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David Baazov: Online Poker-König mit 34

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Amaya kauft PokerStars und Full Tilt Poker, dies ist die große Geschichte im Jahr 2014. Nun hat das Forbes Magazine einen Artikel über David Baazov, dem Mann hinter Amaya und dem kuriosen Deal, veröffentlicht.

Die Online Poker-Welt verändert sich seit Jahren, dennoch muss der Aufkauf der Oldford Group Ltd als ein Meilenstein bezeichnet werden. Anfang dieses Jahres war Amaya noch eine kleine und recht unbedeutende Firma, nun ist es der größte an einer Börse gehandelte Glücksspielkonzern der Welt.

Nathan Vardi hat für Forbes ein Porträt über David Baazov geschrieben und erläutert, wie der junge Kanadier vom Schulabbrecher zum Selfmade Millionär wurde. Und wie er entgegen aller Erfolgschancen, Online Poker-Gigant PokerStars aufkaufte.

David Baazov wurde in Montreal geboren und wuchs als Sohn eines Bauarbeiters in bescheidenen Verhältnissen auf. Schulisch war Baazov zwar begabt, doch als 16-Jähriger warf er die akademische Karriere hin. Die Reaktion folgte prompt und seine urkonservativen Eltern setzten ihn vor die Tür.

Nach ein paar Wochen ohne festen Wohnsitz und einigen Nächten auf Parkbänken mietete er mit Hilfe seines Bruders einer Wohnung. Baazov erwirtschaftete sich etwas Kapital, als er Coupons vertrieb und startete wenig später seine erstes Geschäft, indem er Computer verkaufte. Zu dieser Zeit, hatte er sich auch wieder mit seinen Eltern versöhnt.

Die Karriere als Selbsständiger verlief zunächst zäh, doch dann landete Baazov einen großen Auftrag und belieferte die öffentlichen Bibliotheken Montreals. Lange hielt es ihn nicht in diesem Geschäftsfeld. Nachdem er einen zweiten Großauftrag abtreten musste, verkaufte der junge Kanadier seine Firma und stieg auf Software um.

Nach der Gründung Amayas ging es stetig bergauf. Der stets optimistische Baazov verfolgte ein Ziel, dass offenbar nur er selbst verstand. Sogar enge Kollegen verstanden nichts von seinen Plänen. Als er einem Mitarbeiter sagte, dass er PokerStars kaufen möchte, klärte ihn dieser über die geringen Chancen auf.

Es kostete Baazov viel Überzeugungskraft, um überhaupt ein Angebot an die Familie Scheinberg einzureichen. Die weltweite Veränderung des Online Poker-Marktes half sicherlich mit, doch als diese Hürde genommen war, folgte die bis dato größte Aufgabe für Baazov, denn es fehlte Geld, um den Mega Deal zu verwirklichen.

Bei seinem ersten Meeting mit Blackstone, einem möglichen Kreditgeber für die Übernahme, wurde der Unternehmer recht schnell abgewiesen und vor die Tür gesetzt. Doch auch hier ließ er nicht locker und überzeugte die andere Partei. Am Ende hatte Baazov alle Hebel in Bewegung gesetzt und trieb die $4,9 Milliarden auf, um  Oldford Group und damit Full Tilt Poker und PokerStars zu kaufen.

Nun ist David Baazov Chef des größten an der Börse gehandelten Glücksspielunternehmens. Seine Anteile an der Firma sind nach dem jüngsten Kursanstieg mehr als $800 Millionen wert. Ausruhen zählt nicht zu Baazovs Vorlieben und für das kommende Jahr gibt es viele Pläne, um Amaya auch auf anderen Märkten zu etablieren.

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