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Maurice Hawkins meldet Insolvenz an: 24 Goldringe, $7 Millionen Live-Winnings und trotzdem bankrott?

Ein echter Paukenschlag in der Poker-Welt machte gestern die Runde. Der bekannte Poker-Profi Maurice Hawkins, Gewinner von 24 WSOP-Circuit-Goldringen und knapp 7 Millionen US-Dollar an Live-Winnings, hat Insolvenz angemeldet.

Insolvenz in Florida beantragt

Laut Unterlagen, die unter anderem von den Kollegen von PokerNews eingesehen wurden, stellte Hawkins am 23. April 2026 über seinen Anwalt Michael A. Kaufman einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren beim zuständigen US-Insolvenzgericht im Süden Floridas (Aktenzeichen: 26-15116-EPK).

Der Hintergrund: Der Poker-Profi möchte sich offenbar von einer hohen sechsstelligen Schuldenlast bei über 20 Gläubigern befreien.


Rekord-Ringsieger – aber trotzdem pleite?

Besonders brisant in diesem Fall: Die Insolvenz kommt nur wenige Wochen nach weiteren großen Erfolgen. Beim WSOP Circuit Event in Elgin (Anfang April) sicherte sich Hawkins nicht nur seinen 24. Ring und baute den Ring-Rekord weiter aus, sondern auch ein Preisgeld von $17.419 Dollar.

Auch insgesamt lief es zuletzt eigentlich gut:

  • Bereits über $217.000 Dollar Turniergewinne im Jahr 2026
  • $741.937 Dollar im Jahr 2025
  • $853.068 Dollar im Jahr 2024

Trotz dieser Einnahmen reicht das Geld offenbar nicht aus, bzw. ist er nach wie vor nicht bereit oder in der Lage seine Schulden zu zahlen.


Hohe Schulden bei Poker-Kollegen

Hawkins schuldet unter anderem dem Poker-Spieler Randy Garcia eine sechsstellige Summe.

Noch vor wenigen Monaten hatte Hawkins öffentlich einer Rückzahlungsvereinbarung zugestimmt:

  • Monatliche Zahlung: $2.500 Dollar
  • Zielsumme: $30.000 Dollar

Das ursprüngliche Urteil eines Gerichts in Palm Beach County legte zwar $115.828 Dollar fest und obwohl Garcia ihm mit $30.000 Dollar schon sehr entgegenkam, zahlte Hawkins auch diesmal nicht.


Lohnpfändung nach Turniersieg

Richtig wach gerüttelt und wie sehr sich die Schlinge langsam zuzieht, bemerkte Hawkins dann bei seinem Turniergewinn in Tunica. Laut Informationen aus Tunica gewann Hawkins hier kürzlich ein Turnier und durfte das Preisgeld jedoch angeblich nicht behalten.

Der Grund: Eine laufende Lohnpfändung.

Nur einen Tag später stellte der Fuchs dann direkt der Insolvenzantrag.


Taktik oder Notlage?

In der Poker-Community wird nun natürlich heiß diskutiert, ob es sich bei der Insolvenz um eine strategische Entscheidung handelt oder Hawkins wirklich fast broke ist. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass Hawkins damit versucht, zukünftige Pfändungen zu umgehen und finanziell nicht komplett neu starten zu müssen.

Geld wird mit Sicherheit noch vorhanden sein, aber wenn er ein Ehrenmann wäre und seine Schulden – ohne Insolvenz – zurückzahlen würde, wäre er wahrscheinlich wirklich broke und das versucht er nun zu umgehen. Dementsprechend ist dieser Move extrem fragwürdig und natürlich noch bitterer für seine Gläubiger. Freunde wird er sich mit dieser Aktion auf Garantie nicht machen..

Fest steht: Der Fall sorgt für reichlich Gesprächsstoff und zeigt einmal mehr, wie nahbeieinander Erfolg und finanzielle Probleme im Poker-Business sein können.

    Rerinko

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