Seit über einem Jahr schon sind jene Personen, die den Überfall auf die PokerStars European Poker Tour (EPT) Berlin im Jahr 2010 verübt haben, in Haft. Aber jetzt erst bricht einer der beiden mutmaßlichen Drahtzieher das Schweigen und schiebt dabei die Schuld dem anderen in die Schuhe.
Mohammed Abou-C., auch „Momo“ genannt, hat bei der EPT mitgespielt und auch das Buy-in von € 5.300 bezahlt. Dass er an Tag 2 rausgeflogen ist, soll ihn ziemlich geärgert haben, so dass er am Abend laut darüber nachgedacht hat, sich durch den Überfall Geld zu beschaffen. In einer Kneipe soll er sich mit einem Kumpel darüber unterhalten haben, wie leicht es wäre, dem Geldboten die Scheine abzunehmen. Laut seiner Aussage habe er dies aber mehr dahergesagt als einen konkreten Plan entwickelt. Anders jedoch Ibrahim El-M. aka „Ibo“. Der soll aufmerksam zugehört haben und den Plan dann umgesetzt haben. Er soll es auch gewesen sein, der die vier angeheuert haben, die schließlich auch den Überall verübten. Die vier sind zu Haftstrafen von über drei Jahren verurteilt worden.
Momo brach nun das Schweigen über die Hintergründe und sieht sich als unschuldig. Er erwarte von seinem Kumpel Ibo, dass dieser nun endlich auch die Wahrheit sage, denn Momo selbst wisse auch nichts über den Verbleib des Geldes. Die € 244.000 sind bis heute verschwunden und es sieht so aus, als wäre Ibo tatsächlich der einzige, der Licht in die Sache bringen könnte. Ob dieser nun aber aufgrund der Aussage von Momo ebenfalls sein Schweigen bricht, bleibt abzuwarten.