Phil Ivey steht erneut im Rampenlicht. Der elffache WSOP-Champion hat sich einen Platz am Finaltisch des $102.000 Onyx Super High Roller Series NLH Invitationals in Zypern gesichert. Nur sechs Spieler sind von den ursprünglichen 88 Teilnehmern übrig – und alle jagen ihn: den mit zwei Millionen Dollar dotierten ersten Platz.
Mit 11.325.000 Chips, umgerechnet 38 Big Blinds, startet Ivey in einer soliden Middle-Position ins Finale. Bereits sicher: $520.000 an Preisgeld. Doch Ivey strebt nach mehr – nach dem ganz großen Wurf.
Deutlich in Führung liegt Jesse Lonis. Der US-Amerikaner bringt 25.900.000 Chips (86 BB) mit an den Tisch. Lonis hat sich in den letzten Monaten still, aber eindrucksvoll in der High-Stakes-Szene etabliert. Auch Rob Yong (20.275.000), Jamil Wakil (12.000.000), Matt Moss (10.500.000) und Maher Nouira (8.000.000) wollen sich den Titel schnappen.
Die Spannung könnte kaum größer sein.
Ivey zeigt sich fokussiert: „Ich fühle mich wieder im Flow“, ließ er PokerNews nach seinem erfolgreichen Tag wissen. Dieser Satz sagt mehr als viele Worte. Es ist der Tonfall eines Mannes, der genau weiß, was auf dem Spiel steht – und wie man es gewinnt.
Dass Ivey bereit ist, bewies er schon auf dem Weg ins Finale. In einer Schlüsselhand überstand er ein All-In mit Damen gegen Mikita Badziakouskis Top Pair auf einem Neun-hohen Flop – und eliminierte damit einen der gefährlichsten Gegner am Tisch.
Solche Momente sind es, die Legenden formen.
Die Onyx Super High Roller Series bringt die Elite des Pokers an einen Tisch. Kein Zufall also, dass auch Ivey hier brilliert. Der garantierte Preispool von über 8,5 Millionen US-Dollar ließ schon im Vorfeld erahnen, wie episch dieses Finale werden würde.
Die finalen Auszahlungen im Überblick:
- 1. Platz: $2.000.000
- 2. Platz: $1.450.000
- 3. Platz: $1.080.000
- 4. Platz: $856.000
- 5. Platz: $670.000
- 6. Platz: $520.000
Jeder dieser Beträge wäre ein beachtlicher Gewinn – aber für Ivey zählt nur Platz eins. Er ist kein Mann für Kompromisse. Wenn er Chips sammelt und Momentum spürt, wird er gefährlich. Extrem gefährlich.
Zypern könnte der Ort sein, an dem einer der Größten unserer Zeit wieder Poker-Geschichte schreibt. Wer das Finale verpasst, verpasst mehr als nur ein Turnier: Es ist das Duell Erfahrung gegen Hunger, Instinkt gegen Kalkül – mit zwei Millionen Gründen, alles zu geben.
