Kolumnen

Splitter aus Las Vegas #19

Der Main-Event rückt näher. Dies merkt man nicht nur daran, dass die Gänge der WSOP immer mehr einem Ameisenhaufen gleichen, sondern auch, dass fast täglich eine Party eines Onlinepokeranbieters stattfindet. Die heißeste wird mit Sicherheit wieder die von Everest sein, welche traditionellerweise im Pure stattfinden wird. Überhaupt sind dies die Tage von Everest Poker. Sigurd Eskeland gewann das erste Bracelet unter deren Flagge, gestern eröffneten sie mit einem Cocktailempfang ihre superstylische Lounge, und am heutigen Event #54 starten ihre 116 Qualifier ihre Vegastour.

Bei der Braceletverleihung passierten zwei Einmaligkeiten. Einerseits hatten die Verantwortlichen vergessen das Bracelet für den 8-Game Sieger aus dem Schaukasten zu holen,

und andererseits herrschte eine Stimmung, wie sie vorher nur bei der Braceletübergabe von Michael „The Grinder“ Mizrachi war. Das höchst attraktive, sympathische und smarte Team von Everest weiß nicht nur wie man Parties veranstaltet, sondern auch wie man seine Sieger feiert.

Auch am Bracelet-Setzkasten an der Wand vom Pavillion-Room erkennt man, dass der letzte Event immer näher rückt, zumal vor 6 Wochen noch in jedem dieser Kästchen, ein Armband lag und jetzt ein Foto des Siegers des jeweiligen Events. Irgendwie bleibt aber trotzdem der fade Geschmack der Inflationarität zurück. Jedes Jahr 57 Bracelets, stellen die Besonderheit doch sehr in Frage. Wer war nochmal der Sieger von Event #27? Eben.

Barry Greenstein dürfte sehr an seinem 6 Handed Spiel zweifeln, zumal er schon am Tag eins sein Buch mit sich brachte, welches ja derjenige mit Signierung bekommt, der ihn vom Tisch nimmt.

Die WSOP fordert ihre Opfer.
Im bin mir sicher, dass Herr Pies, aber auch Chefredakteur Schrage sich Mitarbeiter wünschen würden, die, wie diese amerikanische Kollegin, gleich auf der Pressetribüne schlafen um die 24 Stunden Anwesenheit und die damit verbundene Berichterstattung zu gewährleisten.
Natürlich darf die Geschäftsführung nie erfahren, dass Werthan zeitgleich zur schlafenden Mitarbeiterin, mit Jen Newill, Kara Scott und (nicht im Bild, denn einer muss ja das Foto machen) Ralph Klement an der Bar saß und sich mit alkoholischen Getränken vergnügte. Offiziell war es natürlich ein Geschäftsanbahnungsgespräch – oder wie man dies nennt. Der Beweis wurde auf die Getränkekarte geklebt.

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