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Mein Kommentar zur Lage im Casino Hohensyburg

Deutschland ist um einen Pokerskandal reicher. Oder viel mehr hat es den Anschein, als wollten manche, dass Deutschland wieder mal einen handfesten Pokerskandal vorweisen kann. Denn ein bisschen an der Oberfläche gekratzt, ist gar nichts mehr so, wie es eigentlich zu sein scheint. Statt einem Schuldigen und einem Leidtragenden gibt es in der Causa Hohensyburg viel mehr Beteiligte, als es den Anschein hat.

Da hätten wir zunächst das Casino Hohensyburg oder besser gesagt die Turnierleitung. In der Job-Description wurde offenbar auf die Anforderung „rhetorisch begabt und versiert im Kundenumgang“ vergessen. Aussagen wie „Der Geldbeutel war in der Lade nach hinten gerutscht“ haben bei einem Turnier nichts zu suchen. Das Casino ist hier als Dienstleister und Verwalter des Preispools in Amt und Würden. Wie würde sich denn ein Herr Turnierleiter fühlen, wenn er die Bank seines Vertrauens aufsucht, um Geld von seinem Konto zu beheben und bekommt als Antwort „Da müssen Sie ein bisschen warten, ich muss erst die Schubladen im Tresorraum durchsuchen, ob noch was da ist“. Wenn Geld im Spiel ist, dann ist höchste Präzision gefragt. Ein zufriedener Spieler ist schließlich die Garantie des Arbeitsplatzes für den Casinoangestellten. Denn nicht alle Pokerspieler sind so süchtig, dass sie ohnehin immer ins Casino stürmen, nur um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Gerade in schlechten wirtschaftlichen Zeiten sollte Service groß geschrieben werden. Und da bekommt die Turnierleitung eine glatte 6. Ein Rhetorikseminar kann ich nur dringend empfehlen, auch der Pressestelle des Casinos. Denn die aktuelle Aussendung, in der zu den Vorfällen Stellung genommen wird, ist mehr als dünn. Niemand hat ein anderes Statement als „Alles geprüft und in Ordnung“ erwartet. Ein Vorschlag, wie man in Zukunft besser mit Rebuy-Turnieren umgehen könnte, wäre hier dringend angebracht und wird von der Poker-Community noch dringender gefordert. Falls es dem Casino noch nicht aufgefallen ist, der IQ beim Gros der Pokerspieler ist durchschnittlich doch höher als der von suchtgefährdeten Automatenliebhabern.

Genau diese Pokerspieler haben sich in dieser Sache aber auch nicht mit Ruhm bekleckert. Denn es hat den Anschein, als hätte sich von den über 80 Startern am Donnerstag gerade mal eine Handvoll über die eigenwillige Zahl bei der Rebuy-Anzeige brüskiert. Aussagen wie „Ich will doch kein Hausverbot riskieren“, sind unangebracht. Oder überschätze ich aktuell den IQ des gemeinen Pokerspielers und er denkt doch nur ans Zocken. Denn wer bitte will in einem Casino spielen, in dem er vermeintlich betrogen wird? Da kann ich doch gleich über Horst Koch einen Sponsorvertrag bei GNUF abschließen. Zuerst mucksmäuschenstill im Casino sitzen und hinterher die Klappe aufreißen, bringt einschlägigen Magazinen gute Klicks, aber in der Sache selbst genau nichts. Schon oft genug habe ich darum gebeten, dass Ihr, liebe Pokerspieler, Euer Gehirn nicht an der Garderobe mit abgebt. Mitdenken ist ausdrücklich erwünscht.

Aber eigentlich spannend wird die Causa „Skandal in Hohensyburg“ genau dann, wenn man ein bisschen tiefer an der Oberfläche kratzt. Denn die Angelegenheit sieht nicht nur aus wie eine Hetzkampagne, sie ist auch eine. Es gibt durchaus Personen, die Interesse daran haben, die neue Leitung im Casino Hohensyburg stets in einem schlechten Licht dastehen zu lassen. Da wären zum einen jene Spieler, deren Nebeneinnahmen aus lukrativen Privatrunden langsam versiegen, da sich das Pokerangebot in der Hohensyburg vervielfacht hat und die Spieler immer mehr ins Casino abwandern. Plötzlich ist ein 2/4 No Limit Hold’em Spieler gleich viel wert wie ein hoher PLO-Spieler. Ja richtig, denn von den 2/4 Spielern gibt es viel mehr. Nicht, dass sich das Casino immer korrekt in der Serviceleistung verhält, dass sei hier nicht unterstellt. Da kommt ein Anlass wie die vermeintlich unkorrekte Verrechung eines Turniers gerade recht, um wieder ein wenig Druck auszuüben. Schlimm genug, dass sich manche Medien auch noch dazu missbrauchen lassen, ohne den Sachverhalt zu prüfen.

Monatelang hatte ich das Gefühl, die deutsche Pokerszene sei am Weg der Besserung. Die Schlagzeile „Skandal im Casino Hohensyburg“ gleich in mehrfacher Ausführung belehrt mich eines besseren. Statt konstruktiv und verantwortungsbewusst daran festzuhalten, Poker aus der Negativ-Presse draußen zu halten, ist man noch stolz darauf, zitiert zu werden. Nein, das ist es nicht, was Poker braucht. Das spielt genau jenen Politikern in die Hände, die ohnehin mit Feuereifer gegen unser geliebtes Spiel agieren. Statt des aktiven Dialogs wird der Weg des oberflächlichen Sensations-Journalismus gegangen. Schade wieder einmal um eine vergebene Chance, Positives in Zusammenarbeit zu bewirken.


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schall und rauch
11 Jahre zuvor

Ist doch gut wenn öffentlicher Druck ausgeübt wird.
Die Spieler haben keine andere Chance als Mediendruck um sich zu wehren, da die Spielbankangestellten am längeren Hebel sitzen und bei solch undurchsichtigen Sachen eine Aufklärung durch einzelne Spieler einfach nicht möglich ist.

schall und rauch
11 Jahre zuvor

Ach ja,und bezüglich verfrühter und faktenentbehrender Hetze verweise ich nur hierauf:

http://www.pokerfirma.de/news/arger-im-intellipoker-paradies/9264

I love Donks
11 Jahre zuvor

Hallo Rosi,

Du triffst das Thema auf dem Punkt. Aus der Anonymität des Internets wird scharf geschossen, bekannte Persönlichkeiten rufen zur Objektivität auf, andere erklären „…wenn das wahr ist, dann…“. Niemand, der die angeblichen Missstände anprangert, hat die Courage, dies unter seiner Identität zu tun und öffentlich Stellung zu beziehen. Es werden Geschichten, wie der Audi R8 hervor geholt, schöne Grüße an Herrn P., wobei jeder weiß, es handelt sich um ein Promotionfahrzeug. Da wird der VIP genannt, der sich ganz und garnicht VIP-like verhalten hat und in anderen Foren noch als Mentor bezeichnet wird. Hier wird eine Schlacht geschlagen, die schon längst für die entsprechenden subversiven Beteiligten verloren ist. Das hat nichts mehr mit Poker zu tun, hier wird Politik betrieben. Der zahnlose Tiger bzw. Hai bekommt über PokerOlymp Zähne. Der taube Torpedo erhält über PokerOlymp und vielen anderen Foren seinen Sprengkopf. Man braucht halt immer einen Ochsen den man vor den Karren spannt und ziehen lässt und Ochsen haben bekanntlich keine Eier. Immer wieder wird die Crew aus Bad Oeynhausen zitiert, die damals schon Schindluder betrieben hat. Fakt ist, das von je her sämtliche Pokerturniere, egal ob Sachpreis-, Rebuy-Turniere oder Freeze out streng vom Finanzamt controlled werden.

Viel Spaß beim Pokern wünscht Euch ein Finanzer, der nicht pokern darf.

I love Donks
11 Jahre zuvor

Nachtrag:

In Hollywood gibt es als Gegenveranstaltung zum Oskar die goldene Himbeere.

Wie wäre es in den virtuellen Pokermedien mit einem goldenem Esel?

Spieler
11 Jahre zuvor

„Schon oft genug habe ich darum gebeten, dass Ihr, liebe Pokerspieler, Euer Gehirn nicht an der Garderobe mit abgebt“. ???
Die Rosi hat darum gebeten. So so.
Was für ein überheblicher fehlgeleiteter wirrer Haufen ist das hier eigentlich bei Pokerfirma.
Wollte ihr nichts sehen? Oder Euch nur über Eure ehemaligen Kollegen bei Pokerolymp erheben, die in dieser Sache einfach den besseren Jon machen?
Ihr wirkt hier alle wie (von Dortmund)ferngesteuert. Vielleicht ist ja bei den Geldern die da abgezweigt werden genug drin für ein bisschen gekaufte Öffentlichkeitsarbeit. So wird das hier nie was. Die Pokerspieler denen Du das Gehirn absprichst durschauen das.

götz Schrage
11 Jahre zuvor

Contenance Kollege „Spieler“ .- Ein Kommentar darf auch mal kurz emotional sein. Dieses Privileg nimmst du dich doch aus in heraus – und zwar in einer kräftigen Dosis.
Mal ganz unter uns – und wirklich aufrichtig. Ich für meine Person will mich über niemanden „erheben“ und wenn dir diese Art Journalismus – wie er aktuell bei PokerOlymp betrieben wird gefällt – dann wirst du doch entsprechend bedient im Netz.
„Ferngesteuert“ von Hohenysburg? – Ich kann den Namen nicht mal halbwegs richtig schreiben ohne drei Mal nachzusehen und von „abgezweigten Geldern“ zu fabulieren ist schon höchst gewagt.
Vielleicht ein Vorschlag an dich – warum machst du aus deinem Verdacht nicht gleich eine große Reportage? Offenbar magst du diese Art von Journalismus. Unter uns Kollegen schenke ich dir mal gleich die erste Schlagzeile: „Rosi Grünstäudl und Götz Schrage – ferngesteuert von (muss schnelle nachgucken) Hohenysburg und leben von abgezweigten Geldern“.
Beweise oder auch nur Indizien? Pah wozu? Es ist wahr, weil es sich cool anhört.

klugscheisser-schrage
11 Jahre zuvor

guten tag,

ich sehe es ähnlich.die meisten eurer pokerfirma crew waren vorher bei pokerolymp, da hattet ihr scheinbar ärger bzw. habt gemerkt dass ihr evt. was eigenes, besseres auf die beine stellen könnt.
Regelmäßig gibt es seitennhiebe in richtung pokerolymp, dass empfinde ich als sehr schwach.
man bekommt das gefühl, dass ihr denkt, ihr habt den journalismus erfunden.
aber fakt ist, wenn eindeutige aussagen von etlichen spielern kommen, die behaupten dass dort in hohensyburg irgendetwas schief läuft, dass man dies dann ohne schlechtes gewissen veröffentlichen sollte, da es so zu evt. vermehrten hinweisen kommen kann.
ihr wart doch die ersten, die probiert haben den „großen“ intellipokerskandal an die große glocke zu hängen.ohne wirlich was zu wissen, ohne wirkliche fakten.bis heute habt ihr nicht weiter berichtet, ganz schwach…desweiteren ist ja bekannt, dass duke hachmeister etc. das casino hohensyburg als stammcasino bezeichnen.steckt da also auch einfach nur sympatie für das casino hinter???man weiß es nicht, auf jeden fall einfach mal an die eigene nase fassen.
guter journalismus hin oder her, eure besucher sind pokerspieler und keine literaturexperen!Pokerpieler wollen wissen wenn es irgendwo evt. probleme gibt.deswegen fand ich auch den intelli artikel von euch okay, ebenso wie jetzt den pokerolymp artikel.
einfach mal drüber nachdenken,denn
so toll wie ihr scheinbar denkt, seit ihr nicht!!!

martin kläsers ertikel sind jedesmal eine katastrophe, enfach sehr peinlich der kerl.

stefan hachmeister ebenfalls, probiert auf witzig zu machen,gelingt ihm leider nicht.

götz schrage, denkt er weiß alles besser und hat den journalismus erfunden.

rosi, schreibt immer dann,negativ, wenn götz schrage schon vorgelegt hat.

der einzige interessante,coole typ bei euch ist niki jedlicka.

euer klugscheisser-schrage

klugscheisser-schrage
11 Jahre zuvor

und nochetwas, ich war echt am überlegen mal einen großen blog zum Thema „Pokefirma“ zu starten, aber den gefallen werde ich euch nicht tun, da es sich für euch nur positiv auswirken würden.
schlechte presse macht einen bekanntlich ja interessant.
in dem sinne schließe ich das thema dann auch ab…

götz Schrage
11 Jahre zuvor

„klugscheißer-schrage“ – Interessanter Nick. Wenn sich die Domain dazu auch in deinem Besitz befindet, könnten wir über eine finanzielle Ablöse verhandeln.
Probleme in Hohensyburg werden doch gar nicht geleugnet. Dass dir die Texte unsere Autoren (inklusive meiner) nicht zusagen tut mir leid, ist aber selbstverständlich verzeihlich.
Aber wenn du uns aufforderst wir sollten „mal an die eigene Nase fassen“ bitte ich dich um das selbe. Mal so als kleine journalistische Fingerübung (quasi eine Aufforderung direkt vom Erfinder.) Eine Challenge exklusiv für dich!

„Regelmäßig gibt es seitennhiebe in richtung pokerolymp, dass empfinde ich als sehr schwach“

Also dann schauen wir uns mal dein „regelmäßig“ konkret an. Abgesehen von der aktuellen Causa biete ich dir folgendes an. Pro von dir gefundenen „Seitenhiebe auf Pokerolymp“ (und ich werde sehr tolerant sein) darfst du dir ein Buch auf meine Kosten bei http://www.pokerbooks,de bestellen. Und um das „abgesehen von dieser Causa“ noch klar zu definieren, lass ich alles gelten bis zum 28.2.2009 was man nur irgendwie als „Seitenhieb“ auf PokerOlymp aufassen könnte.
Mal ein kleines Beispiel über den Unterschied zwischen einfach feige aus dem Netz posten und sich über die eigenen erfunden Fakten dann auch noch zu erregen, oder eben Fakten zu sondieren.
Und „klugscheißer-schrage“, keine Angst du bekommst die Bücher auch gerne an ein Postfach geschickt, getreu deinem Motto: „Zivilcourage versuche ich mal im nächsten Leben“.

A.S.
11 Jahre zuvor

Rosi,

du schreibst: „Denn wer bitte will in einem Casino spielen, in dem er vermeintlich betrogen wird?“

versteh mich nicht falsch, aber dieser Satz zeigt, dass du nur begrenzt Ahnung hast, wie Pokerspieler eigentlich funktionieren.

Wenn ich als Spieler vor die Wahl gestellt werde, in meinem Stammkasino Hausverbot zubekommen oder einfach anonym zu bleiben und dort weiter spielen zu können, dann tue ich _selbstverständlich_ letzteres. Denn mit Hausverbot im Kasino erübrigt sich meine regelmäßige Abendgestaltung und mein Einkommen, welches ich trotz Mauscheleien dort habe.

Das ändert aber nichts daran, dass mich derartige Betrugsversuche massiv irritieren und ich ein dringendes Bedürfnis habe, dass diese aufgeklärt werden. Und egal, wie man es darstellt: in Dortmund hat sich die Turnierleitung entweder erbärmlich dumm dabei angestellt, die ReBuys zu verwalten oder hat versucht zu betrügen. Beides ist für mich als Spieler nicht hinnehmbar und der dringende Aufruf, dies richtig zu stellen hat nichts mit Hetze oder Panikmache zu tun.

Bonushure
11 Jahre zuvor

Es ist doch so: Es existieren zwei unterschiedliche Standpunkte zu dem Fall. Beide Seiten führen in meinen Augen ganz gute Argumente an, die für oder gegen einen Skandal sprechen.

Warum wird dann nicht zumindest im Konjunktiv über einen möglichen Skandal berichten?
Und zum Thema: „wir bei Pokerfirma sind hier richtige Journalisten – und der Rest anonyme Internetabschreiber“.

Ich habe hier noch nie einen link auf Pokerstrategynews, Pokerolymp, Pokerakademie, Bonushure, Pokersucht oder sonst was gesehen. Liebe Leute – so funktioniert journalistische Arbeit im Internet nicht! Sonst hätte Ihr ja die Aussagen von 50outs bei mir aufm Blog verlinkt.

Beste Grüße,
BH

götz Schrage
11 Jahre zuvor

@ Bonushure. OMG – Wir kommen ja mit dem dementieren nicht nach. Wo steht was von „richtigem Journalismus“ und wo behaupten wir, da der alleinige Gralshüter zu sein? Wo steht dass „der Rest“ den „anonymen Internetabschreibern“ zuzuordnen ist?
– Nachdem ich mehr als zwei Jahre wahrscheinlich hunderte Texte zum Thema geschrieben habe ist mir an einer Stelle ein nostalgischer Hinweis auf meine Lehrjahre raus gerutscht. Deine Interpretation aus meinen kleinen Nebensatz finde ich dementsprechend gruselig.

Unglaublich!
11 Jahre zuvor

Es ist für mich schwierig zu akzeptieren, dass ein Teil der Leser und wohl das Gros der Kommentatoren immer noch nicht verstanden haben, worum es Götz und Rosi geht:
– Die Wahrheit schonungslos aufdecken! Dafür muss man aber _zuerst_ die ganze Wahrheit erforschen.
– Beide Seiten beleuchten
– Fakten statt Gerüchte
– Sachliche Inhalte ohne Emotionen

Ein BERICHT unterscheidet sich von einem KOMMENTAR im Wesentlichen durch zwei Dinge: Ein Kommentar stellt eine eigene Meinung dar und darf Emotionen enthalten. Ein Bericht hält sich stur an Fakten und ist frei von Emotionen.

Leider hat die Qualität der „Berichte“ auf Olymp stark nachgelassen, in sehr vielen „Berichten“ finden sich Emotionen und Stimmungsmache. Traurig ist, dass die angeblich überdurchschnittlich intelligente Pokergemeinde offensichtlich schon so tief in den Fängen der „modernen Medien“ steckt, dass sie dies nicht mal bemerken. Im Gegenteil, gierig wird eine „Sensation“ aufgegriffen und jedem, der Anonym seinen Senf dazugeben will, wird ein Plattform geboten – so organisiert man Hetzkampagnen! Liebe Olymper, ihr habt das sicher nicht bewusst gemacht, ihr seid anständige Journalisten und Menschen, davon bin ich überzeugt! Aber bitte, schaut euch an, was ihr angerichtet habt! Spielt mal durch, wie die Geschichte auch hätte laufen können, wenn man mit sachlich fundiertem Journalismus an die Sache herangegangen wäre.

Der Grund, warum die Firma anscheinend gegen Olymp schiesst, sehe ich woanders als einige Vorredner: Auch Rosis und Goetz‘ Hertz hängt noch an Olymp und es tut ihnen ein wenig weh zu sehen, wie das Niveau dort ins Bodenlose stürzt. Selbst jetzt noch versuchen sie Olymp positiv zu beeinflussen.

Zum Abschluss: Vor dem Kommentieren bitte Nachdenken!

DerDortmunder
11 Jahre zuvor

Mein Eindruck ist, dass hier überwiegend von Pokerolymp Seite gegen Pokerfirma Mitarbeiter geschossen wird.
Das macht auf mich einen schlechten Eindruck. Da solltet ihr euch ernsthaft hinterfragen.

Vielleicht könnten wir zum eigentlichen Thema zurückkommen.

Wie reagiert denn die Spielbank auf diese Vorwürfe? Die kann ja nur an der schnellen Aufklärung interessiert sein. Die „Vorwürfe“ sind nicht unerheblich und werden zum Teil, auch im Casino, scharf diskutiert.
Gibt es da schon Infos?

Stephan Roth
11 Jahre zuvor

Hallo,

Zitat A.S.: „Wenn ich als Spieler vor die Wahl gestellt werde, in meinem Stammkasino Hausverbot zubekommen oder einfach anonym zu bleiben und dort weiter spielen zu können, dann tue ich _selbstverständlich_ letzteres.“

Diese Einstellung ist mir unbegreiflich! Sorry, aber von meinem Stammkasino erwarte ich Ehrlichkeit, Professionalität, Präzision und einen reibungslosen und fehlerfreien (von kleinen, menschlichen Mißgeschicken eines Dealers vielleicht einmal abgesehen, denn diese können ja mal passieren) Spielablauf. Ansonsten wäre es nicht mehr mein Stammkasino! Und wenn ich bei einem Turnier den Verdacht habe, dass da etwas „gemauschelt“ wird, würde ich die Polizei rufen, wenn die Verantwortlichen vor Ort nicht den Verdacht ausräumen, oder eine andere einleuchtende Erklärung vorweisen können. Punkt! Eine staatlich lizensierte Spielbank ist ja nun mal kein rechtsfreier Raum.

Der Glücksspiel-Staatsvertrags wurde Anfang 2008 ja vor allem deshalb um weitere vier Jahre verlängert – so zumindest die Argumentation der Politiker -, weil ja angeblich nur in den staatlich lizensierten Casinos ein einwandfreier Spielbetrieb gewährleistet werden kann. Das war eine der zentralen Begründungen, warum sich der Staat das Monopol gesichert hat. Ja, bitte, dann müssen derartige Vorfälle wie in Dortmund Hohensyburg auch schonungslos aufgeklärt werden – OHNE WENN UND ABER! Ansonsten macht es nämlich wirklich keinen Unterschied mehr, ob man eine illegale Hinterhof-Spelunke aufsucht, oder ein legales Casino.

Gruß
Stephan

Stephan Roth
11 Jahre zuvor

Ich noch einmal…

Ich habe gerade die offizielle Stellungnahme des Casinos Hohensyburg (siehe Link oben) gelesen.

Ja, klar wird eine Software – wie überall – eingesetzt. Aber diese wird halt von Menschen bedient, denn automatisch, d.h. ohne Eingabe durch den Turnierdirektor, Rebuys und Add-Ons zählen können diese Programme noch nicht! Der Einsatz einer Software ist also in keinster Weise ein Garant für einen sauberen Spielablauf. Ein Mitarbeiter kann z.B. Rebuys einfach „unterschlagen“, sofern er über eine gewisse kriminelle Energie verfügt.

Meiner Meinung nach müsste jeder Spieler bei einem Rebuy eine Quittung ausgehändigt bekommen.

Gruß
Stephan

SimonBolivar
11 Jahre zuvor

Es ist für mich unverständlich wie sich hier manche darüber echauffieren das die Redaktion von Pokerfirma für sich entschieden hat seriösen Journalismus zu betreiben und nicht Aufgrund von Gerüchten vorschnelle Schlüsse zu ziehen. Dies ist doch lobenswert und in keinster Weise verwerflich. Ich drück es mal auf die normale Medienlandschaft umgemünzt aus. Wenn jemand reisserischen Journalismus auf dem Niveau der Bild haben will dann soll derjenige auch die Bild lesen. Ich für meinen Teil bleibe lieber bei der Süddeutschen.

P.S.:

@Stephan Roth

Die beste Lösung wäre wenn die Dealer am Tisch für die Rebuys zuständig wären und die nach der Addon-Phase dann mit dem Turnierdirektor abrechnen.

Dr.Bernd"scorpiondoc"Hoff
11 Jahre zuvor

Also erstens finde ich die Stellungnahme von Westspiel ziemlich unbefriedigend.
Zweitens ist wohl klar, dass eine Aufklärung zum jetzigen Zeitpunkt kaum mehr möglich ist.
Was zurückbleibt ist ein schaler Nachgeschmack.
Eins bleibt jedoch festzustellen, es liegt zumindestens ein erheblicher Mangel an Professionalität vor.
Bei meinem letzten 3-Tage Rebuy-Turnier in Bad Oeynhausen, damals noch unter der jetzigen Leitung von Hohensyburg, wurde eine Auszahlungsstruktur am schwarzen Brett ausgehangen. Durch den erheblichen Zuspruch kam ein massiv erhöhter Preipool zustande. Daraufhin wurde mündlich eine Erhöhung der Preisplätze verkündet, mit dementsprechender geänderter Auszahlungsstruktur. Am schwarzen Brett wurde jedoch nichts geändert. Am Finaltag nahm ich mir daher den Saalchef beiseite und machte ihn darauf aufmerksam, dass in Hannover ein Gewinner den höheren Geldpreis eingeklagt hatte, da dieser ja nach dem Aushang ihm zustände. Das überraschte sehr, aber auf meine Anregung hin, wurde der Aushang schnellstens entfernt.
An den Spieltagen wurden Chipkoffer verlost und auch die Teilnehmer des Finaltages bekamen bei ihrem Ausscheiden einen Chipkoffer. Was zunächst wie ein nettes Zubrot des Casino aussah, wurde offensichtlich jedoch aus dem Preispool bezahlt. Das ist ja nicht schlimm und wurde auch nicht wirklich von den Teilnehmern moniert. Aber fehlende Informationspolitik über Preise etc. zeugen von fehlender Professionalität.
Auch dort herrschte öfters Verwirrung, der Saalchef müsse entscheiden, er wäre aber zur Zeit nicht da, er bringe aber die Unterlagen mit usw. Daher halte ich es nicht für unmöglich, dass tatsächlich aufgrund von „chaotischen“ Zuständen in der Organisation es zu den genannten Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Wie auch immer, Professionalität fehlt offensichtlich in Hohensyburg, ob noch mehr dahinter steckt, wird jetzt wohl nicht mehr zu eruieren sein

David Mushold
11 Jahre zuvor

Was ein Schwachsinn………jede woche die selbe Scheisse Pokerolymp VS. Pokerfirma..
Trefft euch haut euch gegenseitig in die Fresse und dann ist ruhe !
Seriösen Journalismus ??????

Spieler
11 Jahre zuvor

Lustig oder traurig? Götz und Rosi verstehen ihre eigenen Texte nicht richtig. Jede Kritik scheint hier vollkommen sinnlos und blitzt an deren Überheblichkeit ab. Alles wird ins Lächerliche gezogen. Peinlich, denn sie wissen nicht, was sie tun.

winkelmann
11 Jahre zuvor

Es wird glaube ich keiner gezwungen sich hier auf der Seite aufzuhalten. Wem die Art der Berichterstattung stört, kann sich ja auf anderen Seiten infomieren.

Bonushure
11 Jahre zuvor

Nene, so nicht – ihr lasst hier doch ganz schön den tollen Poker-Journalismus raushängen. Nur, warum nennt Ihr bei Euren Recherchen die Quellen nicht,wenn Ihr z.B. über Zoff bei Intellipoker berichtet? Oder wollen Eure Quellen etwa anonym bleiben? Oder ist das eher der Unterhaltungsanteil bei Pokerfirma, der nicht unbedingt seriös sein muss?

Ihr messt hier mit zweierlei Maß- mal muss anständig recherchiert werden, manchmal aber auch nicht.

Und was sich hier einige einbilden, wie intelligent doch der gemeine Pokerfirma-Leser ist. „Süddeutsche-Pokerfirma“ vs. „Pokerolymp-Bild“ .

Nochmal, wir sind hier nunmal im Internet- da läuft das ein bischen anders. Und bei der deutschen Pokermedienlandschaft sollte man den Begriff Journalismus gar nicht erst verwenden. Mir ist es egal, Journalismus hin oder her, ich fühle mich allgemein (auch hier) gut unterhalten.

Zum Topic: Erst schreibt Rosi im Pokerstrategy Forum, dass man die Fakten kennt und das es anders war, dann schreibt sie man würde zu dem Thema bewusst nicht veröffentlichen, dann wird doch etwas veröffentlicht und anschließend kommen eigentlich alle zu dem Schluss, dass die Sache gewaltig stinkt aber man nix beweisen kann ?!

Ja was denn nun? Ich kann ja verstehen, dass man es sich nicht mit „potentiellen“ Geldgebern verscherzen möchte. Aber dann bring ich ja lieber gar nix drüber.

Beste Grüße,

BH

P.S. Ich halte Euch aber extremst zugute, dass Ihr hier auch kritische Kommentare stehen lasst. Das erlebt man im Pokerinternet nicht oft.

Götz Schrage
11 Jahre zuvor

@ Spieler – Es wird keinesweg „alles in die Lächerlichkeit gezogen. Nur Beschimpfungen und Verleumdungen wird man wohl kommentieren dürfen.

@ Bonushure – Klar lassen wir kritische Kommentar stehen. Und dafür, dass die zweite (!) News-Meldung keine Meisterleistung war, haben wir uns (bzw. ich mich) ausführlich in einem Editorial entschuldigt. – Manche (und vielleicht auch du) haben übersehen, dass die erste News zu dem Thema doch vollinhaltlich eingetroffen ist. So schlecht war der Geber der Information wohl nicht. Jan von Halle ist nicht mehr in seinem Intelli-Büro (so wie wir es seinerzeit vorab gemeldet hatten. Selbstverständlich habe ich auch um ein Interview – und zwar ebenso selbstverständlich um ein autorisiertes Interview – bei Jan von Halle angesucht. Erfolglos. Und die mehrfach angekündigte allgemeine Stellungnahme gibt es bis heute nicht.
Und ob „Süddeutsche“ oder „BILD“ – beides zu seiner Zeit. Kein Problem und in jedem von uns steckt ein Stück vom ganzen Spektrum der Berichterstattung und das ist doch schön so.

SimonBolivar
11 Jahre zuvor

Und was sich hier einige einbilden, wie intelligent doch der gemeine Pokerfirma-Leser ist. “Süddeutsche-Pokerfirma” vs. “Pokerolymp-Bild” .
—————————————-

@Bonushure

Du solltest vll. Aussagen so wie sie sind hinnehmen und nicht verzweifelt versuchen etwas hineinzu interpretieren, dann würde dir verm. die Galle nicht so oft hochgehn. Es ging lediglich um die Art der Berichterstattung und nicht um diese oder jene Pokernewsseite.

Dr.Bernd"scorpiondoc"Hoff
11 Jahre zuvor

Eigentlich hat der größte Teil der Kommentare hier nichts mit dem Thema des Threads zu tun,oder ?

Faktis
11 Jahre zuvor

Dann noch einmal kurz die Fakten.

Es fehlten auf der Anzeige 20 Rebuys.
Das macht einen Fehlbetrag von 3000 Euro.
Ca. eine Stunde lang wird beteuert, daß die Anzahl der Rebuys so korrekt ist.
Einsicht in die Listen will man nicht gewähren.

Dann wird nicht ein Fehler bei der Übertragung der Listen in den Computer als Grund genannt, sondern zufällig EXAKT der Fehlbetrag von 3000 Euro in einer Schublade gefunden.
Warum und von wem wurden diese 3000 Euro vom Preispool getrennt in eine Geldtasche gepackt?
Dafür kann es NUR EINE ERKLÄRUNG GEBEN. So einfach ist das.

Die Presseerklärung erklärt nichts, sondern verdreht die Tatsachen.

———————

Und das ist Pokerfirmas Rosi Beitrag dazu:
Denn die Angelegenheit sieht nicht nur aus wie eine Hetzkampagne, sie ist auch eine.
…die vermeintlich unkorrekte Verrechung …
„Der Geldbeutel war in der Lade nach hinten gerutscht“… Ein Rhetorikseminar kann ich nur dringend empfehlen…
Zuerst mucksmäuschenstill im Casino sitzen und hinterher die Klappe aufreißen.

———

Also zusammengefaßt, alles nur ein rhetorischer Fehler, der zu einer Hetzkampagne führt, weil Spieler hinterher die Klappe aufreißen.

WOW! Ihr habt´s drauf.

WhoisRosi
11 Jahre zuvor

Alles in allem fällt vor allen Rosis Überheblichkeit, zum wiederholten Male auf.

Götz Schrage
11 Jahre zuvor

@ Faktis – Dein Posting ist doch prinzipiell wohl formuliert und du schreibst so wie jemand, der was von der Sache versteht. Nur in der Zusammenfassung sind die dann wohl die Emotionen durchgegangen – der Tenor (ja den gibt es noch auch wo Pavarotti tot ist) des Artikels ist doch keineswegs: hier ein kleiner rhetorischer Fehler und da eine üble Hetzkampagne.
Mal ganz unter uns, könnte es nicht sein, bzw ist es dir völlig unvorstellbar, dass da auf Grund der Vorfälle andere ihr auch nicht so feines Süppchen kochen? Zweite Frage – und wieder ist deine Vorstellungsgabe gefragt – glaubst du uns, dass wir von pokerfirma.de zum Teil mit Informationen zugeschüttet werden, deren Intention eher im Begleichen von alten Rechnungen liegt und es uns verdammt schwer macht, da immer alles richtig und rasch zuzuordnen?

Jürgen Schulz
11 Jahre zuvor

@Faktis
Wärst du mal bei den Fakten geblieben.
Wäre besser gewesen als hier die Polemik rauszulassen. Macht „deinen“ Versuch der Aufarbeitung unglaubwürdig. Immer vorausgesetzt du warst Vorort.

@Whois Rosi
Inhaltlich toller Beitrag.

@Alle
Kann nur an eure neutrale Betrachtung der Dinge appelieren. Hier, erst recht anonym, Anklage wegen Betruges zu stellen ist unwürdig und bis zum Beweis dieses Vorwurfes nicht richtig.

Es bleibt jedem selbst überlassen rechtliche Schritte zu unternehmen. Aber „nur“ zu unterstellen, finde ich arm.

Aus meiner Sicht hat Rosis Kommentar nichts verwerfliches.
Diesen kann man kontrovers diskutieren, gleich ob man Vorort war, oder nicht.

Aber eine Portion Sachlichkeit hilft allen.

WhoisRosi
11 Jahre zuvor

@Jürgen Schulz

Ach!? Hier gehts um Inhalte.

Warum sagt mir das den keiner.

Dr.Bernd"scorpiondoc"Hoff
11 Jahre zuvor

Leute bleibt doch mal cool.
Fakt ist: niemand hat Strafanzeige gestellt. Also gibt es keinen Kläger.
Damit gibt es allerdings auch keinen Beklagten. Daher konnte Westspiel so nichtssagend Stellung nehmen. Jetzt sich Emotionen hinzugeben, ist wie beim Pokern auf Tilt gehen und damit ineffektiv. Denn was haben wir denn jetzt noch für einen „Erwartungswert“?
Kann mir nicht vorstellen, dass bei der ganzen Sache noch etwas rauskommt. Wenn es Absicht war, lässt sich im Nachhinein nichts mehr beweisen.(Die Absicht meine ich)
Wenn es mangelnde Professionalität war, sollte man annehmen, das Westspiel Konsequenzen in der Organisation ziehen wird. Das werden Spieler, die weiterhin in Hohensyburg antreten, dann ja feststellen können.
Es bringt doch nichts, sich hier gegenseitig anzupflaumen 🙄

Bonushure
11 Jahre zuvor

Dr. Bernd – stimmt, gegenseitig anpflaumen ist nicht zielführend!

Zu den Fakten:
– was ist jetzt mit dieser scheiß Tasche gewesen? Kann jemand bestätigen, dass die Tasche 1 Stunde (!) angeblich weg war?
– 3000 Euro ist auch so ein dämlich runder Betrag, der stutzig macht. Sind genau 20 rebuys. Also die doppelte Menge der ursprünglich angezeigten rebuys. (Bei den addons werden sie ja kaum beschissen haben können). Oder kommen etwa immer 20 rebuys in eine Tasche?
– Wieviele Spieler haben sich beschwert? 3,4,5 oder 20?
– auch verdächtig: die superdünne Stellungnahme des Casinos
– Wieviel „rebuy Kassierer“ gab es? Falls es nur einer war, sollte der doch abschätzen können, ob er 20 oder 40 rebuys verkauft hat.
– was ist mit der Story von der Anzeigetafel und der fehlerhaften Eingabe? Ist da was dran? Kann das einer der Anwesenden bestätigen?
– Götz: Hau doch mal Infos raus, wer hier ein eigenes Süppchen/Hetzkampagnen machen könnte und wieso…

Falls was an der Sache dran ist, sollte man doch einfach eine Indizienkette erstellen. Wird doch in jedem guten Gerichtsverfahren gemacht, wenn der Zeuge fehlt.

götz Schrage
11 Jahre zuvor

@ Bonushure . Rosi ist gerade dabei meinen Text auf garantiert vorhandene Rechtschreibfehler zu prüfen. Müsste bald online sein. Da habe ich alles geschrieben, was ich meiner Position und in Verantwortung zur Seite schreiben darf. – Stärkeren Tobak gibt es nur bei einem kleinen Bier im schönen Wien (falls es dich mal in die Gegend verschlägt : )

Christian Gorz
11 Jahre zuvor

Hallo liebe Leute!

Ich versuche aus meiner Erfahrung als Floormanager und Turnierleiter mit so etwa 15 Jahren Berufserfahrung die bisherigen Fakten zu hinterfragen und damit zur sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema beizutragen. Bei einem Re-Buy-Turnier sind folgende Punkte immer wichtig, um die nötige Transparenz für die Turnierteilnehmer zu schaffen:
Veröffentlichung ALLER Buy-in‘s, Re-Buy’s und Addon’s unmittelbar nach Beendigung der Re-Buy-Phase.

Neben der einfachen Form des Zusammenzählens, gibt es natürlich Erfahrungswerte, auf die sich der jeweilige Turnierleiter stützen kann und – wie man in diesem Fall sieht – stützen muss. In der Regel kann davon ausgegangen werden, dass jeder Spieler im Schnitt neben seinem Buy-in noch mindestens EIN Re-Buy und EIN Addon nutzt. Entsprechend dieser Erfahrung, hätte der Turnierleiter von sich aus stutzig werden und VON SICH AUS tätig werden müssen. Nämlich in der Art, die Re-Buy’s nachzuprüfen (Rücksprache mit allen Turnierdealern über die Zahl der am jeweiligen Tisch gemachten Re-Buy’s).

Jetzt will ich weder von einem Betrug noch von einem Skandal sprechen, sondern schlicht und einfach von fachlicher Fehlleistung. Denn es ist doch schlimm zu wissen, dass Gäste (Turnierteilnehmer) den Turnierleiter auf einen offensichtlichen Mangel aufmerksam machen müssen, den er – bei allem Respekt vor den deutschen Kollegen – ungefähr genauso schnell gefunden und erkannt haben muss als Experte, wie ein Kalb die Zitzen einer Milchkuh.

Aber jetzt wieder mit dem nötigen Ernst in der Sache. Bei solchen Zwischenfällen wundert es mich, dass in Deutschland noch immer keine Cardrooms eröffnet sind, sondern die fachliche Schwäche der Casinos durch Monopolisierung geschützt und letztlich gepflegt wird.

Mich würde allerdings interessieren, was die Behörden zu diesem Fall sagen, die in Deutschland ja jeder Privaten Pokerrunde Feuer machen. Aber – hier stelle ich eine Vermutung auf – es wird nix passieren. Das Casino irrt nie, macht keine Fehler und ist natürlich 100% seriös und korrekt. Auf der Strecke bleiben die Gäste (Pokerspieler), ihr Geld und das Spiel.
Grüße, Christian Gorz

I love Donks
11 Jahre zuvor

Hallo Christian,

Deine Betrachtungsweise ist nicht ganz Vollständig. Die Verteilung von Buy In, ReBuys und Add ons steht in Abhängigkeit zur Höhe des Buy Ins, Starting Stack, des Preises für ReBuys, Add ons usw.. Bei einem 20,- Rebuy-Turnier magst Du Recht haben und ich kann Deine Erfahrenswerte nur betsätigen, jedoch bei einem 150,- Rebuy-Turnier mit 5000er Starting Stack und 10000 Add on Stack sieht die Sache ganz anders aus -> wenig Rebuys und fast alle tätigen ein Add on. Denke einmal darüber nach mein Turnierleiter.

Grüße Josef

Nuts
11 Jahre zuvor

Hallo Josef,

ich bitte dich, mir die Abrechnungsmodalitäten der Rebuys und Addons in Hohensyburg zu meinem besseren Verständnis der Sachlage mitzuteilen.

Anders
11 Jahre zuvor

Es ist mir schleierhaft, wie man -auch wenn es ein Kommentar ist- folgendes schreiben kann: „Aber eigentlich spannend wird die Causa „Skandal in Hohensyburg“ genau dann, wenn man ein bisschen tiefer an der Oberfläche kratzt. Denn die Angelegenheit sieht nicht nur aus wie eine Hetzkampagne, sie ist auch eine.“

Wo sind denn die Belege für die Hetzkampagne?

Da windet man sich auf dieser Webseite wortreich drum herum auch nur anzudeuten, der ganze Vorfall könne etwas mit absichtlichem Betrug zu tun zu haben, recherchiert tagelang, nur um festzustellen, dass man nichts feststellen kann und haut dann in diesem Kommentar Vernmutungen als Tatsachen raus.

Kurz gesagt, ganz schwach und sehr inkonsequent.

Anders

eddiigel
11 Jahre zuvor

scheint geklappt zu heben, einfach aussitzen, irgendwann wird es allen zu blöd…… oder kommt noch was zu dem Thema?

Admin
Pokerfirma Redaktion
11 Jahre zuvor

…. Eddy Scharf nennt es „Keine Eier“…. Ohne Anzeige wird der Fall zu Grabe getragen…

hohaha
11 Jahre zuvor

Abwarten da ist das letzte Wort noch nicht drüber gesprochen!!!!!!
Es sind auch Gelder geflossen die irgendwie abgerechnet werden müssen!!!

timo iceman
2 Jahre zuvor

Dem braucht man eigentlich nichts weiter hinzufügen.