- Platz 7 für Deutschland: Quirin Heinz und Felix Rabas brillieren beim WSOP-Tag-Team-Event und scheitern knapp vor dem Titel.
- Brasilianischer Sieg: Kerber und Patricio holen sich nach 14 Jahren Freundschaft ihr erstes WSOP-Bracelet.
- Nächster Anlauf: Heinz und Rabas planen bereits ihren Start beim WSOP-Main-Event.
Beim Event #65 der World Series of Poker 2025 war die Hoffnung auf einen Sieg aus deutscher Sicht lange berechtigt. Twitch-Streamer Quirin Heinz (32) und sein Partner Felix Rabas (23) spielten sich an die Spitze und hielten sich dort für eine ganze Weile. Nach dem zweiten Tag führten sie das Ranking an und galten als ernsthafte Anwärter auf das goldene WSOP-Armband. Und das, obwohl Heinz den Großteil des Turniers allein bestreiten musste, da Rabas zeitgleich in einem anderen Event im Rennen war.

Bitteres Aus am Finaltisch
Zunächst lief alles nach Plan: Das Team Heinz/Rabas erreichte souverän den Finaltisch. Doch dann nahm das Turnier eine bittere Wendung. In einer Schlüsselhand ging Heinz mit A-K gegen David Sathue (A- J) All-In. Dann die böse Überraschung auf dem Flop: ein Bube, das bessere Paar für den Gegner. Kurz darauf erwischte es Rabas: Mit J-J pushte er gegen Sathue, der diesmal A-K hielt. Auf dem River fiel das Ass, das Aus war besiegelt. Platz 7. Ein starkes Resultat, aber ein schmerzhafter Abschluss nach einem so vielversprechenden Eventverlauf.
Brasilianischer Triumph nach 14 Jahren Freundschaft
Den Titel sicherten sich die Brasilianer Kelvin Kerber und Peter Patricio, die seit 14 Jahren enge Poker-Freunde sind. Ihr Sieg war das Ergebnis eingespielter Zusammenarbeit, cleverem Tagging und gegenseitigem Vertrauen. Besonders Kerber glänzte in der Schlussphase: Er eliminierte mehrere Teams, darunter auch das von David Sathue, mit einer stark gespielten Straße.
Im Heads-Up gegen das französische Team Boujmala/Mahmouki reichten zwei Hände: Kerber traf Jack-Trips, nachdem Mahmouki sein Top-Pair aus zwei Königen am Flop überschätzte und in den River-Shove lief. Ein emotionaler Moment für das brasilianische Duo, das sich über 184.780 US-$ (ca. 157.063 €) freuen durfte.
Heinz bleibt optimistisch
Trotz des verpassten Coups zeigte sich Heinz nach dem Turnier gefasst: „In den entscheidenden Händen hat uns einfach das Glück verlassen, aber wir sind sehr stolz auf unseren Lauf.“ Für Heinz und Rabas geht es nun mit neuem Schwung ins 10.000-US-Dollar-Main-Event.
Die Ergebnisse:
Platz
Spieler
Land
Preisgeld (US-$)
Preisgeld (ca. €)
1
Kelvin Kerber – Peter Patricio
Brasilien
184.780 US-$
157.063 €
2
Samy Boujmala – Hicham Mahmouki
Frankreich
123.102 US-$
104.637 €
3
Steven Mccartney – Dominic Coombe
USA
88.015 US-$
74.813 €
4
Michael Lancaster – Derek Stark
USA
63.750 US-$
54.188 €
5
Conor Hannan – David Sathue
USA
46.784 US-$
39.766 €
6
Kyeongrim Shin – Hyomo Kang
Südkorea
34.793 US-$
29.574 €
7
Quirin Heinz – Felix Rabas
Deutschland
26.227 US-$
22.293 €
8
Angela Jordison – Maxwell Young
USA
20.042 US-$
17.036 €
9
Feng Qian – Zhou Lin
China
15.529 US-$
13.200 €