Pokerstrategie

Das Spiel mit Anna Kournikova

AK in Turnieren
Man sagt, dass Ass König keine schlechte Turnierhand ist. Das stimmt natürlich nur halb, denn die Anfangsphase eines Turnieres unterscheidet sich kaum von einem Cash Game. Vielmehr meint man, dass Ass König eine gute Hand ist, um sie mit mittleren und kleinen Stacks zu spielen. Sind die Blinds also relativ hoch im Vergleich zu den Stacks, bereitet der Big Slick nur selten Probleme. Denn dann spielt sich diese Hand fast wie von selbst. Entweder man ist schon vor dem Flop allin, was meist auf eine Coinflip Situation hinausläuft, oder man ist gleich am Flop allin, wenn man diesen irgendwie getroffen hat. Wenn der Pot vor dem Flop im Vergleich zu den Stacks schon relativ groß ist, gibt es keinen Grund ein geflopptes Top Pair einfach wegzuwerfen oder passiv zu spielen.

AK in Cash Games
Wenn man es genau nimmt, muss man eigentlich nicht von „AK in Cash Games“ sondern von „AK bei tiefen Stacks“ sprechen. Bei tiefen Stacks muss man mit Ass König komplett anders umgehen als das mit kleineren Stacks der Fall war. Ein Preflop Allin kommt eigentlich nicht mehr in Frage, denn man kann eigentlich damit nur in Asse oder Könige rennen. Bei ganz verrückten Gegnern läuft es vielleicht auf einen Coinflip hinaus, aber 50:50 Situationen sind nicht die, die man gegen solche schwachen Spieler suchen sollte.
Auch nach dem Flop ist es sehr grenzwertig das Top Pair aggressiv zu spielen und den ganzen Stack in die Mitte zu schieben. Natürlich kommt alles auf die bestimmte Situation drauf an, aber man sollte beim Spiel mit tiefen Stacks niemals die Worte „Kleine Hand, kleiner Pot – große Hand, großer Pot“ vergessen. Mit Ass König floppt man meist doch nur ein einziges Paar, also keine starke Hand, mit der man sich auf einen großen Pot einlassen sollte.

Die auftauchenden Probleme

Die Probleme, die bei den meisten Spielern entstehen liegen demnach auch auf der Hand: Sie überspielen ihre Hand einfach gnadenlos. Bei tiefen Stacks vor dem Flop mit Ass König all-in zu stehen, kann nur in den seltensten Fällen gut gehen. Und selbiges gilt für eine Allin-Situation nach dem Flop mit nur einem Pärchen auf der Hand.
Probleme, die nach dem Flop entstehen sind vielschichtig. So ist es keine Seltenheit, dass jemand mit AK vor dem Flop erhöht, A69 im Flop kommt und alle Chips in die Mitte wandern. An dieser Stelle kann man auch gut und gerne gegen A6, A9, 66 oder 99 weit hinten liegen. Auch wenn man vor dem Flop vor allem gegen A6 und A9 in Führung war, so ist die Situation danach eher aussichtslos.
Das absolut entscheidenste beim Spiel von Ass König ist, auf die Stacks zu achten und dementsprechend zu spielen. AK hat bei tiefen Stacks einen ganz anderen Wert und muss mit Vorsicht genossen werden, als das bei kleineren Stacks der Fall wäre.

Tückische Spiele mit AK
Das offensichtliche tricky Play mit Ass König ist natürlich nur zu limpen. Das hat viele Vorteile, wenn Sie mit tiefen Stacks spielen. Denn Sie halten den Pot automatisch klein und investieren noch wenig Chips. Wenn Sie limpen und nur ein Pärchen floppen, sind die Stacks meist noch so tief, dass Sie nicht all-in gesetzt werden können. Der Nachteil bei dieser Spielweise ist jedoch, dass Sie vielen schwächeren Händen die Möglichkeit geben sich einen Flop anzusehen und damit das Risiko eingehen ausgedrawed zu werden.

Beim Spiel mit Ass König kann es einige Probleme geben. Der größte Fehler liegt darin die Hand mit zu tiefen Stacks zu aggressiv zu spielen. Wenn Sie damit häufiger große Pots verlieren, sollten Sie ernsthaft das tricky Play in Form eines Limps in Betracht ziehen.


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