Der Wert der Bracelets ist verwässert. Dies glaubt zumindest Erik Seidel. Der Poker-Pro sprach in einem Interview über das Problem, dass es mittlerweile zu viele Bracelet-Events gibt.
Erik Seidel ist mit zehn gewonnenen Titeln einer der erfolgreichsten WSOP-Spieler aller Zeiten. Im Interview mit CardPlayer sprach der 65-Jährige über den Wert der goldenen Armbänder:
„Ich denke, es macht immer Spaß, eines zu gewinnen. Aber ich finde, dass es ein bisschen aus dem Ruder läuft, dass sie [die Bracelets] wie Halloween-Süßigkeiten verteilt werden. Der Wert hat dadurch ein wenig gelitten.“
Seidel, der bereits seit Ende der 80er-Jahre zu den Regulars der World Series of Poker gehört, hat die drastische Veränderung im Spielplan miterlebt. Sein erstes Bracelet gewann Erik Seidel 1992 im $2.500 Limit Hold’em.
Bei dieser Serie wurden bescheidene 20 Bracelets ausgespielt. Im letzten Jahr wurden bei drei Festivals und vier Online-Serien insgesamt 224 Bracelets und rund $620 Millionen an Preisgeldern vergeben.
Dass Online-Bracelets echte Bracelets sind, steht für Erik Seidel dennoch außer Frage. Als Norman Chad den Bracelet-Sieg von Maria Konnikova negativ kommentierte, konterte Seidel mit: „Was soll das, Norman? Sie hat hart gearbeitet und ist eine unserer besten Botschafterinnen.“