Die World Series of Poker (WSOP) 2026 ist vorüber, und traditionell legen einige der bekanntesten Pokerspieler der Welt ihre tatsächlichen Zahlen offen. Wer um den begehrten Titel „Player of the Year“ (POY) mitspielen will, muss nicht nur viel Zeit, sondern vor allem extrem viel Startkapital mitbringen. Die Bilanz der beiden absoluten Megastars Shaun Deeb und Daniel Negreanu hätte in diesem Sommer finanziell kaum unterschiedlicher ausfallen können.
Daniel Negreanu: Das Ende der Durststrecke
Für Daniel Negreanu lief es bei den vergangenen Turnierserien alles andere als rund. Nach drei Verlustjahren in Folge, darunter ein Minus von 1,1 Millionen Dollar im Jahr 2022 und 743.000 Dollar im Jahr 2023, schlug der 51-jährige Kanadier 2026 fulminant zurück.
Negreanu triumphierte bei der $100.000 High Roller Pot-Limit Omaha Championship. Dieser Sieg brachte ihm nicht nur sein achtes WSOP-Bracelet, sondern auch ein Preisgeld von $2,3 Millionen ein. Insgesamt feuerte der GGPoker-Botschafter über den Sommer 79 „Bullets“ bei 54 Events und kam 15-mal ins Geld. Unter dem Strich verbuchte Negreanu einen Gewinn von $1,69 Millionen aus den Turnieren.
Zusätzlich knackte er als erster Spieler überhaupt die Marke von $25 Millionen an WSOP-Preisgeldern. Abseits der Turniertische kamen für ihn noch 250.000 Dollar für den Sieg in der beliebten $25.000 Fantasy League sowie weitere Einnahmen aus Side Bets hinzu. In der „Player of the Year“-Wertung belegt er aktuell den sechsten Rang.

Shaun Deeb: Massiver Aufwand für ein Mini-Plus
Völlig konträr verlief der Sommer für Shaun Deeb. In der Rangliste zum „Player of the Year“ liegt der US-Amerikaner zwar hauchdünn in Führung, doch der finanzielle Ertrag steht in keinem Verhältnis zum betriebenen Aufwand.
Deeb spielte ein extremes Pensum und kaufte sich unfassbare 122-mal in Turniere ein. Allerding sprangen am Ende für ihn lediglich sechs Platzierungen in den Geldrängen heraus. Zwar nutzte er diese wenigen Deep Runs optimal aus. So gewann er sein neuntes Bracelet im $1.500 8-Game, wurde einmal Zweiter und belegte den 15. Platz im Main Event für $410.000, doch die enormen Buy-ins fraßen den Großteil der Einnahmen auf. Am Ende blieb Deeb ein für seine Verhältnisse bescheidener Profit von rund $89.000.

Die Zahlen weiterer High Roller
Angestoßen durch Deebs Offenheit auf der Plattform X (ehemals Twitter) präsentierten auch andere Profis ihre Statistiken:
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Naoya Kihara: Der Japaner war die Sensation des Sommers. Er feuerte 90 Bullets, cashte stolze 18-mal und nahm über $1,6 Millionen ein. Innerhalb von nur drei Tagen gewann er zwei Championships ($10.000 2-7 Triple Draw und $10.000 Seven Card Stud) und sitzt Deeb im POY-Rennen dicht im Nacken.
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Jeremy Ausmus & Josh Arieh: Beide spielten ebenfalls eine starke Serie. Ausmus trat 44-mal an und sammelte Preisgelder in Höhe von $842.961, während Arieh 69 Turniere spielte, 15-mal ins Geld kam und unter anderem Zweiter beim prestigeträchtigen $50.000 Poker Players Championship wurde.
Die finale Entscheidung um den Titel „Player of the Year 2026“ fällt erst im Dezember bei der WSOP Paradise auf den Bahamas. Sowohl Deeb als auch Negreanu werden dort wieder angreifen.
