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Phil Ivey – kein Betrug aber auch kein Gewinn!

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Im Rechtsstreit zwischen Phil Ivey und dem Borgata Hotel Casino & Spa in Atlantic City gab es nun ein Urteil. Der Poker-Pro hat mit dem Edge Sorting Vertragsbruch begangen, was die Gewinne nichtig macht. Allerdings haben Ivey und seine Partnerin auch nicht betrogen, was Strafzahlungen ausschließt.

IveyVor mehr als zwei Jahren verklagte die Marina District Development Co LLC Phil Ivey und Cheung Yin Sun, da das Duo rund $9.626.000 beim Baccarat abräumten. Die Mutterfirma des Borgata Casinos warf dem Poker-Pro und der „Queen of Edge Sorting“ Betrug vor.

Die beiden hatten in vier Sessions zwischen April und Oktober 2012 High Stakes Baccarat gespielt und dabei Edge Sorting angewendet. Bei dieser Technik kann man unter gewissen Voraussetzungen aufgrund von minimalen Druckfehlern auf der Kartenrückseite sehen, ob eine Karte einen hohen oder einen niedrigen Wert hat. Dadurch erhalten ‚Skilled Players‘ einen Vorteil, der jedoch alles andere als eine Gewinngarantie ist.

Am vergangenen Freitag sprach Bezirksrichter Noel Hillman nun das Urteil. Ivey und Sun haben in drei Punkten Vertragsbruch (Breach of Contract; Breach of Implied Contract; and Breach of the Implied Covenant of Good Faith and Fair Dealin) begangen. Damit sind die Gewinne nichtig.

Gleichzeitig wies der Richter jedoch eine separate Klage bezüglich Betruges und Verstoß gegen des RICO Acts (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) zurück, was eine Strafzahlung von bis zu $28,88 Millionen ermöglicht hätte.

Spannend ist sicherlich, dass Noel Hillman entschied, dass die Karten eindeutig markiert waren, auch wenn die Angeklagten die Karten nie in den Händen hielten. Cheung Yin Sun und Phil Ivey haben nun 20 Tage zeit, um Einspruch einzulegen. Danach hat das Borgata weitere 20 Tage zeit, um ebenfalls Einspruch einzulegen.

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