Die schwedische Glücksspielbehörde Spelinspektionen hat den >Curaçao-Glücksspielanbieter Goodwin NV verboten. Die Online-Glücksspielangebote des Unternehmens von der Karibikinsel sind mit einer Curaçao-Lizenz ausgestattet. Obwohl Goodwin NV keine Lizenz in Schweden hat, akzeptiert der Glücksspielanbieter nach Erkenntnissen der zuständigen Behörde schwedische Spieler. Damit soll nun Schluss sein.>
Goodwin NV landet auf schwedischer Verbotsliste
Goodwin NV ist kein großer Name in der Glücksspielszene. Nur wenige Online-Casinos werden aktuell von dem Unternehmen mit Sitz auf Curaçao angeboten. Aber das war für die schwedische Glücksspielbehörde nicht entscheidend. Bei einem Praxistest wurde ermittelt, dass >mindestens eines der Online-Casinos von Goodwin NV schwedische Spieler akzeptiert. Das ist ein Verstoß gegen schwedische Gesetze, da Online-Glücksspiele nur mit einer schwedischen Lizenz zulässig sind.>
Bei der Verbotsbegründung wurde das >Immerion Casino hervorgehoben. In diesem Casino soll es bis zuletzt möglich gewesen sein, mit einem schwedischen Wohnsitz ein Konto zu eröffnen. Zudem gibt es eine FAQ-Sektion in schwedischer Sprache. Ferner berichtet Spelinspektionen von gezielten Marketingmaßnahmen, um schwedische Kunden anzuwerben.>
Das Verbot gilt umgehend, aber der Glücksspielanbieter hat die Möglichkeit, gegen diese Maßnahme auf dem Rechtsweg vorzugehen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dies nicht passieren wird. Die Betreiber der Curaçao-Casinos lassen sich erfahrungsgemäß nicht auf >juristische Scharmützel ein, zumal die Erfolgsaussichten eher bescheiden wären.>
Verbot soll für Aufmerksamkeit sorgen
Wenn von einem Verbot die Rede ist, sollte man denken, dass ein Glücksspielanbieter vom Markt verschwindet. Aber ganz einfach ist die Sache nicht. Die schwedische Glücksspielbehörde hat >nicht die Möglichkeit, einen Glücksspielanbieter komplett zu sperren. Allerdings soll mit dem Verbot kommuniziert werden, dass es sich um ein illegales Angebot handelt.>
Das bedeutet auch, dass >Marketing-Unternehmen, die mit Goodwin NV zusammenarbeiten, um Kunden zu werben, sich später nicht auf Unwissenheit berufen können. Auch >Zahlungsanbieter, die mit Spelinspektionen kooperieren, werden durch das Verbot darüber in Kenntnis gesetzt, dass es sich nicht um ein unzulässiges Angebot handelt. Am Ende wird dies aber wohl nicht dafür sorgen, dass Goodwin NV keine schwedischen Kunden mehr hat.>
Aber zumindest könnte das Verbot die Geschäftspraktiken von Goodwin NV in Schweden nachhaltig beeinträchtigen. Durch das Verbot hat das Unternehmen >keine realistische Chance, jemals eine Lizenz in Schweden zu erhalten. Das ist aber nur eine Randnotiz, denn Glücksspielanbieter, die eine Lizenz in der Europäischen Union haben möchten, sind typischerweise nicht auf Curaçao ansässig.>
Kampf gegen Windmühlen – Schwarzmarkt bleibt großes Thema
Die schwedische Glücksspielbehörde hat eine lange>Liste mit verbotenen Glücksspielanbietern>. >Vollkommen wirkungslos sind die Verbote vielleicht nicht, aber die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass für jeden verbotenen Glücksspielanbieter aus Curaçao mindestens zwei neue Glücksspielanbieter auf dem Markt erscheinen.>
Eine Kooperation der europäischen Glücksspielbehörden wäre notwendig, um eine> gemeinsame Strategie gegen das illegale Online-Glücksspiel> zu entwickeln und umzusetzen. Trotz großer Anstrengungen ist es bislang >keiner Glücksspielbehörde in Europa gelungen, den Online-Schwarzmarkt nachhaltig zu bekämpfen.>
In Deutschland versucht man mit einer sehr strengen Glücksspielregulierung und Payment Blocking die Kanalisierung zu optimieren. Es ist umstritten, wie wirkungsvoll die Regulierung in Deutschland ist. Eine >Verbotsliste wie in Schweden gibt es in Deutschland bislang allerdings nicht. Gefordert wird eine derartige Liste, auch damit sich Spieler besser orientieren können, allerdings von vielen Experten.>

