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Poker-Alarmstufe Rot: Phil Hellmuth kämpft gegen „Poker Players Death Tax“

  • Politischer Einsatz: Phil Hellmuth sucht bei Senator Ted Cruz Unterstützung gegen die neue Poker-Steuer.
  • Reform gestoppt: Republikaner blockieren Versuch zur Rücknahme der Steuerregelung für Glücksspielverluste.
  • Steuerdebatte: Neue Regelung begrenzt Verlustabzug für Pokerspieler auf 90 % der Gewinne.

Phil Hellmuth hat öffentlich gemacht, dass er sich mit US-Senator Ted Cruz (Republikaner, Texas) über Maßnahmen gegen die drastische Steuerreform für professionelle Pokerspieler austauscht.

Ted Cruz im Porträt
Ted Cruz ist selbst Poker-Fan.

 

Konkret geht es um eine Klausel im neuen „One Big Beautiful Bill Act“ (OBBB), die den Abzug von Glücksspielverlusten dauerhaft auf 90 % der Gewinne begrenzt. Hellmuth bezeichnete die Maßnahme auf X (ehemals Twitter) als „Poker Players Death Tax“ und warnt vor tiefgreifenden Folgen für die Zukunft des Spiels in den USA.

Neben Hellmuth haben auch andere Top-Profis wie Daniel Negreanu, Doug Polk und Phil Galfond ihre Besorgnis über die Regelung zum Ausdruck gebracht. Die Angst: Viele professionelle Spieler könnten durch die neue Regelung finanziell stark belastet werden, was langfristig das Ökosystem Poker gefährden würde. Senator Cruz, selbst bekennender Pokerfan, soll sich laut Hellmuth nun dafür einsetzen, diese Regelung rückgängig zu machen. Widerstand kommt aber aus den eigenen Reihen.

Republikaner blockieren Rücknahme der Steuererhöhung

Trotz der Unterstützung von Cruz scheiterten nämlich jüngste Bemühungen, die Steuerreform zu revidieren, am Widerstand innerhalb der republikanischen Fraktion. Senatorin Catherine Cortez Masto (Demokratin, Nevada) hatte versucht, per einstimmiger Zustimmung eine Rücknahme der umstrittenen Regelung durchzusetzen, um Pokerspielern wieder den vollen Abzug ihrer Verluste zu ermöglichen. Doch Senator Todd Young (Republikaner, Indiana) legte sein Veto ein.

Was ist die „Poker Players Death Tax“?

Die Reform begrenzt die steuerliche Absetzbarkeit von Verlusten dauerhaft auf 90 % der Gewinne. Für professionelle Pokerspieler bedeutet das: Wer um hohe Einsätze spielt, aber schwankende Ergebnisse hat, muss womöglich auf Gewinne Steuern zahlen, obwohl im Endeffekt kaum oder gar kein echter Profit bleibt. Die Poker-Community spricht deshalb von einer „Death Tax“.

Ein Beispiel: Bei 1.000.000 US-$ Gewinn und 950.000 US-$ Verlust sind nur 900.000 US-$ absetzbar. Es bleiben 100.000 US-$ zu versteuern obwohl real nur 50.000 US-$ verdient wurden. Prominente Profis wie Phil Hellmuth und Daniel Negreanu fordern deshalb eine Rücknahme der Regelung.

Cortez Masto kritisierte die Blockade deutlich: „Dieses Gesetz zwingt Menschen dazu, auf verlorenes Geld Steuern zu zahlen. Das ergibt überhaupt keinen Sinn.“


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