Zdenek Zizka bleibt das Maß aller Dinge – nicht nur am Pokertisch, sondern auch im Backgammon. Nur wenige Wochen nach seinem ersten WSOP-Bracelet kehrte er mit einem weiteren Titel vom Ultimate Backgammon Championship (UBC) aus Monte Carlo zurück. Der Tscheche verteidigte dort souverän seinen Titel und bewies damit erneut sein strategisches Geschick über mehrere Disziplinen hinweg.
Dramatisches Finale gegen Thomas Myhr
Im spannungsgeladenen Finale traf Zizka auf den erfahrenen Dänen Thomas Myhr. Der Turnierausgang schien anfangs ungewiss: Mit einem 10:6-Rückstand vor dem letzten Turniertag war der Titelgewinn weit entfernt. Doch Zizka bewahrte Ruhe, vertraute seiner Strategie und startete eine beeindruckende Aufholjagd. Mit vier aufeinanderfolgenden Siegen drehte er die Best-of-12-Serie zu einem 14:10-Sieg und sicherte sich erneut den Turniersieg.
„Ich hatte keinen guten Start, aber ich wollte vier Spiele gewinnen – genau das ist passiert“, kommentierte Zizka kühl und fokussiert im Livestream. Eine bemerkenswerte Demonstration von Nervenstärke, präzisem Timing und klarem Fokus, die ihn sowohl im Poker wie auch im Backgammon auszeichnet.
Respekt für den Gegner und Anerkennung für die Leistung
Obwohl Zizka triumphierte, warf Thomas Myhr ein starkes Licht auf das Turnier. Drei volle Tage kämpfte er auf Augenhöhe und verlieh dem Duell sportliche Größe. „Thomas hat die ganze Serie über fantastisch gespielt“, lobte Zizka seinen Kontrahenten in aller Deutlichkeit.
Zweiter UBC-Titel in Folge
Der UBC-Sieg 2025 ist bereits Zizkas zweiter Titel in Folge. Schon im Jahr davor hatte er sich gegen Backgammon-Legende Masayuki „Mochy“ Mochizuki durchgesetzt. Zwei Titel in zwei Jahren – ein Kunststück, das nur äußerst wenigen gelingt. Trotz dieser Erfolge nimmt sich Zizka immer noch die Zeit, am Pokertisch mit neuen Strategien zu glänzen.
Erfolge auch auf der Pokerbühne
Sein Sommer bei der WSOP 2025 war nicht weniger beeindruckend. Im Event #84: $1.000 No-Limit Hold’em brach er mit einem Gewinn von $232.498 durch und gewann schließlich das ersehnte Bracelet. Insgesamt sammelte er starke 16 Cashes und belegte Platz zehn in der prestigeträchtigen Player of the Year-Wertung – ein solides Ergebnis für seine erste vollständige WSOP-Saison.
Auch Landsmann Martin Kabrhel machte von sich reden: Er gewann das Bracelet im $1.000 Mini Main Event und zeigte sich äußerst beeindruckt von Zizkas Leistung in Monte Carlo: „Das war Wahnsinn – Topniveau!“
Ein strategischer Ausnahmespieler
Zizkas Karriere zeigt eindrucksvoll, wie eng Denkspiele miteinander verbunden sind. Seine Fähigkeit, scheinbar mühelos zwischen Backgammon und Poker zu wechseln, unterstreicht seine strategische Weitsicht und mentale Stärke. Ob Risikomanagement oder Spielverständnis – Zizka liefert in allen Belangen ab.
Mit dem doppelten Triumph im Jahr 2025 hat er sich endgültig in eine exklusive Riege gespielt. Wer ihn beobachtet, erkennt schnell: Hier agiert kein Glücksspieler, sondern ein disziplinierter Stratege, der Chancen erkennt, noch bevor sie entstehen.
Zizka bleibt damit ein Vorbild – gleichermaßen für Neulinge wie für gestandene Profis. Poker oder Backgammon? Für ihn keine Frage des „oder“ – sondern ein konsequentes „und“ auf höchstem Niveau.
