Am Montag geht im King’s Resort Rozvadov das fünfte Event der diesjährigen World Series of Poker Europe in die entscheidende Phase. Beim €1.350 Mini Main Event stehen nach intensiven Turniertagen nur noch drei Spieler zwischen dem Titel und einer Siegprämie von €226.850.
Großes Teilnehmerfeld, klare Favoriten
1.293 Teilnehmer hatten sich für das Event registriert und sorgten damit für einen Preispool von €1.518.628. Nach dem zweiten Spieltag blieben noch 23 Spieler übrig, die sich am Finaltag um 13 Uhr Ortszeit wieder an die Tische setzten. Inzwischen steht das Feld nur noch bei drei Finalisten, wobei bereits €112.450 für den Drittplatzierten garantiert sind.
An der Spitze des Chipcounts hatte sich zu Beginn des dritten Tages der Tscheche Vlastimil Pustina positioniert. Ihm gelang es im Verlauf des Vortags, unter anderem den bis dahin führenden Rene Majed aus dem Turnier zu nehmen. Pustina ging mit 13 Millionen Chips (entspricht 65 Big Blinds bei einem Blindlevel von 400.000/800.000/800.000) in den Finaltag.
Knapp dahinter folgten der Israeli Gal Naim mit 11,575 Millionen sowie der Schweizer Salih Atac mit 10,175 Millionen Chips. Ebenfalls in den Top Fünf vertreten waren Dan Sfarlea aus Rumänien (9,575.000) und Daniel Elhaiany aus Israel (9,175.000). Die Dichte an spielstarken Teilnehmern in den vorderen Rängen versprach bereits vor Beginn des Finaltags ein spannungsgeladenes Turnierfinale.
Internationale Beteiligung im Endspurt
Neben den Top-Favoriten schafften es zahlreiche weitere bekannte Namen aus ganz Europa in die Geldränge und an den Finaltag. So waren etwa Alkiviadis Stamatis (Griechenland), Besnik Aruqi (Kosovo), Yuhan Wang (China) sowie Francesco Zappala und Roberto Manfredi aus der Schweiz bzw. Italien mit dabei. Auch Emad Zarghami, der sich an Tag 1a den Chiplead sichern konnte, blieb mit einem Stack von 2.875.000 Chips im Rennen.
Die Dominanz etablierter Profis wurde auch beim Blick auf die weiteren Finalteilnehmer deutlich: Christophe Vincent (Frankreich), Patrick White und Calin Ciolte (jeweils 3,350.000), Dimitrios Michailidis (3,075.000) sowie Hicham Aouraghe (3.050.000) hielten sich alle über der kritischen Schwelle von unter 10 Big Blinds. Dennoch befanden sich etliche Spieler zum Start des dritten Tages bereits im unteren Stackbereich. Jakub Sterba, Andrei Spataru und Eusebiu Jalba starteten jeweils mit rund 2,4 Millionen Chips – bei hohem Blindniveau hatte selbst dieses Polster noch Potenzial zu einem Comeback.
Preisgelder und Ticket-Boni für die Top-Platzierungen
Für alle 23 verbliebenen Spieler war eine Auszahlung von mindestens €7.250 gesichert. Wer es unter die letzten zwölf schaffte, durfte sich zusätzlich über ein Ticket in Höhe von €10.350 für das WSOPE Main Event freuen, das bereits in die Preisgelder eingeplant ist.
Spannend wurde es vor allem im oberen Preisbereich. Ein Platz am Finaltisch bedeutete einen Minimalgewinn von €27.750. Wer es schließlich bis ganz nach oben schafft, darf sich nicht nur über den sechsstelligen Hauptpreis freuen, sondern erhält auch eines der begehrten goldenen WSOPE-Bracelets.
Mit dem Ausgang in Rozvadov wird daher nicht nur ein satte Siegprämie vergeben – der Gewinner des Mini Main Events reiht sich auch in die Liste der Bracelet-Gewinner der World Series of Poker ein. Die Entscheidung fällt noch im Verlauf des Tages.
