Amaya – Jason Ader will David Baazov loswerden
Mit einem Brief hat sich Jason Ader beim Vorstand von Amaya gemeldet. Der CEO von SpringOwl Asset Management verlangt das Ende der Ära Baazov sowie ein Ende der Übernahmeverhandlungen.
Mit einem Brief hat sich Jason Ader beim Vorstand von Amaya gemeldet. Der CEO von SpringOwl Asset Management verlangt das Ende der Ära Baazov sowie ein Ende der Übernahmeverhandlungen.

In diesem Zusammenhang hat sich Jason Ader zu Wort gemeldet. Der Chef von Investitionsfirma SpringOwl schrieb einen Brief an die Führungsebene von Amaya und verlangt eine klare Trennung von David Baazov.
Wie Joss Wood für OnlinePokerReport.com berichtet, ist Ader in seiner Kritik nicht zurückhaltend. Allen voran bemängelt er das fehlende Vertrauen, seitens der Investoren, da Baazov immer noch wegen Insiderhandels angeklagt ist. Zudem gibt er dem ehemaligen CEO von Amaya die Schuld am gescheiterten Deal mit William Hill.
Im Namen von SpringOwl Asset Management und anderen Investoren verlangt er, dass Baazov nicht mehr auf der Gehaltsliste von Amaya steht. Des weiteren sollen Baazovs Anteil an der Firma an einen Treuhänder übergeben werden. David Baazov hält rund 17% am Unternehmen.
Zu guter Letzt soll der Vorstand das Übernahmeangebot ablehnen. David Baazov bietet A$24 pro Aktie, doch bisher ist nicht klar, ob das Geld auch wirklich aufgebracht werden kann. Zuerst gab es eine öffentliche Rüge von KBC Aldini Capital Ltd.
Die Firma aus Dubai war als angeblicher Finanzgeber gelistet, hat jedoch nach eigenen Angaben, noch nie von dem Deal oder Amaya gehört. Ebenfalls für viele Spekulationen sorgte Ferdyne Advisory Inc, welche ebenfalls als Investor gelistet war, jedoch offenbar nicht einmal existiert.
David Baazov ging nach dem Debakel rund um KBC Aldini Capital in die Offensive und kündigte neue Investoren an. Letztendlich scheint der Kanadier die Zusage von Head and Shoulders Global Investment Fund SPC sowie Goldenway Capital SPC erhalten haben.
Sieht man sich alle Fakten an, so scheinen die Forderungen von Jason Ader keine schlechte Idee zu sein. Obwohl SpringOwl nur 2% an Amaya hält, so darf man die jüngste Entwicklung durchaus ernst nehmen.
Jason Ader meldete sich vor zwei Jahren schon einmal zu Wort. Damals kritisierte der Investor bwin.party. Die Kritik wurde ernst genommen. Neben einem Posten im Aufsichtsrat erhielt Ader das Recht, drei weitere Vorstandsmitglieder vorzuschlagen.
Von Amaya verlangt Ader neben einer Trennung von David Baazov, einen neuen und klaren Kurs. Die Casinoexpansion soll Priorität erhalten, die Markenführung im Bereich Poker soll ausgebaut werden und zudem sollen drei neue Vorstandsmitglieder die Interessen der Investoren vertreten.