Bei der Rückkehr der RunGood Poker Series (RGPS) nach New Orleans zum ersten Mal seit 2015 setzte sich Jeremy Gaubert im $800 Main Event durch. Der Pokerveteran aus Louisiana behauptete sich gegen ein Teilnehmerfeld von 307 Entries und ging mit einem Preisgeld von 45.897 US-Dollar sowie seinem ersten RunGood-Ring aus dem Event hervor.
Erfolgreiches Comeback auf vertrautem Terrain
Für Gaubert war es der dritte Cash bei einem RGPS-Turnier, doch dieses Mal machte er alles klar. „Ich habe mich gut gefühlt“, äußerte er sich gegenüber PokerNews nach seinem Triumph. „Vor drei Wochen wurde ich in Coushatta Zweiter, verlor im Heads-Up nach einem Bad Beat. Dieses Mal zu gewinnen, fühlt sich richtig gut an.“
Der langjährige Live-Spieler aus dem Süden der USA kam zwei Tage vor Turnierbeginn in die Stadt, bestritt zunächst ein PLO-Event und stieg dann ins Main Event ein. In der Community der Onlinepokerspieler ist Gaubert unter dem Alias „Chemist83“ bekannt – ein Name, den viele noch aus der Zeit vor dem Black Friday kennen. Aus gesundheitlichen Gründen begann seine Pokerkarriere während des Studiums am Computer. Seit 2005 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Spiel, wobei der Wechsel von Online- zu Livepoker für ihn nach der Online-Regulierung unausweichlich wurde.
Der Turnierverlauf am Finaltag
Nach den drei Starttagen kehrten am zweiten Turniertag noch 36 Spieler an die Tische zurück, alle bereits im Geld. Gaubert startete mit dem fünftgrößten Stack und übernahm im Verlauf des Tages zunächst die Führung. Während er bis zur letzten Phase kaum Gegenwehr spürte, geriet er am Finaltisch zwischenzeitlich ins Hintertreffen.
Insbesondere Ronald Inman konnte sich zu Beginn der entscheidenden Runde als ernsthafter Konkurrent etablieren. Mit nur noch 20 Big Blinds war Gaubert zeitweise Shortstack, schaffte jedoch das Comeback, nachdem er mit einem geturnten Set Könige gegen Inmans Two Pair antrat und diesen später in einem weiteren All-in eliminierte.
Charles Bartlett verabschiedete sich als Vierter, ehe eine Schlüsselhand gegen Brian Senie das Blatt endgültig zu Gunsten Gauberts wendete. In einer Blind-vs-Blind-Situation verteidigte Gaubert mit Ass-Vier den Big Blind, traf das Toppaar und callte Flop sowie Turn. Am River schob Senie all-in, was Gaubert zu einem tiefgehenden Abwägen zwang. Er schilderte seine Gedanken in der Situation: „Sein Range war ziemlich polarisiert. Entweder eine sehr starke Hand oder ich bin vorn. Ich habe es einfach reingestellt.“
Der Hero Call erwies sich als richtig – Senie schied als Dritter aus – was Gaubert eine komfortable 6:1-Führung im Heads-Up gegen Zackary Poll einbrachte. Obwohl Poll einige kleinere Pots für sich entscheiden konnte, ließ Gaubert letztlich nichts mehr anbrennen und gewann das Duell nach einem preflop All-in mit Ass-Acht, das sich mit einem Full House auf dem River veredelte.
Die Platzierungen am Finaltisch
- 1. Jeremy Gaubert – $45.897
- 2. Zackary Poll – $30.559
- 3. Brian Senie – $22.343
- 4. Charles Bartlett – $16.547
- 5. Ronald Inman – $12.431
- 6. Chris Audrain – $9.476
- 7. Michael Chilton – $7.331
- 8. Dee Wampler – $5.757
- 9. Frank Alpandinar – $4.590
Mit dem Sieg in New Orleans knüpft Gaubert an seine Erfolge als erfahrener Turnierspieler an und zeigt, dass auch nach vielen Jahren im Circuit neue Meilensteine möglich sind. Der erste RunGood-Ring dürfte für ihn dabei insbesondere wegen der langen Historie in der Region eine besondere Bedeutung haben.
