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International Poker Open (IPO) in Dublin

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Am letzten Wochenende war es endlich wieder soweit und die International Poker Open (IPO) stand auf dem Programm. Als bekennender Dublin Fan hatte ich mich natürlich sowohl auf das Turnier als auch Dublin an sich gefreut.

Von Dublin bekam ich allerdings nicht viel zu sehen – leider nicht weil ich solange im Turnier spielte sondern mehr weil das Wetter diesmal eben nicht mitspielte. Letztlich passte das verregnete Wochenende (die Überschwemmung die durch die Presse gingen kamen glücklicherweise erst nach meiner Abreise) aber zu meinem eigenen Spiel. Dazu gleich mehr.

Natürlich war auch die IPO wieder auf Rekordjagd und es galt die eben erst bei der GUKPT Goliath erreichte Teilnehmerzahl von 1.765 Spielern zu übertreffen. Technisch hatte man dafür vorgesorgt und wollte bis zu 2.000 Spieler an zwei Tagen an die Tische bitten. Leider wurde der Rekord aber diesmal verpasst und man blieb mit 1.388 Teilnehmern dann doch etwas hinter den Erwartungen zurück.

Trotzdem bedeutete das bei einem Buy-In von €200+25 einen Preispool von €277.600. Dafür gab es 15.000 Startchips und Levelzeiten von 40 Minuten. Im Regency Hotel (das auch in den letzten beiden Jahren als Austragungsort zur Verfügung stand) wurden dabei neben dem Hauptsaal auch noch zwei Seitenräume genutzt um alle Spieler unterzubringen. Es wurde 10-handed gespielt und dafür waren manche Tische in den Seitenräumen doch fast ein wenig klein. Da diese aber auch zuerst aufgelöst wurden ließ sich diese kleine Unannehmlichkeit jedoch gut verschmerzen.

Mein Turnier startete an Tag 1B in genau einem der Seitenräume und am Anfang sah auch alles recht gut aus. Es ging langsam aber stetig bis auf knapp 24.000 Chips rauf als unser Tisch aufgelöst wurde. Am neuen Tisch ging es ähnlich weiter und ich konnte meinen Höchststand von 30.000 Chips erreichen während der Average bei knapp 20.000 lag. Leider wurde auch dieser Tisch kurze Zeit später aufgelöst und am dritten Tisch sollte dann gar nichts mehr klappen. Allerdings muss ich mir die erste Hand die schief ging auch selber zuschreiben. Zu lange und zu aggressiv drangeblieben und schon war mein Stack runter auf 20.000 Chips. Kurze Zeit später traf ich mit 88 auf ein fürchterliches Board mit T-J-K … und schon war recht schnell mit inzwischen nur noch 16.000 Chips aus einem ordentlichen Stack ein Smallstack geworden.

Nach dem Dinnerbreak ging es dann auch recht schnell … meine 99 wurde von AK gecallt und im Flop war dank eines Königs nach knappp 8 Stunden schon alles vorbei.

Besser erging es da Reinhard Schneiber aus Österreich an Tag 1A. Allerdings war es auch für in eine Achterbahnfahrt die seinen Stack irgendwann bis auf 6.000 nach unten drückte. Bis zum Ende des Spieltages konnte er sich dann aber auf rund 150.000 Chips hocharbeiten und landete auf Platz 25 im Chipcount für Tag 2.

Am 2. Tag wurde dann natürlich entsprechend hart um die 144 bezahlten Plätze gekämpft. Reinhard konnte sich lange im Spiel festbeißen und seinen Stack bis auf 250.000 Chips vergrößern. Trotzdem lief auch er irgendwann dem Average hinterher. Als die Geldränge dann schon lange erreicht waren rannte er sein Shortstack mit 66 in die Asse seines Gegners und musste auf einem trotz allem hervorragenden 27. Platz das Turnier verlassen. Immerhin konnte er damit ein Preisgeld von €1.555 mit nach Hause nehmen.

Mich freut das Ergebnis von Reinhard auch deswegen, weil er zusammen mit seinen beiden Brüdern (die diesmal leider keinen guten Tag erwischten) zu den deutschsprachigen Teilnehmer der ersten Stunde gehört und die IPO für Schneibers auch im 4. Jahr wieder ein fixer Termin in ihrem Pokerturnierkalender war.

Die letzten Neun lieferten sich dann bis in die späte Nacht einen verbissenen Kampf und nach 38 Stunden Gesamtspielzeit stand fest welche acht Spieler am 26. November zurückkehren um das Finale auszuspielen. Für Declan Leung – den Final Table Bubble Boy – gab es auf dem 9. Platz immerhin €5.030.

Im Finale stehen dagegen:

Name Herkunft Chips
Guy Webster England 5.025.000
Rik Snoeijink Niederlande 4.730.000
Daniel Watson England 2.240.000
Luke Martens Niederlande 2.150.000
Galaup Laurent Frankreich 1.935.000
Paul Purcell Irland 1.895.000
Rory Brown Irland 1.770.000
Mark O’Connor Irland 1.135.000

Die Finalisten haben bereits das Preisgeld für Platz 8 in Höhe von €7.700 bekommen. Damit geht es aber für den 1. Platz immernoch um weitere €43.650.

Der Finaltisch kann man am 26. November dann auch im Livestream bei www.boylepokerblog.com verfolgen. Der Livestream wird kommentiert und es werden auch die Hole-Cards gezeigt.

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