- Emotionaler Sieg: Ryutaro Suzuki gewinnt das $3.000 T.O.R.S.E.-Debüt bei der WSOP 2025 nach langem Heads-up.
- Zweites Bracelet: Der junge Japaner setzt sich gegen Mixed-Game-Größen durch.
- Erfolgreicher Abschluss: Suzuki beendet die WSOP 2025 mit 273.000 US-$ Preisgeld und einem Lächeln.
Was für ein Comeback. Ryutaro Suzuki, 25 Jahre jung und einer der bekanntesten Mixed-Game-Spezialisten Japans, hat das Debüt-Event $3.000 T.O.R.S.E. bei der WSOP 2025 gewonnen. Das erstmals ausgetragene T.O.R.S.E.-Format ist eine Variante von H.O.R.S.E., bei der Limit Hold’em durch 2-7 Triple Draw ersetzt wird.

Nach einem langen Sommer voller „bricked Events“ konnte Suzuki das letzte Turnier seiner Serie mit dem Sieg und 273.386 US-$ (ca. 235.111 €) Preisgeld abschließen. In einem kräftezehrenden Endspurt setzte er sich gegen Toby Lewis durch.
Für Suzuki war es der zweite Bracelet-Gewinn nach dem Erfolg im 3.000 US-$ Nine-Game-Mix 2023. Im Interview sprach er von einem emotionalen Moment und einem lang ersehnten Ziel: „Ich bin einfach nur glücklich. Das war das letzte Event und ich habe es geschafft.“
Ein wilder Ritt bis zum Schluss
Der dritte und letzte Turniertag begann mit 16 verbliebenen Spielern, viele davon waren bekannte Mixed-Game-Größen wie Josh Arieh, John Monnette, James Obst und David Prociak. Doch das Feld lichtete sich schnell. Prociak, der als Chipleader gestartet war, verlor entscheidende Pots gegen Suzuki, unter anderem in Razz, und schied noch vor dem Finaltisch aus.
Am Final Table dominierte Suzuki zunächst das Geschehen mit einem klaren Chiplead. Toby Lewis meldete sich aber mit einem starken Lauf zurück, eliminierte Lucas Johnson, Sterling Lopez und baute seinen Stack im Three-Handed-Play massiv aus. Zwischenzeitlich schien Suzuki kurz davor zu sein, auszuscheiden, konnte sich aber mehrfach retten, unter anderem mit einem wichtigen Double-Up gegen Koji Fujimoto.
Spannendes Heads-up gegen Lewis
Im Heads-up gegen Lewis entwickelte sich ein nervenaufreibender Kampf über mehrere Levels. Suzuki fiel immer wieder zurück, kämpfte sich aber mit kleineren Gewinnen und klugem Spiel mehrfach wieder heran. Speziell in Triple Draw drehte der Japaner auf und übernahm schließlich die Führung. Lewis stemmte sich gegen das drohende Aus, musste aber in Razz alles riskieren – und verlor. Suzuki traf erneut das bessere Low und sicherte sich nach über 13 Stunden Spielzeit den Titel.
Nach Shiina Okamoto ist Suzuki erst der zweite japanische Spieler mit zwei WSOP-Bracelets. Seinen WSOP-Sommer beendet er mit einem Lächeln und der Hoffnung, künftig in einer Liga mit Namen wie Negreanu oder Hellmuth genannt zu werden.
Platz
Spieler
Land
Preisgeld (in US-$)
Preisgeld (ca. €)
1
Ryutaro Suzuki
Japan
273.386 US-$
235.111 €
2
Toby Lewis
Großbritannien
178.427 US-$
153.446 €
3
Koji Fujimoto
Japan
119.108 US-$
102.423 €
4
Matthew Rosen
USA
81.357 US-$
69.967 €
5
Dave Stann
USA
56.892 US-$
48.926 €
6
Sterling Lopez
USA
40.753 US-$
35.047 €
7
Lucas Johnson
USA
29.921 US-$
25.734 €