- Verbal-Attacke: Deeb und Perry geraten bei der WSOP erneut heftig aneinander.
- 75.000 US-$ verloren: Perry scheidet ohne Cash aus.
- Deeb vorne: Der sechsfache Bracelet-Gewinner übernimmt nach Tag 2 die Führung.
Beim 25.000-US-$-High-Roller-Event der diesjährigen World Series of Poker in Las Vegas ist ein alter Konflikt neu entflammt: Shaun Deeb und Sean Perry gerieten mehrfach aneinander – lautstark und ohne Zurückhaltung.

Bereits an Tag 1 von Event #14 war die Stimmung zwischen den beiden angespannt. Deeb, sechsmaliger Bracelet-Gewinner, warf Perry vor, im Jahr 2024 private Informationen über seine Familie veröffentlicht zu haben. Perry erwiderte kühl: „Ich würde es wieder tun.“
Perry scheitert dreifach – Deeb mit Spitzenplatz
Am zweiten Tag eskalierte das verbale Kräftemessen. Perry, zu diesem Zeitpunkt bereits shortstacked, filmte seine letzte Hand mit dem Smartphone, als er gegen Bryce Yockey ausschied. Deeb kommentierte bissig, niemand interessiere sich für einen 40.000-US-$-Pot. Perry konterte selbstbewusst mit dem Hinweis auf seine öffentliche Präsenz, worauf Deeb trocken antwortete, nur Perrys Mutter interessiere sich für ihn.
Trotz eines dritten Versuchs per Re-Entry war für Perry nach weniger als einer Stunde endgültig Schluss – und das nach insgesamt 75.000 US-$ (ca. 66.000 €) an Buy-ins.
Perrys Image ist stark angekratzt
Sean Perry, Sohn des erfahrenen Pros Ralph Perry, verfügt über ein beachtliches Live-Turnier-Portfolio mit rund 6,8 Millionen US-$ (ca. 6 Millionen €) an Cashes. Dennoch steht sein Ruf auf wackeligen Füßen.
Seine Rückkehr auf die Turnierbühne wird von vielen kritisch beäugt – insbesondere wegen seiner Aktivitäten im Sportwettenbereich. Deeb zählt zu seinen lautesten Kritikern und stellt öffentlich Perrys Kompetenz und Integrität infrage.
Sean Perry: Pokerprofi mit zweifelhaftem Ruf
Sean Perry sorgt nicht nur am Tisch für Schlagzeilen. Immer wieder gerät der US-Amerikaner wegen fragwürdiger Geschäftspraktiken in die Kritik:
- „Scammer“-Vorwürfe: Mehrere Spieler, darunter Shaun Deeb, werfen Perry vor, Kunden im Rahmen seiner kostenpflichtigen Sportwetten-Tipps betrogen zu haben. Beweise blieben aus, doch Perrys Ruf leidet seither.
- Doxing-Eklat: 2024 soll Perry private Informationen über Deebs Familie veröffentlicht haben.
- Selbstdarstellung statt Poker: Während andere Grinder Turniere dominieren, präsentiert sich Perry lieber mit Luxusautos, Jet-Sets und Lifestyle-Content auf Social Media – für viele in der Community ein rotes Tuch.
Während Perry aus dem Turnier ausschied, führte Deeb das Feld zuletzt an. Ob ihm am Ende auch das Preisgeld zufällt, bleibt abzuwarten – den ersten psychologischen Sieg hat er jedenfalls bereits eingefahren.