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Griechenland auf Lizenz-Abwegen

Poker ist in Griechenland ohnehin ein spezielles Thema. Nicht ohne Grund findet die Greek Poker Tour im Concord Card Casino Wien statt. In Zukunft soll aber Online-Gaming erlaubt werden – allerdings unter den mittlerweile bekannten Auflagen wie in Italien oder Frankreich.

Wie die Greek Poker Tour immer wieder zeigt, sind die Griechen ein äußerst spielfreudiges Volk. Zahlreiche Online-Anbieter spielen Satellites und bringen alle paar Monate unzählige Griechen nach Wien. An den Tagen der GPT herrscht im Concord Ausnahmezustand, frei nach dem Motto „Wehe wenn sie losgelassen.“ Ein Gesetzesentwurf sieht nun vor, dass ausländische Online-Anbieter von Poker, Sportwetten oder sonstigen Casinospielen blockiert werden sollen. Das heißt nicht, dass nun gar nicht mehr gespielt werden darf, sondern die Anbieter müssen sich um eine griechische Domain kümmern und ihre Server auch im Land positionieren.

Der Grund für diese Maßnahme liegt auf der Hand. Das finanzielle Dilemma, in dem Griechenland steckt, zwingt die Regierung, jeden Steuer-Cent zu krallen, den man nur erwischen kann. Online-Gaming ist da bekanntlich eine gute Einnahmequelle. Aktuell geht man davon aus, dass die Griechen jährlich rund fünf Milliarden Euro im Online-Gaming umsetzen und entsprechend hoch wären auch die Steuereinnahmen. Genau diese will man nun haben und damit rechnen viele mit einer baldigen Beschlussfassung des neuen Gesetzes.

Griechenland ist damit ein weiterer EU-Staat, der Online-Gaming via Lizenzvergaben legalisiert, damit aber auch vom world wide web isoliert. Bleibt eigentlich nur abzuwarten, ob man in Deutschland auch noch diesen Weg wählt.


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