Kolumnen

Affentheater

Nein, ich saß nicht hinten im Transporter und habe Hafer gefuttert, während die Fliegen über meinem Kopf kreisten.  Da meine Freundin das Pferd ihrer Freundin ins schöne Steckenstein gebracht hatte, bot sie mir eine MItfahrgelegenheit. Am Vortag fuhr noch die kleine Tochter der angesprochenen Freundin mit, Resultat: das Auto eine Mischung aus einem Schwimmbad und einer unordentlichen Bäckerei. Man wusste nunmehr nicht einmal, ob vielleicht ein Sitzplatz im Hänger doch die intelligentere Wahl gewesen wäre.

Der Tag konnte also nur besser werden und so rief ich meinen guten Kollegen Max Bracht an, der mir doch glatt erzählte, er habe sich gerade einen Affen für seine neue Wohnung gekauft?!? „An diesem Punkt möchte ich kurz intervenieren und die Tierschützer darauf hinweisen, dass es sich hierbei nicht um einen echten Affen handelt und dass während der geschehenen Ereignisse keinem Tier etwas zu Leide getan wurde“. Wie sich herausstellte hatte er sich eine Affenstatue für sein Bad gegönnt…Immenhoff… große Kunst.

Für was nimmt man solche Strapazen auf sich? Des Rätsels Lösung: Sebastian „Luckbox“ Ruthenberg feierte seine Bracelet EPT Party.

Nun war ich in Hamburg angekommen. Der Tag war sowas von „tierisch“, vielleicht steppt ja noch der Bär auf Party und alle tanzen den Ententanz. Sicher ist auf jeden Fall: Ein Ticket für den Kölner Zoo hätte vollkommen ausgereicht.

86 Anrufe in 20 Minuten, rekordverdächtig. Majan, der Telefonterrorist, zitierte Max, Dj David, meine Freundin und mich zum Thailänder um die Ecke, damit wir uns eine solide Grundlage für den bevorstehenden Abschuss auf Sebastians Kosten schaffen konnten. Trotz massiver Verständigungsprobleme wurden alle satt und wir verließen nicht ganz planlos das Lokal unserer Wahl. Inmitten unseres Festmahles kamen unsere Spielermentalitäten zum Vorschein, als David damit anfing uns zum „Ditschen“ herauszufordern. Pling, Pling. Eine Münze nach der anderen flog an die Bordsteinkante vor dem Restaurant. Jubelschreie und das Jaulen derjenigen, die es nicht geschafft hatten, waren in den Straßen zu hören. Resume 300€ im Plus… Jetzt fing der Abend an Spaß zu machen.

Endlich… der Geruch von Prostitution kroch einem schon von weitem in die Nase. Der Club „Moondoo“ Reeperbahn 136 unser finales Ziel. Am Eingang Stau wie auf der A1 an Urlaubstagen. Wofür hat man eigentlich Gästelisten erfunden?!? fragte ich mich. Nach unnötig langem Warten wurde endlich die Schleuse geöffnet und eine Flut an degenerierten Spielern durfte endlich Sebastians Million vertrinken. Bunte Lichter spiegelten sich auf den Schweißperlen der Anwesenden. Zu rhythmischem House ließen die Gäste ihrer Stimmung freien Lauf. Der Ausblick von der VIP Lounge…fabelhaft. Nach übermäßigem Konsum von Energydrinks in Kombination mit edlem Wodka waren jedoch alle Sinne getäuscht und das frohe Farbenspiel wurde zu einer lustigen Karussellfahrt. Mit einem neuen Hut: „Danke, Klaus Hausmann“, und zum Glück noch der gleichen Freundin verließ ich das „Moondoo“ mit der Hoffnung, dass dies nicht die letzte EPT Gewinn Party war.

Danke Hamburg, danke Sebastian.

Kläser over and out.


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