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Glücksspielstaatsvertrag – EGBA legt bei der EU Beschwerde ein

Während in anderen europäischen Ländern der Online Poker Markt reguliert wird, schafft der Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland mehr Probleme als Lösungen. Die Kritiker der umstrittenen Regelung sollen recht behalten, denn nun droht neuer Ärger.

Von Anfang an stand der Glücksspielstaatsvertrag unter keinem guten Stern. Wie Rechtsexperten immer wieder hervorhoben, verstößt das Gesetz gegen Richtlinien der Europäischen Union. Die EU mahnte mehrmals ab, trotzdem wurde der Vertrag von 15 der 16 Bundesländer unterzeichnet.

Nun wird es erneut Ärger aus Brüssel geben, denn die European Gaming and Betting Association (EGBA) hat Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingelegt: „Wir fordern die Europäische Kommission auf, unsere Beschwerde dringlich zu behandeln, da Deutschland im Begriff ist, Lizenzen, basierend auf einer höchst umstrittenen Ausschreibung, […] auszugeben.

Die EGBA übt Druck aus, da die Europäische Kommission für Herbst einen eigenen Regulierungsentwurf angekündigt hatte, jedoch hinter dem Zeitplan liegt. Die Kommission will europaweite Richtlinien einführen, so auch für Online Poker, welches bisher nur am Rande diskutiert wurde.

Quelle: PokerFuse


5 Comments
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CK
7 Jahre zuvor

Regt euch nicht auf, die Glücksspiellizenzen werden sowieso frühestens im Frühjahr 2013 vergeben. Bis dahin wird noch viel diskutiert aber am Ende für Poker nichts brauchbares rauskommen. Und wenn es bezüglich Sportwetten Lockerungen geben sollte, so wird sich am Verbot für Poker außerhalb staatlicher Casinos in Deutschland nichts ändern, denn sie dürfen jedes Glücksspiel individuell reglementieren und darüber entscheiden. Da hilft auch alles beten nicht.

Igor Soukharyev
7 Jahre zuvor

In „Allgemeinen Bedingungen“ aller online-Poker-Anbieter ist angegeben: „Wir tragen keine Verantwortung für Ihre Geldverluste, das Spiel dient für Spaß, die bei Anbieter gespeicherte Spielverläufe haben entscheidende Priorität über Angaben und Zeugnisse von Spielern.“
Festplatten der mehreren weltweit-platzierten Server kann man rein technisch nicht ausnehmen und untersuchen, auch nach einem gerichtlichen Befehl.
Ein gerichtlicher Urteil muss auf Unfähigkeit „Fair Play“ zu versorgen begründet werden.

DingDong1860
7 Jahre zuvor

@Igor: Jetzt halt endlich mal deine Klappe und mecker nicht in jedem Beitrag über Onlinepoker. Wenn du Geld beim Onlinepoker verloren hast ist dass dein Pech aber geh den Leuten nicht auf den Sack die kein Problem mit Onlinepoker haben.

Gründe ne Selbsthilfegruppe oder sowas, aber lass uns in ruhe

Igor Soukharyev
7 Jahre zuvor

@DingDong1860 Du bist nach Bestimmung in Ruhe. Was hat dich so enorm erregt?
Die Qualifikation der Tätigkeit aller online-Poker-Anbieter klingt folgenderweise: Das Erbauen einer kriminellen finanziellen Pyramide, eines vernetzten Trusts, mit den vorläufig geplanten habgierigen Zielen, mit Bewußtwerden der Tat von allen Beteiligten der organisierten Bande.

Igor Soukharyev
7 Jahre zuvor

Auch die Berichte von berühmten deutschen Geheimdiensten „Über enge Zusammenarbeit mit den großen online-Poker-Anbietern“ finde ich wichtig, besonders im Teil – wurde die Zusammenarbeit von „schwarzen“ Geldern bezahlt, oder für Gelder der deutschen Steuerzahler?