Ende November wurde der Poker-Profi Maurice Hawkins bei einer privaten Cash Game-Runde übelst vermöbelt. Der Vorfall schlug hohen Wellen in der Pokerszene und es ging anschließend gar nicht mehr darum, wie es zu der Schlägerei kam, sondern es kamen noch viel mehr Informationen rund um die Person Hawkins ans Licht.
Dass er kein unbeschriebenes Blatt war und regelmäßig Schulden nicht beglich, war in der Szene schon länger bekannt. Doch durch den aktuellen Vorfall meldeten sich plötzlich noch diverse weitere Gläubiger zu Wort und schilderten teils jahrealte Vorfälle bis ins Detail.
Eine von ihnen war Denise Pratt. Auch ihr schuldete Hawkins eine Menge Geld und nach heftigen öffentlichen Auseinandersetzungen war es irgendwann so weit, dass sogar ein Mediator eingeschaltet werden musste, um zwischen den beiden zu schlichten.
Diese Mediation scheint gefruchtet zu haben und zwischen Pratt und Hawkins kam es schließlich zu einer Einigung. Denise Pratt verzichtete aber offenbar auf einen Teil ihres Geldes.
Pokerikone „Jungleman“ Daniel Cates vermutet hierzu, dass sie diesen Schritt wahrscheinlich sowohl zu ihrem als auch zu Hawkins Schutz gemacht hat. Aber es ist natürlich auch zu denkbar, dass sie endlich Ruhe in die Angelegenheit bringen wollte. Beide Seiten waren massiven Hate-Wellen im Netz ausgesetzt und dürften sich einfach wieder etwas Normalität gewünscht haben.
Wenn man bedenkt, dass Maurice Hawkins mit 21 gewonnenen WSOP Circuit Ringen und über 7 Millionen Dollar an Live-Winnings Rekordhalter bei der WSOPC ist, wirkt die ganze Geschichte schon ziemlich verrückt und bitter zugleich.
Wir hoffen jedenfalls, dass mit dieser Einigung das Kapitel endlich abgeschlossen ist, Maurice Hawkins auch seine restlichen Schulden begleicht und in Zukunft nur noch mit positiven (Poker) Schlagzeilen von sich reden macht. Eines ist allerdings klar: Geld wird ihm in Zukunft wohl niemand mehr leihen.

