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Deutschland – GGL übernimmt die Regulierungsaufgaben

Eine neue Behörde, neue Lizenzen und ein Fahrplan für 2023. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ist nun die zentrale Leitstelle für das Spiel im Netz.

Seit dem 1. Januar 2023 ist die GGL für das Online-Glücksspielangebot in Deutschland verantwortlich. Die Behörde übernimmt die Aufgabe der einzelnen Bundesländer und ist zuständig für die Regulierung des Marktes.

Wir sind gut vorbereitet und arbeitsfähig. Mit der GGL bekommt Deutschland zum ersten Mal eine zentrale Aufsichts- und Vollzugsbehörde für das Glücksspiel im Internet” so Ronald Benter (GGL-Vorstand).

Alle eingereichten Lizenzanträge sind noch nicht abgearbeitet. Dass der Genehmigungsprozess so schleppend vorangeht, liegt nicht bei der Behörde. Bisher wurde jeder Antrag in erster Instanz abgewiesen, da nicht alle Auflagen beachtet wurden.

Benter erklärt die Problematik mit: “Oftmals scheitert es an einfachsten Voraussetzungen, zum Beispiel, wenn nur englischsprachige Spielanleitungen vorhanden sind. Hier erwarten wir eine bessere Abstimmung zwischen den Anbietern und Studios.

Immerhin gibt es auf der sogenannten White List mittlerweile 25 lizenzierte Anbieter für Automatenspiele und Poker. Es werden bald mehr hinzukommen, einige Betreiber haben nur noch nicht die Sicherheitsleistungen gezahlt.

Die Anträge der Pferde- und Sportwettenanbieter sind fast komplett abgearbeitete, allerdings sind noch nicht alle Wettmärkte überprüft. Bis Ende des Jahres sollen jedoch alle Antragsteller lizenziert sein.

Während die GGL erst seit dem Jahreswechsel das Ruder komplett übernommen hat, so führt die Behörde bereits seit letztem Juli den Kampf gegen illegales Glücksspiel an. Seither wurden rund 1.150 Websites überprüft, mehr als 60 Untersagungsverfahren gestartet.

Neben juristischen Verfahren greift die GGL auf Netzsperren sowie die Zusammenarbeit mit Finanzdienstleistern zurück. “Ein Großteil der Zahlungsdiensteanbieter zieht sich aus dem Geschäft mit unerlaubten Glücksspielanbietern zurück. Einzahlungen bei illegalen Glücksspielanbietern werden dadurch immer schwieriger bis unmöglich” so Benjamin Schwanke (GGL-Vorstand).


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