Tag 12 der World Series of Poker (WSOP) bietet wieder volle Action und große Namen. Die Spannung steigt weiter vor allem bei den High Rollern.
Event 18: $1.500 Monster Stack
Im vierten und letzten Startflight des $1.500 Monster Stack der WSOP 2026 wurde mit 3.887 Entries der größte Ansturm verzeichnet, wodurch das Turnier erstmals die Marke von 10.000 Anmeldungen knackte. Nach zehn gespielten Levels tüteten 1.460 Akteure frische Chips ein, wobei sich der Kanadier Linyang Song mit 1,22 Millionen den Gesamtsieg des Tages sicherte.
Aus der DACH-Region schaffte Robert Schulz mit 377.500 Chips die beste Ausgangsposition für die nächste Runde, dicht gefolgt von seinen Landsleuten Bernd Gleissner, Claudio Müller und Samuel Mullur.
Parallel dazu wurde Tag 2C ausgetragen, bei dem das Feld von 1.438 Spielern radikal auf nur noch 175 Überlebende dezimiert wurde. Der Franzose Vincent Albert schnappte sich hierbei die Spitzenposition im Chipcount. Während bekannte Namen wie Kathy Liebert, Martin Zamani sowie die Bracelet-Gewinner David Peters und Joao Simao ebenfalls den Sprung in den nächsten Spieltag schafften, ist der gesamte Preispool mittlerweile auf fast 15 Millionen Dollar angewachsen.
Event 19: $25.000 High Roller – Tag 3
Beim teuren $25.000 High Roller der WSOP 2026 wurde das Feld an Tag 3 von 22 auf die letzten sechs Finalisten reduziert. Aus deutschsprachiger Sicht mussten sich Philip Sternheimer auf Platz 19 für $64.442 und Thomas Mühlöcker nach einem bitteren Set-over-Set auf Rang 10 für $100.300 vorzeitig verabschieden. An der Spitze des Finaltischs steht der US-Amerikaner Galen Hall, der mit einem massiven Stack von über 16 Millionen Chips eine dominante Führung hält.
Direkt hinter dem Führenden lauert die Kanadierin Kristen Foxen auf Platz zwei, die nach einer starken Performance nun beste Chancen auf ihr sechstes Karriere-Bracelet hat. Das verbliebene Sextett hat bereits ein Preisgeld von $300.942 sicher, während auf den Champion satte $1.773.083 warten. Zu den prominenten Opfern des Tages gehörten unter anderem Nick Schulman, Brian Rast, Jesse Lonis sowie der ehemalige Chipleader Barak Wisbrod, der auf Rang neun bustete.

Event 21: $ 1.500 Pot-Limit Omaha Hi-Lo 8 or Better – Finale
Im Finale des $1.500 Pot-Limit Omaha Hi-Lo 8 or Better hat sich der Kanadier Frederic Normand bei seinem ersten PLO Hi-Lo Turnier durchgesetzt und sein erstes Bracelet gewonnen. Der Turniersieger, der als Chipleader in die Entscheidung der letzten 13 Spieler gestartet war, bezwang nach einem dominanten Finaltag im blitzschnellen Heads-up den Portugiesen Michael Rodrigues. Für seinen Triumph beim Event mit insgesamt 1.093 Entries kassierte Normand eine Siegprämie von $235.377.
Aus deutschsprachiger Sicht endete die Jagd nach dem Titel trotz starker Ausgangspositionen vorzeitig: Tobias Hausen, der als Zweiter im Chipcount gestartet war, musste sich auf Rang acht für $23.602 verabschieden. Auch Dennis Weiss verpasste den ganz großen Wurf und belegte am Ende Platz fünf für $56.738 Preisgeld. Zu den prominenten Opfern am Finaltisch gehörte zudem der siebenfache Bracelet-Gewinner Josh Arieh, der auf Rang drei bustete und damit den achten Titel knapp verpasste.

Event 22: $1.500 Big O – 1B
Der zweite Startflight des $1.500 Big O Events lockte weitere 1.155 Entries an und schraubte den Gesamtpreispool auf $2.763.538. Nach 15 gespielten Levels wurde die Bubble bereits zum Ende von Tag 1B durchbrochen, sodass alle verbliebenen 294 Akteure bereits im Geld stehen. Die absolute Gesamtführung über beide Starttage hinweg sicherte sich der Franzose Nicolas Milgrom mit einem massiven Stack von 816.000 Chips.
Aus der DACH-Region überstanden Robert Wirth, Andreas Krause und Dennis Weiss den harten Cut an Tag 1B, gehen jedoch allesamt short in die nächste Runde. Internationale Top-Stars Dario Sammartino, Daniel Weinman und Brian Rast schafften ebenfalls den Sprung in den zweiten Spieltag.
Event 23: $10.000 Seven Card Stud Championship – Tag 2
Das $10.000 Seven Card Stud Championship lockte nach einer verlängerten Anmeldephase insgesamt 130 Entries an und generierte einen Preispool von $1.209.000. Nach einem umkämpften Tag 2 verbleiben nur noch elf Elite-Spieler für das große Finale, die zusammen bereits beeindruckende 28 Bracelets halten. Die Führung im hochkarätigen Feld hat sich der US-Amerikaner mit 1,42 Millionen Chips gesichert, der nun dicht gefolgt von Chris Brewer und dem Briten James Cheung nach seinem neunten Bracelet greift.
Aus deutschsprachiger Sicht musste Daniel Studer das Turnier leider vor den 20 bezahlten Plätzen aufgeben. Die unglückliche Money-Bubble platzte schließlich auf dramatische Weise, als David „ODB“ Baker auf Rang 21 als offizieller Bubble Boy komplett leer ausging, während Robert Mizrachi zeitgleich auf Platz 20 für $20.472 min-cashte. Kurz vor dem Finale erwischte es zudem bekannte Szenegrößen wie Eli Elezra auf Platz 13 sowie Patrick Leonard auf Rang 12.

Event 24: $25.000 High Roller Six Handed NLH – Tag 1
Beim actionreichen $25.000 High Roller 6-Handed Event verbuchte der erste Starttag starke 166 Entries. Nach acht gespielten Levels von je 60 Minuten schafften 45 Akteure den Sprung in den zweiten Spieltag, angeführt vom US-Amerikaner Nick Schulman, der sich durch ein spektakuläres Triple-All-In kurz vor Schluss einen gewaltigen Stack von 1,21 Millionen Chips sicherte. Aus der DACH-Region bauten Marius Gierse mit 684.000 Chips auf Rang 14 sowie Klemens Roiter mit 313.000 Chips solide Stacks für Tag 2 auf.
Für die restliche deutschsprachige Riege verlief der Auftakt dagegen enttäuschend, da Samuel Mullur, Bernhard Binder, Daniel Rezaei, Leon Sturm, Oliver Weiss, Hannes Jeschka und Christopher Nguyen vorzeitig an die Rails mussten.
Ein echtes Debakel erlebte zudem Superstar Daniel Negreanu, der beide erlaubten Bullets erfolglos feuerte und genau wie Titelverteidiger Blaz Zerjav, Jason Koon, Stephen Chidwick und Nick Petrangelo auf der Strecke blieb. Eine starke Ausgangsposition für die nächste Runde sicherte sich hingegen Urgestein Erik Seidel, der sich mit 837.000 Chips souverän in den Top 10 festsetzte.