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46 Monate Haft: Poker-Profi Cory Zeidman wegen Betrugs verurteilt

  • 46 Monate Haft: Pokerprofi Cory Zeidman muss wegen Betrugs an Sportwettern ins Gefängnis
  • 25 Millionen US-$ Schaden: Zeidman versprach „fixe Spiele“ und ruinierte Existenzen
  • WSOP-Sieger stürzt tief: Statt Ruhm bleibt nur ein Skandal und ein zerstörter Ruf

Der einst gefeierte WSOP-Bracelet-Gewinner Cory Zeidman wird bald für fast vier Jahre hinter Gittern sitzen. Der US-Pokerprofi aus Florida wurde wegen Verschwörung zum Betrug zu 46 Monaten Haft verurteilt. Damit ging das Urteil über die ursprünglich empfohlene Spanne von 33 bis 41 Monaten hinaus.

Corey Zeidman
Derzeit hat Zeidman eher wenig zu lachen.

 

Zeidman hatte zwischen 2004 und 2020 ein betrügerisches Netzwerk aufgebaut, das angeblich exklusive Informationen zu manipulierten Sportereignissen verkaufte. In Wirklichkeit waren die Tipps reine Fantasie. Die versprochenen „dirty referees“ und „fixen Matches“ existierten nicht.

25 Millionen US-Dollar Schaden durch Fake-Tipps

Die Masche war perfide: Über mehrere Firmen und unter verschiedenen Namen versprach Zeidmans Organisation „sichere Wetten“ auf Grundlage angeblich vertraulicher Informationen. Kunden, oft gutgläubige Rentner, wurden unter Druck gesetzt, hohe Summen zu investieren.

Laut Anklage nahm Zeidman auf diese Weise mehr als 25 Millionen US-Dollar ein, die er unter anderem für Luxusreisen, ein Millionenanwesen und Pokerturniere ausgab. Viele Opfer hätten ihre Altersvorsorge verloren, um Zeidmans Lügen zu finanzieren.

Geständnis sichert mildere Strafe

Anfangs wies Zeidman alle Vorwürfe empört zurück, doch im Dezember 2024 legte er ein Geständnis ab. Dieses sicherte ihm eine deutlich mildere Strafe. Ursprünglich drohten ihm bis zu 20 Jahre Haft. 

Neben der Gefängnisstrafe muss er nun auch rund 5,2 Millionen US-Dollar an seine Opfer zurückzahlen. Dass die Rückzahlung unterhalb des tatsächlichen Schadens liegt, dürfte viele Geschädigte aber enttäuschen.

Zeidman blickt laut Hendon Mob auf knapp 700.000 US-Dollar an Live-Turnier-Gewinnen zurück und gewann 2012 ein Bracelet bei der World Series of Poker. Jetzt wird sein Name wohl auf ewig mit dem Betrugsskandal verknüpft bleiben.

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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