Die Endphase der World Series of Poker (WSOP) ist eingeleitet und das Main Event verbleibt mit nur noch 21 Spielern. In den weiteren Events zeigt sich die DACH-Community weiter stark, allen voran Caroline Schallock im Closer Event.
Event 88: $300 Gladiators of Poker – Tag 2
Der zweite Spieltag beim $300 Gladiators of Poker ist Geschichte, und das ehemals riesige Feld von 11.185 Entries wurde unbarmherzig auf die letzten 12 Finalisten dezimiert. Diese spielen nun im Finale um die Prämie von $250.000 und das begehrte Bracelet. Die beste Ausgangsposition im Kampf um den Titel sicherte sich der US-Amerikaner Luis Genel, der massive 61.800.000 Chips (41 Big Blinds) eintütete, dicht gefolgt von seinen Landsmännern Johnny Oshana (51.600.000 Chips) und Kenneth Baime (40.500.000 Chips).
Event 89: $3.000 Mid-Stakes Championship NLH – Tag 3
Tag 3 der $3.000 Mid-Stakes Championship bot packende Action und reduzierte das Feld von 167 gestarteten Spielern auf die letzten 16 Finalisten. Die unangefochtene Hauptrolle des Tages gehörte der US-Amerikanerin Yanting Jiang: Von Platz 116 gestartet, spielte sie sich in einen regelrechten Rausch und tütete am Ende gigantische 30.925.000 Chips (129 Big Blinds) ein. Neben der Führenden schafften auch namhafte Profis wie Rekord-WSOP-Ringgewinner Maurice Hawkins (12.700.000 Chips) und Ex-November-Niner Mark Newhouse (7.900.000 Chips) den Sprung in den entscheidenden vierten Spieltag. Alle Finalisten haben bereits $58.298 sicher, doch das ganz große Ziel bleibt die Siegprämie von $1.159.182.
Für die deutschsprachige Community endete der Tag leider mit einer Enttäuschung. Der österreichische High-Roller Marius Gierse, der als größte DACH-Hoffnung aussichtsreich im Rennen lag, verlor in der Spätphase eine entscheidende Hand gegen die spätere Chipleaderin Jiang, als diese sich auf dem River einen Flush zusammenbastelte. Gierse blieb daraufhin nur ein winziger Chiprest, der kurz darauf zu seinem endgültigen Ausscheiden auf dem 18. Platz ($47.045) führte.
Event 92: $3.000 T.O.R.S.E. – Finale
Das Finale des $3.000 T.O.R.S.E. endete nach einem rund 12-stündigen Turniermarathon mit einer perfekten Revanche. Exakt ein Jahr, nachdem der US-Amerikaner Sterling Lopez bei der Erstauflage dieses Mixed-Game-Events auf dem sechsten Platz gescheitert war, stürmte er dieses Mal bis ganz nach oben. Im packenden Heads-up bezwang er den zweifachen Bracelet-Gewinner Jesse Lonis ($160.862) und sicherte sich neben seinem ersten goldenen Bracelet eine stattliche Siegprämie von $247.842.
Aus deutschsprachiger Sicht ruhten alle Hoffnungen beim Start der letzten 20 Finalisten auf Sebastian Pauli, der als letzter verbliebener DACH-Spieler von Platz 17 aus ins Rennen gegangen war. Der deutsche Mixed-Game-Spezialist erwischte als Shortstack jedoch keinen optimalen Start und musste sich bereits in der rasanten Anfangsphase des Tages verabschieden.
Event 93: $1.500 The Closer NLH – Tag 1B
Der zweite und finale Startflight (Tag 1B) des beliebten $1.500 The Closer sorgte mit 2.646 Anmeldungen für einen gewaltigen Ansturm in den Turniersälen des Horseshoe und Paris Las Vegas. Nach 20 actionreichen Levels wurde das riesige Feld radikal ausgesiebt, sodass am Ende nur noch 292 Akteure ihre Chips für das große Finale eintüten durften. Die Spitzenposition im Chipcount eroberte der Grieche Iason Filippidis mit 1.825.000 Chips (91 Big Blinds), gefolgt vom Franzosen Alexandre Moreau (1.605.000 Chips).
Die deutschsprachige Community erwischte an diesem Flight einen guten Tag und manövrierte eine ganze Reihe Spieler in die Top 100 der Chipcounts. Die beste Ausgangsposition aus unseren Breitengraden sicherte sich Caroline Schallock, die starke 760.000 Chips anhäufte und sich auf Platz 35 einreihte. Nur knapp dahinter folgen Max Kruse, der seinen starken Mixed-Game-Lauf nun beim No-Limit Hold’em fortsetzt und mit 660.000 Chips auf Rang 55 liegt, sowie Timo Kamphues mit 630.000 Chips (Platz 63). Komplettiert wird das DACH-Ergebnis durch Yannick Schumacher (580.000 Chips / Platz 73) und Enrico Rudelitz, der mit 510.000 Chips auf Platz 94 liegt.

Event 94: $10.000 6-Handed NLH Championship – Tag 2
Der anspruchsvolle zweite Spieltag der $10.000 6-Handed No-Limit Hold’em Championship ist beendet, und nach dem späten Ansturm zum Ende der Late Registration kletterte die Gesamtbeteiligung auf 558 Entries. Damit wurde ein stattlicher Preispool von $5.189.400 generiert, dessen Löwenanteil von $1.001.391 für den späteren Sieger reserviert ist. Nach neun harten Levels blieben am Ende des Tages nur noch 33 Spieler übrig. Die stärkste Performance zeigte der zweifache bulgarische Bracelet-Gewinner Fahredin Mustafov, der 2.800.000 Chips (140 Big Blinds) erspielte. Als einziger weiterer Spieler knackte Justin Liberto (2.100.000 Chips) die zwei-Millionen-Marke, während etablierte Spieler wie David Peters (1.625.000 Chips) und Calvin Anderson (1.700.000 Chips) ebenfalls exzellente Stacks eintüteten.
Ein heißes Eisen hat die DACH-Auswahl im heutigen Finale weiterhin im Feuer. Der Österreicher Armin Rezaei beendete den Tag mit 480.000 Chips auf dem 27. Platz erfolgreich in den dritten Spieltag.
Event 95: $500 Summer Saver NLH – Tag 1A
Der erste von zwei Startflights beim $500 Summer Saver No-Limit Hold’em verzeichnete zum Auftakt an Tag 1A starke 1.414 Anmeldungen. Nach einem rasanten Turniertag schafften es lediglich 192 Spieler, ihre Chips für die nächste Runde zu verpacken. Die Spitzenposition im Chipcount sicherte sich der US-Amerikaner Ryan Stiner, der überragende 1.800.000 Chips (90 Big Blinds) anhäufte.
Die deutschsprachige Community präsentierte sich zum Auftakt in glänzender Spiellaune und brachte gleich vier Akteure in die Top 100 der Chipcounts. Die absolute Speerspitze aus unseren Breitengraden bildet der Deutsche Markus Schottes, der sich mit bärenstarken 880.000 Chips auf dem hervorragenden zwölften Platz einreihte. In ebenfalls solider Ausgangslage folgen Heinz Schlüter mit 505.000 Chips (Platz 45), Stefan Jahn mit 350.000 Chips (Platz 79) sowie der Österreicher Andreas Fröhli, der mit 300.100 Chips auf Rang 89 liegt.

Event 96: $3.000 6-Handed PLO – Tag 1
Das $3.000 6-Handed Pot-Limit Omaha lockte am ersten Spieltag 892 Omaha-Spezialisten an die Tische. Nach einem intensiven Schlagabtausch schafften es lediglich 158 Akteure, ihre Chips für die nächste Runde einzutüten. Den Chiplead sicherte sich der Ukrainer Stanislav Halatenko mit 950.000 Chips (238 Big Blinds). Für das größte Ausrufezeichen des Tages sorgte jedoch die brasilianische 888poker-Botschafterin Vivian Saliba. Die WSOPE-Omaha-Championesse von 2024 erwischte einen absoluten Traumstart und schob sich auf mit 788.000 Chips (197 Big Blinds) auf den sensationellen zweiten Platz der Gesamtwertung.
Die deutschsprachige PLO-Garde präsentierte sich zum Auftakt ebenfalls in hervorragender Verfassung und brachte gleich vier Akteure in die Top 100 der Chipcounts. Die beste Ausgangsposition ergatterte der Deutsche Manuel Fischer, der sich mit 350.000 Chips auf dem guten 26. Platz im vorderen Drittel einreihte. In ebenfalls vielversprechender Lauerstellung für den zweiten Spieltag folgen der Österreicher Felix Rabas auf Rang 59 (274.000 Chips), Allrounder Giuseppe Pantaleo auf Platz 76 (195.000 Chips) sowie Klemens Roiter, der mit 191.000 Chips auf Platz 77 liegt.

Event 82: $10.000 WSOP Main Event – Tag 7
Der prestigeträchtige Finaltisch des $10.000 WSOP Main Events ist für die letzten 21 verbliebenen Spieler von ursprünglich 9.208 Entries in greifbare Nähe gerückt. Alle verbliebenen Akteure haben bereits $325.000 sicher, kämpfen am heutigen Montag jedoch um den Einzug ins Finale, das in diesem Jahr im August ausgetragen wird. Die Spitzenposition sicherte sich der australische Überflieger Malcolm Trayner, der nach seinem Aussie-Millions-Sieg nun mit überragenden 63.200.000 Chips (105 Big Blinds) nach dem Double greift. Seine ersten Verfolger sind Rami Hammoud (41.500.000 Chips) und Lucas Jumalon (40.800.000 Chips). Dahinter lauern absolute Ikonen wie der amtierende Player of the Year Shaun Deeb auf Rang sechs (31.300.000 Chips) sowie Todd Brunson (7.800.000 Chips), der exakt 50 Jahre nach dem Main-Event-Triumph seines legendären Vaters Doyle Brunson ebenfalls Geschichte schreiben will.
Aus deutschsprachiger Sicht ruhen alle Augen auf einem Mann, der dieses geschichtsträchtige Gefühl bereits bestens kennt. Hossein Ensan lieferte eine absolute Glanzleistung ab, eliminierte im Endspurt Maxime Chilaud auf Platz 27 und tütete als exzellenter Siebter starke 29.700.000 Chips (50 Big Blinds) ein. Damit ist der Weltmeister von 2019 nur noch einen Schritt davon entfernt, als erster Spieler seit Johnny Chan (1987/1988) den Main-Event-Titel ein zweites Mal zu gewinnen. Als zweiter DACH-Spieler schaffte es Tolga Karakaya durch den Tag, der allerdings als absoluter Shortstack mit genau 3.000.000 Chips (5 Big Blinds) auf Platz 21 von einem schnellen Double-up abhängig ist.


