick Schulman mittlerweile der Shortstack am Tisch, hatte mit 8-6-4-2 gegen J-6-5-4-2 von Phil Hellmuth Chancen, doch auch ihm brachte der Draw eine weitere 8 und damit ein Paar. Platz 5 für ihn und $69.216.

Hellmuth rockte den Tisch. Seine drei Gegner hatten zusammen nur ein bisschen mehr als die Hälfte der Chips, der Rest stapelte sich beim elffachen Bracelet-Gewinner. John Juanda holte sich die Chips von Steve Sung. Juanda hielt 10-6-5-4-3, Sung J-9-6-7-3 und musste sich mit Platz 4 begnügen.

Doch gleich danach holte sich Phil Hellmuth einen großen Pot gegen Juanda, der damit wieder der Shortstack war. Juanda verdoppelte auf Kosten von Richard Ashby und gleich darauf war Richard Ashby gegen Phil Hellmuth all-in. Beide tauschten eine Karte. Die Ausgangslage für Hellmuth war 8-6-3-2, von Ashby Q-10-4-3. Hellmuth zog eine 10, Ashby eine 6 und damit musste sich der Engländer mit Platz 3 verabschieden.

Phil Hellmuth und John Juanda saßen sich nun im Heads-up gegenüber. Dass es bei Juanda ein bisschen länger dauern kann, hatte er schon bei seinem WSOP Europe Titel 2008 gezeigt. Ganze 19:10 Stunden hatte der Final Table damals gedauert. Nun trat er als Shortstack gegen Phil Hellmuth an und ein weiteres nervenaufreibendes Duell startete.

Hellmuth zog davon, doch Juanda kämpfte und konnte sogar die Führung übernehmen. Wer nun glaubte, damit war eine Vorentscheidung gefallen, der irrte. Denn mit 10-8-5-3-2 verdoppelte Phil gegen J-10-6-5-2 und die beiden lagen wieder gleichauf mit einer knappen Führung von Hellmuth. Das Duell schien kein Ende nehmen zu wollen. Kaum hatte der eine ein bisschen mehr Chips, holte der andere auch schon wieder zum Gleichstand auf. Doch nach der letzten Pause lief es für Juanda besser. Hellmuth konnte noch einmal in Führung gehen, dann aber war Juanda am Drücker. Er baute einen soliden Vorsprung auf, während Hellmuth’s Stack kleiner und kleiner wurde. Mit nur noch 555k ging Phil Hellmuth schließlich all-in, Juanda callte und tauschte eine Karte. Hellmuth legte auf den Tisch, Juanda . Nur eine Karte entschied nun über Double-up oder Niederlage von Phil Hellmuth. Die gab Juanda den Pot und damit sein insgesamt fünftes Bracelet. Phil Hellmuth war einmal mehr gescheitert in seiner Mission, ein Nicht-Hold’em Bracelet zu gewinnen. Platz 2 brachte ihm $226.907 und damit wieder einen neuen WSOP-Cashrekord. Aber eben kein zwölftes Bracelet.

Rang Name Preisgeld $
1 John Juanda 367.170
2 Phil Hellmuth 226.907
3 Richard Ashby 143.833
4 Steve Sung 97.416
5 Nick Schulman 69.216
6 David Baker 51.485
7 Hasan Habib 40.020
8 Joe Cassidy 32.440
9 Greg Raymer 27.928
10 Benjamin Parker 27.928
11 Bertrand Grospellier 27.928
12 Johnny Chan 24.043
13 Brandon Cantu 24.043
14 Chino Rheem 24.043

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treffer
9 Jahre zuvor

super kommentar