Es war ein langer Final Table, ehe Salvatore Bonavena als Sieger der PokerStars European Poker Tour (EPT) feststand. Er setzte sich im Heads-up gegen Landsmann Massimo Di Ciccone durch und holte sich € 774.000 an Preisgeld. Der letzte Deutsche Nasr El Nasr musste sich mit Platz 7 begnügen.
Als der Final Table kurz nach 13 Uhr im Prager Hilton begann, war Salvatore Bonavena Chipleader. Jener Salvatore Bonavena, der den dritten Tag der EPT als 32. und letzter im Chipcount mit nur 36.000 in Chips begonnen hatte.
Gleich in der zweiten Hand des Final Tables musste Raul Mestre gehen. Nach einem Raise von Fredrik Nygard pushte er, Nygard überlegte ein wenig, ehe er mit 







Andrew Chen konnte auf Kosten von Alexiou Konstantinos verdoppeln und gleich darauf auch noch einmal gegen Salvatore Bonavena. Auch Nasr El Nasr konnte mit 












Der Kanadier Chen dagegen konnte weiter Boden gutmachen und sich sogar auf Platz 2 im Chipcount hocharbeiten. Ein wenig eigenartig war eine Situation zwischen den beiden Italienern Bonavena und Cicco. Bonavena raiste (als Chipleader) auf 72.000, Cicco ging mit nur 212.000 all-in. Warum Bonavena dieses All-in nicht callte, verstanden wohl nur die Italiener. Dafür callte Bonavena mit 








Massimo Di Cicco fand bei seinem nächsten All-in Fredrik Nyberg als braven Sponsor und hatte wieder ein wenig Luft. Und es war Fredrik Nyberg, der als nächster gehen musste. Mit 



Chen war es auch, der Francesco Cirianni nach Hause schickte. Der Italiener hielt 



Andrew Chen war der beste Spieler am Tisch, baute weiter Druck und Chips auf. Doch zu früh war sein Lauf wieder vorbei. Mit 








Mit 



Andrew Chen versuchte immer wieder, Action zu bekommen, doch irgendwie war das Spiel sehr eintönig und zäh geworden. Als Chen es nach gefühlten 5 Stunden wieder einmal probierte, diesmal mit 







Damit saßen sich nun Massimo Di Cicco und Salvatore Bonavena im Heads-up gegenüber. Bonavena hielt 4.123.000 in Chips, Di Cicco gerade mal 1.574.000. Die italienischen Fans flippten völlig aus und Massimo Di Cicco erwachte plötzlich zu neuem Leben. Innert kürzester Zeit schaffte er es, die Führung zu übernehmen. Doch Bonavena schlug sofort zurück und kurze Zeit später kam es zur finalen Hand. Am Board :8h. 






Vielleicht waren es ja auch die Chips von Sebastian Ruthenberg, die ihm Glück gebracht haben. Ein sensationeller Lauf, der Salvatore Bonavena in Prag ereilte. Denn bei 32 Spielern Letzter im Chipcount zu sein und am nächsten Tag den Sieg zu feiern, das kommt nun auch nicht alle Tage vor.
Die EPT macht nur kurz Pause, denn bereits am 5. Januar 2009 geht es mit dem PokerStars Caribbean Adventure weiter.
| Platz | Name | Land | Preisgeld |
| 1 | Salvatore Bonavena | Italien | € 774.000 |
| 2 | Massimo Di Cicco | Italien | € 445.000 |
| 3 | Andrew Chen | Kanada | € 257.000 |
| 4 | Konstantinos Alexiou | Griechenland | € 199.000 |
| 5 | Francesco Cirianni | Italien | € 166.000 |
| 6 | Fredrik Nygard | Finnland | € 130.000 |
| 7 | Nasr El Nasr | Deutschland | € 99.500 |
| 8 | Raul Mestre | Spanien | € 71.800 |