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Freier Bargeldverkehr in der EU? Von wegen!

Zum zweiten Mal schon hat Full Tilt Pro Markus Lehmann unliebsame Bekanntschaft mit den Zollbehörden gemacht, dieses Mal in Madrid am Flughafen bei der Heimreise vom EPT Grand Final. Sein fünfter Platz beim PLO Highroller Event ist ihm zum Verhängnis geworden, denn der Zoll nahm ihm seinen Gewinn unrechtmäßig ab.

Die Reisebestimmungen innerhalb der EU sehen bei Geldbeträgen über € 10.000 eine Auskunfts- aber keine Deklarationspflicht. Das heißt, dass man dem Zoll zwar Auskunft geben muss, wenn man gefragt wird, muss man Auskunft über die Herkunft des mitgeführten Bargeldes geben, aber man muss nicht von sich aus beim Zoll deklarieren, dass man mehr als diese € 10.000 mitführt. (siehe Link). Werden EU-Grenzen überschritten, dann ist die Deklaration selbstverständlich, aber Deutschland – Spanien nonstop ist bekanntlich innerhalb der EU.

Nun war es aber so, dass Markus Lehmann von den Zollbeamten am Madrider Flughafen kontrolliert wurde und die kein Verständnis dafür hatten, warum er denn so viel Bargeld mit sich führe. Weder die Auszahlungsbestätigung vom Casino Madrid, noch eine Bankbestätigung von seiner eigenen Bank konnten die Zollbeamten überzeugen, auch der Anruf der Deutschen Botschaft beim Zollamt konnte nicht verhindern, dass er das Geld abgeben musste. Schon zum zweiten Mal ist ihm das passiert und so wie schon beim ersten Mal ist die Geldabnahme nicht zu Recht erfolgt und er wird sein Geld wiederbekommen.

Für die Zukunft jedoch hat er sich vorgenommen, alles über € 10.000 beim Zoll zu deklarieren, auch innerhalb der EU. Damit ist nämlich jeder Vorwurf, man wolle etwas verheimlichen, entkräftet und die Zollbeamten können nicht mehr tun, als zur Kenntnis nehmen, dass hier ein EU-Bürger innerhalb der EU mit mehr Bargeld herumreist.

Den Rat, größere Bargeldsummen beim Zoll freiwillig zu deklarieren, sollten Spieler auf jeden Fall annehmen, denn der Weg, das Geld dann vom Zoll zurückzubekommen, ist ein umständlicher und vor allem nervender.


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thomas4932
9 Jahre zuvor

Für die Zukunft jedoch hat er sich vorgenommen, alles über € 10.000 beim Zoll zu deklarieren, auch innerhalb der EU.ja wenn er schon mal probleme hatte warum deklariert er das denn nicht und alles wäre ok;) da sagte mein opa immer PP lieber markus..

alex2345
9 Jahre zuvor

@ thomas
Er hatte die Probleme beim ersten Mal nicht innerhalb der EU und dachte wohl dass man das nur bei Reisen aus der EU deklarieren sollte.

pokerdepp
9 Jahre zuvor

Lehmann hat die aus seiner Sicht geringe Summe vermutlich völlig vergessen. Würde ich keinem glauben, ihm aber immer.

Procter
9 Jahre zuvor

Ob er die Summe vergessen hat oder nicht,es ist nicht MLs Fehler.
Dumme, ignorante, unwissende Behörden und ähnliche staatliche Segnungen mißachten häufig massiv Gesetze,sei es aus Unwissen oder aus reiner Lust die Menschen zu ärgern.
Der Bargeldverkehr ist glasklar geregelt.ML hat keinen Fehler gemacht und auf Anfrage seine Barschaft angegeben.
Er konnte Herkunft und Verwendungszweck(wen geht das eigentlich was an, was ich mit dem Geld vorhabe)belegen,und TROTZDEM wurde das Geld beschlagnahmt.
Ich finde diesen Vorgang skandalös,und selbige Probleme an Flughäfen und Grenzen sind keine Ausnahme.Zumal in Madrid jede Menge deutsche Spieler waren,die (wie ich) nur durch Zufall nicht kontrolliert wurden,auch wenn ich bei Ausreisen eigentlich keine Kontrollen erwarte.
Pokerfirma sollte an dieser Sache dran bleiben,vielleicht ist den spanischen Zollbehörden mit etwas Publicity auf die Sprünge zu helfen,den Madrid legt extrem viel wert auf ein sauberes,sicheres Image ,um die Region touristisch zu fördern.
So jedenfalls ziehen sie keine wohlhabenden Golfspieler und Casinozocker an Land.

furioso44
9 Jahre zuvor

Das ist Spanien, auch bei Geschäftsendungen hängen die Pakete immer am Zoll für 2 Wochen, da die tollen Zollbeamten kein Wort Englisch oder Deutsch wollen können. Ein komisches Beamten-Völklein dort unten…