Stephan M. Kalhamer – der Coach

Stephan Kalhamer

Auch in seinen Kolumnen bei Pokerfirma.de beleuchtet er kritisch-ironisch einzelne Spielsituationen oder Turnierteilnahmen seiner Teamkollegen. Aber worin besteht der Reiz, andere zu coachen, statt selbst am Tisch Platz zu nehmen.

Schon zu Schulzeiten war Stephan eher ein kritischer Schüler. Als Leistungskurse Mathematik und Altgriechisch, war er schon immer sehr daran interessiert, wie sich etwas Komplexes zusammensetzt. Ein typischer Satz von ihm sagt schon einiges über seine Denkschemata: „Es erleichtert, heute Aussagen über das Morgen zu treffen.“

Von den Gebirgsjägern ging es an die Regensburger Uni zum Mathematik-Studium. Als Consultant in den Branchen Reinsurance und Automotive verdiente er sein Geld, bis er sich dem Pokerspiel zuwandte. „Stephan M. Kalhamer’s Texas Hold’em Poker“ war das erste deutschsprachige Pokerbuch. Seitdem ist einige Zeit vergangen und Stephan hat zahlreiche englische Standardwerke der Pokerliteratur übersetzt. Auch bei deutschsprachigen Projekten wie „Pokermatrix“ arbeitete er mit.

Sicherlich ist Stephan auch Pokerspieler. Sein Leben hat er aber mehr dem Coaching verschrieben. So hat er in Regensburg aus das „Gambling-Institute“ und hält Pokerseminare. Sein analytisches Denken und die berufliche Erfahrung aus der Unternehmensberatung stellen eine gute Kombination darf. Es sind nicht die einzelnen Entscheidungen beim Pokerspiel, auf die er sich konzentriert. Sondern viel mehr geht es um das Ganze. Und Fragen, die er sich stellt, stellt er auch seinen Schützlingen, wie z.B. „An welchen Orten spielst du zu welchen Einsätzen für wie lange? Was willst du damit erreichen?“. Das Pokerspiel besteht aus mehr als nur „check- raise – fold“ Und genau diese Zusammenhänge versucht Stephan M. Kalhamer zu vermitteln.

Hoffentlich hat er auch die richtige Mischung auch für die APAT European Championship eingepackt. Als Non-Playing Captain hat man doch auch sehr viel Verantwortung und zahlreiche Aufgaben. Briefing, Anfeuern, Motivieren – und dann natürlich entsprechend feiern. Das Trösten wird in Brighton hoffentlich nicht notwendig sein.


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