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Niederlande: Poker-Pros bekommen Steuern zurückgezahlt

Mega „Rakeback-Deal“ in den Niederlanden. Die Steuerbehörde bietet Spielern an, erbrachte Steuern zurückzuzahlen. Allerdings nur, wenn es Gewinne auf PokerStars betrifft.

Niederländische Spieler müssen monatlich Steuern in Höhe von 30,1 % auf ihre Gewinne abtreten. Einen Lichtblick gibt es allerdings. Wie Frank Op de Woerd für Casino Nieuws berichtet, einigten sich Spieler und die Steuerbehörde auf einen Deal. Steuern auf Gewinne, die auf PokerStars erzielt wurden, können zurückgefordert werden.

Grundlage für den Deal ist eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs. Dieser gab an, dass PokerStars.eu seinen Sitz auf Malta hat. Als europäischer Anbieter widerspricht das Steuergesetz somit dem EU-Recht. Die Steuern werden jedoch nicht ohne Anfrage zurückgezahlt. Wer sein Geld wieder sehen will, muss sich einen Anwalt nehmen. Rückwirkend bis Mai 2012, können gezahlte Steuern zurückgefordert werden.

Ein Freifahrtschein für Spieler ist es allerdings nicht. In einem anderen Fall stimmte der Oberste Gerichtshof zu, dass PokerStars seinen Sitz auf der Isle of Man, also außerhalb der Europäischen Union hat. Der Deal kam somit nur zustande, um sich vor weiteren Klagen zu schützen. Wie es zukünftig weiter geht, wägt die Steuerbehörde noch ab.

Wer seinen Gewinn auf 888poker oder partypoker eingespielt hat, wird nichts zurückerhalten. Beide Anbieter haben ihren Sitz im Vereinigten Königreich. Dank Brexit müssen Niederländer in diesem Fall zahlen. Ähnlich verhält es sich mit PokerStars.fr. Auch wenn Pokerstars in Frankreich eine Lizenz hält, ist die Isle of Man die Heimat des „französischen“ Poker Rooms.


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