arte-Doku: Wie Rozvadov zum Poker-Mekka wurde

Gestern Abend widmete sich der Kultursender arte in der Doku-Reihe „Re:“ dem tschechischen Grenzort Rozvadov und dem international bekannten King’s Resort. Unter dem Titel „Las Vegas in der tschechischen Provinz“ beleuchtete die Reportage, wie sich das einst unscheinbare Dorf mit rund 800 Einwohnern nach der politischen Wende zu einem der wichtigsten Pokerstandorte Europas entwickelte.

Im Mittelpunkt steht die Entscheidung aus den 1990er-Jahren, statt eines Industriegebiets ein Casino anzusiedeln. Der damalige Bürgermeister und der spätere Investor Leon Tsoukernik legten damit den Grundstein für einen wirtschaftlichen Wandel, der Rozvadov bis heute prägt. Die Doku spricht dabei vom „Poker-Paradies im Niemandsland“.

Der Fall des „eisernen Vorhangs“

Die Dokumentation kombiniert politische, wirtschaftliche und persönliche Perspektiven. Neben dem früheren und dem aktuellen Bürgermeister kommen Leon Tsoukernik, King’s-CEO Federico Brunato sowie Spieler wie Martin Kabrhel zu Wort, die über den Alltag im und rund um das Resort berichten. Dabei geht es nicht nur um große Preispools und internationale Events, sondern auch um die Auswirkungen des Pokerbooms auf das Dorfleben.

Einen besonderen Kontrast setzt die Reportage mit einem Blick auf das aus Sicht vieler Einheimischer „wichtigste Pokerturnier des Jahres“: Dieses findet nicht im King’s Resort statt, sondern traditionell in einer Kneipe am örtlichen Sportplatz, fernab von Scheinwerfern und Millionenevents.

Produziert wurde die Sendung vom Mitteldeutschen Rundfunk (mdr). Die Folge ist weiterhin in der arte-Mediathek abrufbar und auch hier zu sehen:


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