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EPT Wien – Ein Event der Superlative

„Der Sebastian Vettel ist einfach unglaublich und das darf man immer wieder schreiben, ohne zu schleimen“. Diese Aussage stimmt und ist gleichzeitig auch der Grund, warum ich diesen Artikel schreibe. Denn die PokerStars European Poker Tour (EPT) hat mit dem Event in der Wiener Hofburg neue Maßstäbe gesetzt und das muss man auch so schreiben.

Man – oder besser gesagt ich – finde immer etwas, was man bei einem Pokerturnier kritisieren kann. Seien es schlechte Dealer, schlechte Organisation, innovative Regelauslegungen oder was auch immer. Es gibt einfach kein perfektes Event, weil irgendwas geht immer schief. Die EPT Wien hat mich eines besseren belehrt. Vielleicht gab es Kleinigkeiten und Unstimmigkeiten, aber wenn, dann nur ganz im Verborgenen und so, dass es niemand bemerkt hat.

Warum die EPT Wien ein Event der Superlativen war?

1) Location: In der Hofburg zu spielen, das ist einfach grandios. Nicht nur weil das Gebäude an sich wunderschön ist und eine ganz eigene Atmosphäre vermittelt, sondern weil es auch ein Statement ist. Dort, wo über das Schicksal Österreichs zig-fach entschieden wurde, dort, wo große Persönlichkeiten ein und aus gehen, genau dort wurde erstmals gepokert. Die Außenwirkung ist einfach genial und es ist ein großer Schritt, das Image von Poker positiv zu beeinflussen.

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2) Organisation: An Tag 1B der Eureka Poker Tour fanden sich 965 Spieler ein. Das muss man mal gestemmt bekommen. Statt kilometerlanger Warteschlangen gab es aber nur kurze Verzögerungen und auch die nur unmittelbar vor Turnierbeginn. Das Event wurde pünktlich gestartet und jeder, der von der ersten Minute an spielen wollte, konnte das auch. Egal, ob bei der PS Live Card Registrierung, dem Security Check oder dem Turnier Check-in, es lief alles reibungslos wie bei einem Schweizer Uhrwerk. Präzisionsarbeit vom Feinsten.

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3) Tournament Staff: Turnierdirektor Thomas Lamatsch ist vielleicht nicht unter den fünf besten Turnierdirektoren im deutschsprachigen Raum, weltweit ist er es aber ganz sicher. Und das gilt für das gesamte Dealer/Floor Team der EPT. Sechs Turniere gleichzeitig abwickeln ist für dieses Team keine Herausforderung, es wirkt eher wie Routine und Alltag. Die Anspannung, ob denn wirklich alles klappt, ist kaum zu merken. Die Spieler bekommen ein perfektes Turnier serviert und dabei ist es egal, ob es das High Roller Event oder das Medienturnier ist. Jeder wird gleich behandelt und das auf höchstem Niveau. Die Dealerperformance war unglaublich. Sowohl vom EPT Dealerteam als auch von den CCC/Montesino Dealern. Selbst nach unzähligen Stunden Kartenausteilen gab es noch immer Leistung auf höchstem Niveau und das auch bei herausfordernden Varianten wie „Omaha High Low Double Board“. Mein persönliches Highlight  – Boards, die wie geometrisch vermessen ohne Nachbessern auf den Millimeter genau liegen. Schon lange nicht mehr in dieser hohen Frequenz gesehen.

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4) CCC Cooks: Das Kongresszentrum der Hofburg ist eine zu mietende Veranstaltungslocation und kein fixes Restaurant. Umso beeindruckender, was die CCC Cooks unter der Leitung von Alexander Augustin in den elf Tagen geboten haben. Von Coffee to go bis zum perfekten Steak gab es alles und das in ausgezeichneter Qualität. Einen besonderen Dank gibt es auch dafür, dass wir Presseleute bestens versorgt wurden. Die Kaffeemaschine war ebenso lebenserhaltend wie die exzellente Verköstigung in der Personalkantine. Ohne diese sensationelle Verpflegung hätten wir die Tage sicherlich nicht so gut hinter uns gebracht.

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Der Lohn für das perfekte Pokerevent waren zahlreiche Rekorde – größtes Eureka Main Event, größtes österreichisches EPT Main Event, größtes Eureka High Roller Event, größtes EPT High Roller Event und so weiter.

Es waren elf anstrengende Tage in der Hofburg, aber es war mit Abstand das beste Pokerfestival, an dem ich je teilgenommen habe. Trotz 74 Stufen zwischen Presseraum und Turniersaal. Und ich möchte diesen Artikel auch dazu nutzen, mich bei meinem Team zu bedanken – Robbie Quo und Christian Zetzsche für die schnellsten Live-Blog Updates, Sabine Hahlweg, Robert Werthan, Alex Müller und Max Selmair für die unzähligen SOSALive Videos und Martin Pott als bester Livestream Kommentator. Danke, dass Ihr alle mitgeholfen habt, die EPT Wien auch zum medialen Festival zu machen!

Und das sagten die Spieler:

Very good job #EPTVienna for what I think will become the best stop on tour! Great staff, classy room spacious and convenient. A gift! #fb

— Fabrice Soulier (@_Fabsoul_) March 23, 2014

Finished day1b of Eureka ME with 74500. So nice to play in the Hofburg palace. One of the best poker room ever. #EPTVienna

— Bertrand Grospellier (@elkypoker) March 20, 2014

Ich muss sagen: beeindruckend. Die @PokerStarsEPT Wien in der Hofburg. Geht beim Eingang los! #kaiserpoker pic.twitter.com/ZOn7qT0R0R

— Jan Heitmann (@JanHeitmann) March 19, 2014

 


6 Comments
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Chocopopz
6 Jahre zuvor

Turniere waren ohne Zweifel gut, das wäre auch komisch wenn nicht bei so einer alt eingedienten Truppe um Lamatsch, was mir nicht gefallen hat und weswegen ich auch nur die ersten 3 Tage gespielt habe waren die extremen Wartezeiten beim Cashgame, gerade bei Omaha 5/5 bzw 5/10 gab es Listen mit 20-25 Personen.

intusiastic
6 Jahre zuvor

Was ist eigentlich aus der Verleihung der Pokerfirma Awards geworden? Sollte die nicht während der EPT Wien stattfinden?

Alfred
6 Jahre zuvor

„Tournament Staff: Turnierdirektor Thomas Lamatsch ist vielleicht nicht unter den fünf besten Turnierdirektoren im deutschsprachigen Raum, weltweit ist er es aber ganz sicher.“

An diesen Satz mußt du nochmal ran Rosi…..

Admin
Pokerfirma Redaktion
6 Jahre zuvor

Nein, das passt schon….. insider 😉

@intusiastic
6 Jahre zuvor
guvy
6 Jahre zuvor

Auf den Thomas Lamatsch in dieser Nominierung zu „vergessen“, war bestimmt mit absicht. Er spielt eine viel höhere Liga als alle beteiligten 😉