Als Kopf der Berliner Pokerräuber wurde Mohamed „Momo“ Abou-C. wegen schweren Raubes zu sieben Jahren Haft verurteilt. Aber statt schwedischer Gardinen in Tegel gibt es für ihn den offenen Vollzug in Hakenfelde.
Was niemand für möglich gehalten hatte, versuchte Momo Abou-C. bei der EPT Berlin im Grand Hyatt 2010. Der Überfall auf die EPT gelang, die Flucht nicht. Innerhalb kürzester Zeit waren alle Täter gefasst. Was bis heute fehlt ist der Großteil der Beute von € 244.000.
Die Zeit, die Momo Abou-C. in der Untersuchungshaft verbracht hatte, sei ausreichend gewesen. Die zuständige Abteilung der Anstalt Moabit entschied, dass der Räuber in den offenen Vollzug nach Hakenfelde darf. Die Anstaltsleitung in Hakenfelde war da ganz anderer Meinung und überstellte ihn zurück nach Tegel.
Dagegen legte Momo Abou-C. Beschwerde ein und bekam Recht. Damit darf er wieder zurück in den offenen Vollzug. Das schlimme daran ist, dass wenn er sich unauffällig verhält, er schon innerhalb kürzester Zeit zum Freigänger werden könnte.
Das deutsche Rechtssystem zeigt sich wieder einmal von seiner besten Seite – Verurteilte Räuber lässt man frei herumlaufen und macht lieber Jagd auf Pokerspieler.