Phil Ivey: “I have a lot of Poker left in me”

Eigentlich wollte ich ja zuerst „Michael Jordan des Poker“ schreiben, aber das geht trotz seiner mittlerweile sieben Bracelets nicht: MJ gewann sechs NBA-Titel, der höchste Titel der geht im Club-Basketball, dazu noch fünfmal Season-MVP („Most Valuable Player“) und sechsmal Finals-MVP. Ivey, der ja Fan der L.A. Lakers ist, und des Öfteren im Staples Center in der ersten Reihe zu sehen ist, würde es sicher genügen, dass ich hier zumindest den Vergleich mit dem aktuellen NBA-Champ der Lakers, Kobe Bryant, ziehe. Aber das geht auch noch nicht!

Denn noch hat Ivey nicht das wichtigste aller Pokerturniere gewonnen, um endgültig die Bestätigung zum „besten Spieler aller Zeiten“ zu erhalten. Darum bleibt er vorerst mal auf „LeBron“-Level – der individuell zweifellos beste Spieler derzeit, aber halt noch ohne den ganz großen Wurf. In Profi-Spielerkreisen gilt er schon lange als der Beste, meist heißt es immer nur: „Wenn er Lust hat, kann er jeden schlagen.“ Und warum sollte er jetzt nicht Lust haben? Alleine die Tatsache, dass er beim heurigen Main Event schon 6485 Spieler hinter sich gelassen hat, zeigt, wie saugut der Kerl spielen kann.

Als kleinen Vorgeschmack auf ein eventuelles Heads Up im November: Der Klassiker bei den Monte Carlo Millions 2005 – Phil Ivey gegen Paul „Action“ Jackson, Bluff vs Bluff vs Bluff. Anscheinend hat Ivey den Engländer in dieser Hand in Grund und Boden gestarrt, was aus zeittechnischen Gründen nie im TV-Mitschnitt zu sehen war. Müßig zu sagen, dass Ivey das Turnier gewann.
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=–Qap3VT_ZY[/youtube]

Wenn Ivey im November das Kartenglück nur ein bisschen auf seiner Seite hat, haben wir bald den offiziell besten Spieler aller Zeiten auf diesem Erdenrund gekürt. Und dann nenne ich ihn wie er mag – ob Kobe oder MJ…


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