WSOP Events weltmeister

WSOP 2017 Main Event – Final 9 zahlen $7,6 Millionen Steuern

Beim $10.000 Main Event der World Series of Poker 2017 ging es um $67,88 Millionen an Preisgeldern. Der große Gewinner sind die Finanzämter. So müssen schon alleine die Finalisten $7,57 Millionen abdrücken.

Foto: WSOP

Die WSOP 2017 ist beendet und hat mit Scott Blumstein einen neuen Poker-Weltmeister gekürt. Wie jedes Jahr hat sich Russ Fox für Taxable Talk die Mühe gemacht und die Steuern der Main Event-Finalisten aufgeschlüsselt. Mögliche Staking-Deals wurden hierbei nicht berücksichtigt.

Der Sieger ist auch der große Verlierer. Main Event Champion Scott Blumstein muss von seinem Gewinn rund $3,84 Millionen an das Finanzamt in New Jersey zahlen. Dem frischgebackenen Bracelet-Gewinner bleiben aber immerhin noch $4,31 Millionen.

Runner-Up Dan Ott wird sich von rund $2,1 Millionen trennen müssen, hat jedoch als Bewohner von Pennsylvania noch einen der niedrigsten Steuersätze der amerikanischen Finalisten. Noch besser läuft es für Ben Lamb (Nevada), der sich nur von rund 40% der Gewinne trennen muss.

Den höchsten Steuersatz trifft Bryan Piccioli. Der in Kalifornien lebende Poker-Pro muss fast 53% an Steuern zahlen. Ebenfalls recht unglücklich ist die Situation für Damian Salas. Zwar muss man in Argentinien keine Glücksspielgewinne versteuern. Da das Land in Südamerika und die USA jedoch kein Abkommen haben, wird Salas vor Ort zur Kasse gebeten.

Ganz ohne Steuern kommen die zwei Briten John Hesp und Sinclair davon. Ebenfalls vom Finanzamt verschont bleiben Benjamin Pollak und Antoine Saout. Die beiden in London lebenden Franzosen dürfen ihren Gewinn komplett behalten. Der Wohnsitz lohnt sich, zu Hause hätten sie rund 48% Steuern gezahlt.

Final Table Payouts versteuert:

Spieler Preisgeld Steuern  Was bleibt
Scott Blumstein $8.150.000 $3.839.429 47,1% $4.310.571
Dan Ott $4.700.000 $2.099.806 44,7% $2.600.194
Benjamin Pollak $3.500.000 —  $3.500.000
John Hesp $2.600.000 —  $2.600.000
Antoine Saout $2.000.000 —  $2.000.000
Bryan Piccioli $1.675.000 $883.977 52,8% $791.023
Damian Salas $1.425.000 $427.500 30,0% $997.500
Jack Sinclair $1.200.000 —  $1.200.000
Ben Lamb $1.000.000 $402.483 40,2% $597.517
Summe $26.250.000 $7.566.241 28,8% $18.683.759

Event #73: $10,000 No-Limit Hold’em MAIN EVENT – World Championship

Buy-in: $10.000
Entries: 7.221
Preisgeld: $67.877.400
—> die kompletten Payouts

Main Event Berichte:

Tag 1: Tag 1A (Chip Counts) – Tag 1B (Chip Counts) – Tag 1C (Chip Counts)
Tag 2: Tag 2AB (Chip Counts) – Tag 2C (Chip Counts)
Tag 3 bis 7: Tag 3 (Chip Counts) – Tag 4 (Chip Counts) – Tag 5Tag 6Tag 7
Final Table: Tag 8Tag 9Tag 10
—> Main Event Final Table Profile
—> Main Event Final Table Vorschau

—> die WSOP 2017 Schedule
—> alle Ergebnisse der WSOP 2017
—> komplette Las Vegas Turnier-Action im Sommer 2017
Weitere Informationen gibt es auf: www.wsop.com


10 Comments
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Gerald69
4 Jahre zuvor

Die Flugzeugträger müssen schließlich finanziert werden

NeeNeinnonono
4 Jahre zuvor

Unter den Gesichtspunkten können icm deal Verhandlungen und Überlegungen viel umfangreichere Ausmasse annehmen. *facepalm*

123
4 Jahre zuvor

schon wahnsinnig, da braucht man einen rel. hohen roi um überhaupt break even zu spielen …
beim main event ist das ja eh noch möglich, aber bsp. beim 111k wo die besten spieler viellleicht mit einem roi von 20% kalkulieren können, ist das dann einfach nur noch -ev.
frage mich echt wie die amerikanischen pros das machen!?

Alfred E. Neumann
4 Jahre zuvor

Ja, darauf hätte ich auch so richtig Lust drauf. Wenn die Zecken aus dem Busch kriechen wirds einfach eklig.

KM
4 Jahre zuvor

Wieso sind es 40% bei Lamb? Dachte als Einwohner in Nevada zahlt man auch nur die 30% und sonst nix?!

Flic Flac
4 Jahre zuvor

Die Hälfte abgeben. Kann mir schon vorstellen das bei der Summe ein leichter Hass entsteht. Meine Sieg Freude wäre im Keller

name
4 Jahre zuvor

Heißt das eigentlich dann, dass ein ami der zb 40% abgeben muss, bei einem mincash von $15k noch immer mit minus aussteigt? o_O

kanahone
4 Jahre zuvor

Müssen Spieler aus Österreich oder Deutschland auch was abtreten?

Q
4 Jahre zuvor
Reply to  kanahone

Österreich nein!
Deutschland denke ich eig. Nein aber rechtlich nicht ganz klar?!

Mr. Wood
4 Jahre zuvor

in deutschland gilt derzeit „gesprochenes recht“ was bedeutet, ist dein poker regelmäßig, dann kein glücksspiel und somit geschicklichkeitsspiel, folge steuern ja. „regelmäßig“ ist da ebenfalls hirnrissig definiert denn >= zwei turniere im jahr = regelmäßig.

die amerikaner sind jedoch nicht blöd, und versteuern als einzelperson. sie treten den gewinn an eine rechtsanwaltskanzlei ab, in der sie selbst mandant sind. dort sind auch mehrere hundert andere poker pros mandant. das buy in für turniere zahlt man dann als mandant über diese unternehmung (buy in wurde dann hunderten teilhabern geleistet). und der gewinn wird dann offiziell aufgeteilt, so das der aufgeteilte einzelgewinn so klein ausfällt , dass dieser nicht oder nur marginal versteuert werden muss. man zahlt eine gebühr (vorher definiert) und kann im prinzip > 90% seines gewinns auch nach steuern behalten.