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NBA trotzt dem Poker-Skandal: TV-Quoten erreichen Rekordniveau

  • Quotenrekord: 2,8 Millionen Zuschauer zum NBA-Saisonstart
  • Skandalresistenz: Illegale Pokerrunden haben keine negativen Auswirkungen auf das Zuschauerinteresse
  • Mehr Reichweite: Neuer Medienvertrag sorgt für breitere Verfügbarkeit und verstärktes Wachstum

Die NBA sieht sich mit einer Welle von Schlagzeilen konfrontiert, wie sie brisanter kaum sein könnten: illegale Pokerrunden, prominente Namen, sogar Hinweise auf Spielmanipulationen. Und doch scheinen die Skandale der Begeisterung für den Profibasketball keinen Abbruch zu tun. Ganz im Gegenteil.

NBA Arena
Die NBA-Fans scheint der Skandal nicht zu stören.

 

Zum Start der Saison 2025/2026 vermeldet die Liga beeindruckende Zahlen: Durchschnittlich 2,8 Millionen Zuschauer verfolgten die Partien der ersten Woche live. Das entspricht einem Anstieg von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist der höchste Wert seit 2017.

Skandalträchtige Stars, rekordverdächtige Reichweite

Im Zentrum des Skandals stehen mehrere Persönlichkeiten aus der NBA, denen Beteiligung an illegalen, teils manipulierten Pokerrunden zur Last gelegt wird. Besonders Chauncey Billups, aktueller Head Coach der Portland Trail Blazers, soll tief verwickelt sein. Laut FBI-Dokumenten soll er 2019 aktiv an einem hochdotierten Pokerabend mitgewirkt haben, bei dem Partien gezielt zugunsten bestimmter Teilnehmer manipuliert wurden. Mit am Tisch saß damals auch NBA-Legende Kevin Garnett, der jedoch nicht unter Verdacht steht.

Ebenfalls angeklagt ist Terry Rozier, zuletzt bei den Miami Heat unter Vertrag. Ihm wird vorgeworfen, einem Sportwetter vorab interne Informationen über seinen geplanten Ausstieg aus einem Spiel zugespielt zu haben.

Bereits im August geriet Gilbert Arenas, früherer Star der Washington Wizards, ins Visier der Behörden. Ihm wird die wiederholte Organisation illegaler Pokerrunden in seinem Anwesen in Los Angeles zur Last gelegt. 

Kurz vor Saisonstart wurde schließlich auch Tyrone Lue, Head Coach der LA Clippers, in dieselbe Ermittlungsakte aufgenommen, offenbar aufgrund enger Verbindungen zu den Billups-Runden.

Medienoffensive zahlt sich aus

Ein Grund ist vermutlich der neue Medienrechte-Deal, den die NBA zur Saison 2025/2026 abgeschlossen hat. Erstmals wurde das Rechtepaket nicht nur an traditionelle TV-Sender vergeben, sondern breit auf verschiedene Streaming-Dienste verteilt. Unter den Partnern sind Plattformen wie Amazon Prime Video, ESPN+, Hulu und Max Sports.

Die NBA verzichtet zudem auf sogenannte Blackout-Zonen, wodurch Spiele unabhängig vom Standort konsumiert werden können, live oder zeitversetzt. Auch das Angebot an Sprachen und interaktiven Zusatzfunktionen wurde erweitert.

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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