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Pokerprofi verliert geliebten Hund an falsche „Trainerin“

  • Tragödie im Pokerumfeld: Bart Hanson verliert seinen French Bulldog Charlie an eine betrügerische Hundetrainerin.
  • Bewährungsstrafe statt Gefängnis: Josephine Ragland wird wegen Tierquälerei verurteilt, bleibt aber auf freiem Fuß.
  • Weitere Fälle: Die Trainerin steht in mehreren US-Bundesstaaten wegen ähnlicher Vorwürfe unter Anklage.

Der Tod des französischen Bulldoggen-Rüden Charlie erschütterte 2023 die Poker-Community. Der US-amerikanische Pokerprofi Bart Hanson hatte damals die vermeintliche Hundetrainerin Josephine Ragland damit beauftragt, Charlie einige Grundkommandos beizubringen. 

Eine französische Bulldogge.
Hansons Französische Bulldogge war nicht das einzige Opfer der vermeintlichen Trainerin.

 

Stattdessen endete der Aufenthalt in einer Tragödie. Charlie starb nach nur wenigen Tagen, vermutlich an Hitzschlag und Dehydrierung, weil er in einer Kiste ohne Wasser zurückgelassen worden war.

Obwohl Charlie bereits tot war, schickte Ragland der Familie weiterhin Fotos und Videos des zuvor noch lebenden Hundes, um ein normal ablaufendes Training vorzutäuschen. Als der Rückgabetermin näher rückte, behauptete sie, ihr Auto sei liegengeblieben und Charlie sei entwischt, von einem Auto erfasst und anschließend von ihr im eigenen Garten beerdigt worden. Ermittler fanden den Hund jedoch im weit entfernten Norwich, wo sein Leichnam von Raglands Mutter Jacqueline Witt entsorgt wurde.

Gericht verschont Ragland vor Haft

Vor dem Gericht in Middletown, Connecticut, bekannte sich Ragland Ende August 2025 in zwei Fällen von Tierquälerei schuldig. Das Urteil lautete zwei Jahre auf Bewährung, ergänzt durch Auflagen wie ein Berufsverbot im Bereich Tierbetreuung und psychologische Hilfe. Sollte sie gegen die Regeln verstoßen, drohen bis zu 22 Monate Haft. Ihre Mutter Witt akzeptierte ebenfalls einen Deal und wurde wegen drei Fällen von Tierquälerei verurteilt.

Charlies Tod war derweil kein Einzelfall. Ragland steht in Verbindung mit ähnlichen Vorfällen in Massachusetts und Kalifornien. Dort soll sie einen Deutschen Schäferhund durch ein fremdes Tier ersetzt und anschließend behauptet haben, der Hund sei bei einem angeblichen Unfall ums Leben gekommen. In Connecticut fanden Ermittler zudem weitere verwahrloste Hunde in ihrem Umfeld.

Für Bart Hanson war das Urteil bittersüß. Fast zwei Jahre nach Charlies Tod schrieb er auf X (ehemals Twitter), dass er nun zumindest einen Abschluss gefunden habe. „Heute bringt mir die Verurteilung von Josephine Ragland etwas Frieden. Ruhe in Frieden, Charlie.“

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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