- Altbekannter Trick, moderne Technik: Zwei Männer in Kalifornien wegen Poker-Betrugs mit geknickten Karten angeklagt
- Casinos im Visier: Pala und Harrah’s Resort verlieren insgesamt über 30.000 US-$
- Prozess im Januar: Staatsanwaltschaft kündigt weitere Beweise an, ein Komplize noch auf der Flucht
In San Diego County stehen zwei Männer unter Verdacht, mit einem altbekannten Trick mehr als 30.000 US-$ in zwei kalifornischen Casinos erschlichen zu haben. Vaagn Galustyan (52) und Armin Martirosyan (53) sollen durch das gezielte Markieren von Spielkarten beim Mississippi Stud Poker in den Resorts von Pala Casino und Harrah’s Southern California ihre Chancen manipuliert und so einen beachtlichen Gewinn erzielt haben.

Das Prinzip: Karten mit hohem Wert wurden laut Anklage leicht an den Ecken geknickt. So konnten Galustyan, Martirosyan und ein noch nicht identifizierter dritter Beteiligter bereits vor dem Aufdecken wichtige Informationen über die Karten des Dealers erhaschen und entsprechend setzen.
Kameras überführen das Trio
Den Anfang machte das Pala Casino Spa Resort, wo die beiden Männer zuerst gemeinsam an einem Pokertisch auftauchten. Die Überwachungsvideos zeigen, wie sie sich immer wieder unauffällig an den Karten zu schaffen machten. Der Coup endete mit einem Gewinn von 19.250 US-$. Als das Personal Verdacht schöpfte, wurde der Tisch geschlossen und die Verdächtigen aufgefordert zu gehen. Nur Stunden später kehrten sie in neuer Kleidung zurück, um die Chips in mehreren Kassenzonen unauffällig einzulösen.
Eine Woche danach schlugen sie laut Anklage erneut zu, diesmal beim Harrah’s Resort in Valley Center. Dort fielen weitere 13.410 US-$ für das Trio ab. Die Gesamtsumme, die sie bei dem mutmaßlichen Betrug ergaunert haben liegt damit bei 32.660 US-$.
Staatsanwaltschaft setzt auf Technik und Tribal-Kooperation
Staatsanwältin Summer Stephan betonte, dass Kartentricks wie diese seit Jahrhunderten existieren, moderne Überwachungstechnologie solche Täuschungen aber immer schneller entlarvt. In diesem Fall sei die enge Zusammenarbeit mit den indigen geführten Casinos auf Reservatsland entscheidend für die Strafverfolgung gewesen. Diese Kooperation trug maßgeblich dazu bei, das Verfahren in Gang zu bringen.
Während das Verfahren gegen die beiden Männer schon läuft, wird ein weiterer Komplize noch gesucht. Galustyan und Martirosyan sind auf Kaution frei und erwarten ihre nächste Anhörung am 15. Januar. Beide Männer plädierten bei ihrer Anhörung am 30. September auf nicht schuldig. Ihnen drohen bei einer Verurteilung bis zu drei Jahre und acht Monate Haft. Ob es das wert war, müssen sie selbst wissen.