Negreanu taumelt durch die WSOP Online Series

  • Durststrecke: Trotz starker WSOP-Live-Ergebnisse bleibt Daniel Negreanu bei der Online-Ausgabe bislang ohne Cash.
  • Bad Beats und Ausraster: Frust pur bei Coinflips, gebusteten Paaren und einem lautstarken Tilt-Moment gegen Ole Schemion.
  • Letzte Chancen: Bis zum 29. September hat Negreanu noch Gelegenheit, sich ein Online-Bracelet zu sichern.

Daniel Negreanu, seines Zeichens siebenfacher Bracelet-Gewinner und Pokerikone, erlebt aktuell eine bittere Durststrecke bei der WSOP Online Bracelet Series auf GGPoker. Nach einer starken Performance bei der World Series of Poker 2025 in Las Vegas, wo er unter anderem 15 Mal ins Geld kam und fünf Final Tables erreichte, läuft es online alles andere als rund. 

Daniel Negreanu am Pokertisch.
Für Negreanu läuft es bislang nicht so gut.

 

Ausgerechnet bei seiner Rückkehr nach Kanada verliert der Kanadier eine Hand nach der anderen und zeigt sich in seinen täglichen Livestreams zunehmend frustriert. Trotz ausgiebiger Vorbereitung und rund sechs Stunden Streaming täglich konnte „Kid Poker“ in keinem der ersten sechs Turniere einen Cash verbuchen.

Hoffnungsschimmer am High Roller-Tisch

Am Montag versuchte Negreanu erneut sein Glück, diesmal im 10.300-US-$-GGMillion$-High-Roller-Event. An einem prominent besetzten Tisch mit Bryn Kenney und David Peters konnte er sich zu Beginn noch gut behaupten und gewann mit Drilling Damen einen ansehnlichen Pot. 

Doch das Momentum kippte schnell. Nachdem er mit Pocket Jacks gegen ein niedriges Paar all-in war und sein Gegner ein Set floppte, musste Negreanu einen Rebuy tätigen. Kurzzeitig schöpfte er Hoffnung, als sein A♠️ J♠️ gegen Pocket Kings durchkam, doch wenig später schlug das Pech erneut zu. Mit K♠️ 9♠️ verlor er einen Coinflip gegen Ole Schemions 6♠️ 6♣️.

Dieser Tiefschlag hatte sogar einen verbalen Ausbruch zur Folge. Die Nerven lagen blank. Voller Frust schrie Negreanu: „Get the fk outta here! Suck f**g crazy.”* 

Es war derweil nicht der erste unglückliche Showdown. Auch zuvor war er mit A-J gegen A-9 sowie mit A-K gegen K-10 unterlegen. Selbst sein letzter Rebuy brachte keinen Turnaround. Mit einem Stack von nur sechs Big Blinds landete er schließlich mit Middle Pair gegen Top Pair auf dem Rail.

Noch bis zum 29. September hat der Poker Hall of Famer Zeit, seine Serie zu drehen. Vielleicht klappt es ja schon im 25.000-US-$-Super-High-Roller-Championship.

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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