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USA: Spiele-App Skillz auf über €5 Millionen verklagt

Zwei Spieler verloren auf Skillz fast $2 Millionen gegen vermeintliche Betrüger. Nun wird die Spieleplattform verklagt.

Die Klage wurde von Maurice „Mac“ VerStandig im Namen von Alyssa Ball und John Prignano in Nevada eingereicht. Der Anwalt wirft Skillz Inc Fahrlässigkeit, Falschdarstellung und Betrug vor. Insgesamt soll die Firma $5,9 Millionen zahlen.

Mit weltweit über 18 Millionen Usern und hunderten von Games ist Skillz eine massive Plattform. Die App erlaubt es Spielentwicklern ihre Games als eSports anzubieten. In Wettbewerben kann um Playmoney, aber auch um echtes Geld gespielt werden.

Skillz wurde 2012 gegründet und füllt zusammen mit Daily Fantasy Sports die durch den Black Friday entstandene Lücke im Angebot für US-Amerikaner. Skillz hat seinen Sitz in San Francisco, betreibt jedoch ein Büro in Nevada.

Dass um viel Geld gespielt wird, zeigt die Klage. Alyssa Ball aus Nevada soll bei 21 Blitz fast $650.000 an einen Spieler verloren haben, zudem kassierte Skillz ihre Bankroll von rund $28.000 ein. 21 Blitz ist ein Mix aus Blackjack und Solitaire.

Nachdem die 19-Jährige Lehrgeld gezahlt hatte, arbeitete sie sich die High Stakes hinauf und gehörte zu den Gewinnern. Ein Gegner manipulierte jedoch die App und Ball verlor Unsummen. Nach ihrer Beschwerde beim Support wurde der Spieler allerdings nicht gesperrt, sondern lediglich verwarnt.

Forderungen, dass Geld zurückzubekommen, wurden ignoriert. Als sich Alyssa Ball auf Social Media an CEO Andrew Paradise wandte, wurde ihr Account gesperrt. Ähnlich soll es sich bei John Prignano abgespielt haben.

Der Spieler aus Texas war ein erfolgreicher 21 Blitz High Roller, verlor jedoch gegen drei vermeintliche Betrüger $1,3 Millionen. Obendrein kassierte Skillz die Bankroll in Höhe von $286.000 ein.

Prignano gibt an, dass ihm zudem ein versprochener Bonus nicht ausgezahlt wurde. In einem VIP-Programm erspielte sich John Prignano genug Punkte, um diese in einen Porsche einzulösen. Skillz änderte jedoch die Bedingungen und hob die Zahl der erforderlichen Punkte mehrfach an.

VerStandig kommentierte mit: „Die Vorwürfe in diesem Fall erinnern daran, warum die Gesetzgeber in mehrerer Staaten sich dafür entschieden haben, Gaming zu einer so stark regulierten Branche zu machen, sowie an die potenziellen Schäden, die ohne eine solche Regulierungsaufsicht entstehen können“. Skillz gibt an, dass sowohl John Prignano als auch Alyssa Ball einem Betrügerring angehören. 


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