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Chip-Verwechslung sorgt für Aufregung bei der WSOP

  • Dealerfehler: Zwei Spieler starten bei der WSOP mit vertauschten Chipstacks.
  • Unfaire Verdopplung: Kostyrko gewinnt großes All-In mit fremden Chips.
  • Fairness trotz starrer Regeln: Spieler gibt freiwillig Chips zurück – Ilani bleibt auf Verlusten sitzen.

Beim 2.500-US-$-Freezeout No-Limit Hold’em-Event der World Series of Poker 2025 kam es zu einer kuriosen und folgenschweren Verwechslung: Zwei Spieler starteten den zweiten Turniertag mit vertauschten Chipstacks.

Pokerchips
Auch bei der WSOP läuft nicht immer alles rund.

 

Demetrius Campbell, der am Vortag 272.000 Chips eintütete, kam eine Minute zu spät an den Tisch und fand nur rund 60.000 Chips vor. Der Floor wurde sofort informiert, da der Spieler zu seiner Rechten, Mykola Kostyrko, offenbar deutlich mehr Chips hatte als die 202.000, die er eigentlich am Vortag baggte.

Doppelter Gewinn mit falschem Stack

Noch bevor die Verwechslung auffiel, gewann Kostyrko ein gewichtiges All-In mit K-K gegen A-Q von Ran Ilani, allerdings mit dem größeren Stack, der eigentlich Campbell gehörte. Das bedeutete: Ilani verlor mehr Chips als vorgesehen.

Die Turnierleitung griff ein, sicherte die Aufzeichnungen der Überwachungskameras und konnte rekonstruieren, dass der Dealer vor Turnierbeginn die Chips beider Spieler vertauscht hatte. Menschliches Versagen war also an der Panne schuld.

Wenn der Dealer patzt: Pannen mit Folgen

Dealer gehören zu den unsichtbaren Helden jeder Pokerpartie, doch auch sie sind nicht vor Fehlern gefeit. Ob bei der Chipverteilung, beim Mischen oder bei der Actionkontrolle: Selbst kleine Unachtsamkeiten können große Auswirkungen haben.

Zu den häufigsten Pannen zählen vertauschte Chipbags, wie im Fall Campbell vs. Kostyrko bei der WSOP 2025, falsch verstandene Ansagen oder übersehene Spieleraktionen. Kritisch wird es, wenn solche Fehler nicht sofort auffallen. Dann lassen sich Schäden oft nicht mehr rückgängig machen.

Die Turnierleitung versucht zwar immer, im Sinne der Fairness zu handeln, ist aber an strikte Regeln gebunden. In solchen Momenten sind es oft die Spieler selbst, die mit fairen Gesten Größe zeigen.

Keine Korrektur mehr möglich

Da bereits mehrere Hände gespielt worden waren, konnte die Entscheidung am Tisch nicht rückgängig gemacht werden. Ilani blieb auf seinem Verlust sitzen und war damit der einzige tatsächlich Geschädigte der Verwechslung.

Kostyrko jedoch zeigte Größe und gab freiwillig Chips an Campbell zurück, obwohl er dazu nicht verpflichtet war. Eine Rückerstattung an Ilani war regeltechnisch ausgeschlossen.

Turnier läuft weiter – Sieger am Samstag erwartet

Trotz der Verwirrung erreichten alle drei Beteiligten die Geldränge. Das Turnier wird am Samstag mit dem Finaltag fortgesetzt. Auf den Sieger warten 449.245 US-$ (ca. 381.000 €) sowie das begehrte Bracelet.


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