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Poker ist kein Sport!

Ich kann dieses moderne Gerede über „Poker ist Sport“ wirklich nicht mehr hören. Poker ist „Ich will dein Geld und du willst mein Geld“. Nicht mehr und nicht weniger. Hat eigentlich schon irgend jemand auch mal darüber nachgedacht, wenn Poker tatsächlich Sport wäre? Dann wäre es nämlich vorbei mit hohen Preisgeldern und jeder kann gewinnen.

Pokerligen sprießen aus dem Boden wie Pilze bei feuchtem Herbstwetter. Vereine, Verbände, Dachorganisationen werden gegründet, alle nur mit einem Ziel – Poker soll endlich als Sport anerkannt werden und dann gleich als olympische Disziplin gelten. Und bei der Olympiade 2012 in London spielen dann die besten der besten Pokerspieler gegeneinander. Natürlich nur um der Medaille willen.

Poker ist ein Spiel, das von Geld beeinflusst wird. Nein, es wird von Geld beherrscht. Denn egal ob im Cashgame ein Pot zählt oder im Turnier der große Cash beim Sieg. Es zählt nur, wieviel Geld man am Ende in der Tasche hat. Das war immer so und das wird immer so bleiben. Sicherlich hat sich das Spiel im Laufe der Zeit drastisch verändert. Aber die Motivation blieb immer dieselbe.

Die einzelnen Ligen sind eine nette Idee und wenn es irgendwann jemand schafft, tatsächlich alle zu einen und in ein welteinheitliches System wie die FIFA zu bringen, dann hat dieser jemand meinen tiefsten Respekt, weil ich es für schlichtweg unmöglich halte. Weil die Langzeit-Motivation fehlt. Sicherlich jede Sportart mit ihrem zugehörigen Verband hat sich über Jahre und Jahrzehnte entwickelt. Aber gerade im Poker gibt es einige eklatante Unterschiede:

Poker lebt davon, dass jeder gewinnen kann. Siehe Chris Moneymaker als Stellvertreter für alle „From Zero to Hero“ Gewinner. Poker in einem Ligasystem heißt aber, dass man in der untersten Kreisklasse anfängt und sich über Saison zu Saison hocharbeitet. Also kann ich, wenn ich heute einsteige, in ca. fünf bis zehn Jahren mit den ganz Großen spielen – wenn Poker Sport ist.

Poker lebt davon, Geld zu gewinnen. Jeder träumt vom schnellen Reichtum durch einen Turniersieg. Sicherlich bleibt dieser vielen verwehrt, aber immer wieder mal ein kleineres Turnier gewinnen und vielleicht auch einmal bei einem großen vorne mitmischen, das ist für viele möglich. Im Cashgame habe ich in jedem Pot aufs Neue die Möglichkeit Geld zu gewinnen. Und der Geldfaktor spielt dabei auch in der Taktik und Strategie eine entscheidende Rolle. Um was würde denn bei einer Poker-Olympiade gespielt? Sponsorengeld? Medaillen? Oder einfach nur um sagen zu können „Ich bin der Beste?“ Wer finanziert denn die Spieler? Woher sollen denn die Sponsoren für die Spieler kommen? T-Mobile überdenkt seine Werbestrategie neu und gibt das Marketing-Budget lieber für Pokerspieler als für Skifahrer aus? Nein, das ist eine Illusion, die auch schon bei anderen Spielen wie Schach nicht funktioniert hat.

Poker ist eine Massenbewegung frei nach dem Motto „jeder kann mitmachen“. Das Spiel ist nicht schwer zu lernen und wie Jack Ury bei jeder WSOP zeigt, auch nicht an ein Alter gebunden. Was würde aber aus einer Veranstaltung wie der WSOP? Jedes Jahr wird die Teilnehmerzahl größer, weil die Begeisterung an Poker steigt – und weil jeder die Dollarzeichen in den Augen hat. Wer beneidet nicht einen Jamie Gold um seinen $12.000.000 Rekordgewinn? Wer aber beneidet ihn darum, gewonnen im Sinne von „Er ist der beste Spieler“ zu haben? Niemand. Weil er ganz sicher nicht der beste Pokerspieler ist. Aber er war an diesen zehn Tagen jener Spieler, der offenbar im richtigen Moment das richtige getan hat. Wäre Poker Sport, dann hätte ein Jamie Gold wahrscheinlich nie eine WSOP gesehen, weil er schon in der Regionalliga gescheitert wäre.

Poker hat ein Suchtpotential. Wird es auch gerne totgeschwiegen, auch Poker hat bereits Existenzen zerstört. Es sind im Vergleich zu Automaten, Wetten, Roulette und sonstigen Glücksspielen sicherlich sehr wenige, aber es passiert. Weil eben um Geld gespielt wird. Gäbe es keinen Geldeinsatz, wäre das Suchtpotential nicht da. Aber gäbe es diesen Geldeinsatz nicht, sondern nur Pokerligen im sportlichen Sinne, würde ein Großteil der Spieler gar nicht pokern, sondern vermutlich weiter Schach oder Romme spielen.

Es gibt keine zwei Pokerwelten – eine in der um Geld gespielt wird und eine um der nur um die Sportlerehre gespielt wird. Es gibt nur eine richtige Pokerwelt und in der zählen Dollars, Euros und sonstige Währungen. Poker ist vom Gesetz her ein Glücksspiel. Ganz sicher ist es ein Geschicklichkeits- und Strategiespiel und für viele ist es auch einfach nur ein Unterhaltungsspiel und Zeitvertreib und Hobby. Aber Poker ist kein Sport. Niemand trainiert von Kindesbeinen an, um in dieser Disziplin Weltmeister zu werden, denn es würde nicht funktionieren. Poker hat mit mathematischen Fähigkeiten, Psychologie und Strategie zu tun. Und in vielerlei Hinsicht gibt es auch Parallelen zum Schachspiel. Denn auch beim Schach kämpfen Verbände darum, dass das Spiel als Sportart anerkannt wird und offiziell bei Olympia zugelassen wird. Es gibt eine eigene Schacholympiade – genauso wie es eigentlich schon eine Pokerolympiade gibt. Nur heißt die im Falle von Poker WSOP. Und es ist gut so wie es ist. Wenn schon um internationale Anerkennung des Spiels kämpfen, dann bitte auch in der richtigen Kategorie – Geschicklichkeitsspiel oder Strategiespiel, aber sicher nicht als Sport.


42 Comments
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JOS71034
10 Jahre zuvor

Bravo Rosi!!
Du triffst es auf den Punkt!

JSmu
10 Jahre zuvor

Wirklich sehr guter Artikel! Das ganze Gerede mit Sport und alles ist doch eigentlich unsinnig. Pokern = Geld = Glücksspiel! Und das soll auch so bleiben, und auch das halt nur 30% gewinnen obwohl 90% besser sind als die anderen *g*

9xklug
10 Jahre zuvor

inhaltlich falsch, wsop wird nicht jedes jahr größer, warum sollte ne loby schlecht für pokersein?
erschließt sich mir nicht.

setzt mal nen anfänger an eine tisch mit „aten hasen“ und las ihn richtig echtes poker wüber ne vernünftige sa mple size spielen … glückspiel idee adee

ego
10 Jahre zuvor

lieber 9xklug du hast unrecht. setze dich mit einem absoluten anfänger an den tisch, erkläre ihm die regeln und ich schwöre du wirst verlieren…schade

Daniel Dawid
10 Jahre zuvor

schöner bericht, mit vielen wahren beispielen… etwas womit ich mich beim pokerweltrekord momentan auseinandersetzen muss, das es beim pokern leider immer um etwas gehen muss. langzeitmotivation 😉

Rainer G. aus B.
10 Jahre zuvor

Bravo Rosi. Wenn jemand jemals das Thema pointiert und treffend analysiert und dargestellt hat, dann Du heute mit Deinem Beitrag.
Der Kerngedanke „Ich will Dein Geld und Du willst mein Geld“ sagt alles. Poker ist ein Spiel von Einzelgängern, die zuallererst ihre ureigensten Interessen verfolgen. Richtige Entscheidungen werden belohnt, falsche Entscheidungen bestraft (der Stack wächst oder schrumpft).
Und aus diesem Grund ist Solidarität unter Pokerspielern verdammt schwer herzustellen. Das sieht man auch daran, dass zahllose Versuche zur Gründung von Interessenverbänden nie richtig gefruchtet haben. Wie denn auch? Das Fundamentalprinzip des Spiels ist doch, andere zu übervorteilen. Innerhalb des Spiels zwar mit Methoden und Verhaltensweisen, die akzeptiert sind, außerhalb jedoch durchaus „schief“ angesehen werden, teilweise sogar gesellschaftlich sanktioniert sind (Täuschung, Irreleitung). Bei einem Pokerspieler muss daher doch zunächst einmal per se eine gehörige Portion Egoismus vorhanden sein. „Zuerst ich, dann Ihr“.
Ein gutes Beispiel dafür war vor ca. 1,5 Jahren die unerträgliche Anmeldeprozedur für die täglichen Turniere des Berliner „Pokerfloor“. Spieler standen bis zu zwei Stunden Schlange, nur um im Extremfall zu erfahren, dass der letzte Turnierplatz an den Typen drei Positionen vorn in der Schlange vergeben worden war. Es herrschte extreme Unzufriedenheit unter den Spielern, ständig waren Bemerkungen wie: „… eigentlich müsste man das hier boykottieren“ zu hören. Es dauerte fast drei Monate, bis sich an dem Zustand etwas geändert hatte. Konsequenzen in Form von Boykott? Keineswegs! Im Gegenteil, die Spieler sind einfach früher erschienen, um einen besseren Platz in der Warteschlange zu ergattern und die Turniere waren weiter nahezu täglich ausverkauft.
Und selbst wenn es so etwas wie Boykottsolidarität gäbe – auch daraus würden wieder sehr viele Spieler versuchen, Vorteile zu ziehen. Nach dem Motto: „Hoppla, 100 Pros haben angekündigt, dem Turnier XY in Z fernzubleiben? Da könnte man sich doch genau deswegen anmelden, immerhin wäre dann weniger ernstzunehmenden Konkurrenz dort.“
Zu guter Letzt: Ich warte auf den Kommentar von Stefan „Voodoo“ Schüttler. Er wird nicht müde zu propagieren, Poker könnte man auch ohne Geld spielen und es wäre ein vergleichbarer psychologischer Druck in den Runden seines „Bad Beat Berlin“ vorhanden. Ich war vor Jahren bei einer seiner absurden Spielrunden zugegen. Das erste was dort an meinem Tisch „ohne Geld“ kam, war der geflüsterte Vorschlag eines Spielers, man könnte doch von jedem 10 Euro einzusammeln, um dem „Spiel ohne Geld“ etwas mehr Würze zu verleihen. So kam es dann auch, nicht nur an meinem Tisch wurde aus Poker ohne Geld das gute alte Spiel, das uns alle so fasziniert.

Pokerdepp
10 Jahre zuvor

Nach 5 Jahren aktiven Poker spielens, live als auch online, ist es auch für mich, o Wunder, nicht mehr von der Hand zuweisen, dass Poker im wesentlichen ein Glücksspiel darstellt. Strategische und psychologische Komponenten können vorhanden sein. Die Suchtgefahr ist selbstverständlich erheblich. Anfangs vertrat auch ich die Meinung meine Freizeit mit einem „Geschicklichkeitsspiel“ zu vertreiben. Das ist aber Unsinn. Doch wer läßt sich gerne in die Glücksspieler oder Suchtecke stecken ? Wohl kaum jemand. Jeder Suchtgeplagte redet sich seine Sucht schön. Es wird kaum einen Raucher geben, der nicht einen anderen Raucher kennt, der 90 Jahre alt ist. Tja, auch ich kenne Spieler, die Turniere gewinnen. Ich kenne aber viel mehr Spieler die nix reißen, obwohl sie durchaus wissen was sie treiben.

Um aus dieser Schmuddelecke raus zu kommen, sucht man nach einem Saubermannimage. Was liegt da näher als die Deklarierung zum Sport ? Sportler hört sich doch besser an als Glücksspieler. Zudem möchte man auch der Gängelung des Staates entkommen, der mit allen Mitteln das Pokern kriminalisieren will. Wenn man sein Geld schon in den (Online)casinos verbrennt, dann wenigstens ohne diesen Druck.

Wobei die wahren Gewinner die Spielanbieter sind ( „Ich will euer aller Geld“ ). Wie oft saß ich schon an einem Tisch um nach Stunden festzustellen, das es keinen Gewinner am Tisch gab, da die Rake allen die Hose ausgezogen hat.
Ich habe mal ausgerechnet, was ich bisher an Rake bezahlt habe, ich wäre fast tot umgefallen. 200 bis 300 $ am Tag summieren sich eben. Aber ich gehöre auch zu diesem Idioten die sie stillschweigend weiter bezahlen, sportlich wie ich nun mal bin.

Erich Kollmann
10 Jahre zuvor

Jetzt wird mir einiges klar, und wie bekomme ich jetzt meine Feiertagskilo wieder los. Ich spiele und spiele und spiele, und die Kilos werden nicht weniger. 🙂

Gonzo1970
10 Jahre zuvor

wirklich sehr schöner Artikel…..

allen einen guten Rutsch………..

stephan
10 Jahre zuvor

Dem Artikel ist nichts mehr hinzuzufügen – unterschreibe ich sofort!

@Pokerdepp: Poker ist natürlich auch ein Glücksspiel und es birgt Suchtpotenzial. ABER nur weil die Masse der Spieler zu den Verlierern zählt und jeder von sich behauptet ein Winning-Player zu sein, sollte man den Geschicklichkeits- und Strategiefaktor nicht wegdiskutieren. Warum? Weils deren (den Verlierern) eigene Schuld ist. Wenn Barcelona Meister wird, dann „leben“ sie auch von den 17 Klubs, die unter ihnen stehen. Trotzdem kommt keiner auf die Idee die anderen 17 zu bemitleiden…

stefan "vodoo" Schüttler
10 Jahre zuvor

Die Gleichung Poker=Geld mag für viele Spieler richtig sein, und auch zur „Firma“ passen, aber die Welt ist bunter, und somit ist diese These zwar schön provokant, aber genauso borniert.

Rainer G. aus Berlin ist genaugenommen zudem sogar Gründungsmitglied der Idee von BBB und es könnte auch an Deiner Ausstrahlung liegen, wenn sowas seinerzeit mal im Safe vorkam (und nie völlig auszuschließen ist)? Ich finde, Du solltest das mehr wertschätzen, dass es doch 2006 bei Dir war, wo ein großer Teil der Idee „Bad Beat Berlin e.V.“ überhaupt erst entstanden ist! Rainer fand bei Bad Beat Berlin angeblich das Angebot zum Cashgame (streng verboten!) und der vodoo erfand beim Cashgame beim Rainer überhaupt erst die Idee vom Pokerverein ohne Geld! :-)) Nette Geschichte…

Sich ausgerechnet nun hier darüber einig zu sein, dass Interessenvertretungen und Dachverbände keinen Sinn machen, ist das schon „schizophren“? Zumindest ebenso „verquer“??!

Dein Artikel Rosi scheint mir höchst problematisch, nicht weil er provoziert, sondern weil er die Pokerspieler weiter spaltet. Poker ist mehr als das Spiel um Geld, die Hoffnung reich zu werden, und andere abzuzocken!!!

Die ganze Welt ist NICHT Poker! Die ganze Welt ist bunt!

Und wo ist eine Sylvesterfeier wohl lebensfreudiger: bei Dagobert oder bei Donald Duck?

Ich wünsche allen Lesern einen besinnlichen aber auch lebensfreudigen und leidenschaftlichen Jahresübergang!

Bis in 2010

stefan

Burrrrrrr
10 Jahre zuvor

Geschicklichkeit, Gedulds oder Strategie oder Glücksspiel ?

Vorab, es ist ein bischen überzeichnet !

Folgende Situation : An einem Tisch sitzen 10 Pokerspieler die wissen was sie tun. Sie haben alle Pokerbücher dieser Welt gelesen und kennen sich mit odds outs Positionen und Startranges aus.

Erste Hand AA vs KK , beide nach raise und reraise all in , K kommt , ist das Glück Pech oder Skill von irgendeinem ?

Zweite hand Chipleader finded AJ am Button 4 bettet und bekommt einen Caller im BB der ebenfals mit A J untewegs ist . beide floppen die strasse . Beide haben den Backdoor flush . Für den Chipleader kommt der flush . Glück können Pech oder skill.

3 Hand Chipealder findet 99 late und shoved 4 bet Pot bekommt einen call von A d 9 behind. Flop 9d 3d 2d rainbow. beide all in . set hält . Ist das können Pech oder skill ?

usw.

Letztendlich kann man sich an alle Regeln der Pokerkunst halten aber wenn man die entscheidenden Flips mit den grosssen Pots verliert dann ist kein Vorkommen, und um einen Flip zu gewinnen braucht man Glück.

Und ich glaube jeder Pokerspieler glaubt von sich die WSOP gewinnen zu können , wenn doch verdammt noch mal endlich mal seine Karten turn und river überleben würden.

Dennoch macht das Spiel mir Spass und ich werde es weiterbetreiben und ich bin immer noch fest davon überzeugt 2013 das MAIN EVENT der WSOP zu gewinnen 😛 . Nur das Gerede von Skill geht mir auf den Sack . Wenn ein Ziggmund beim Highrollen gegen AA eine 25 K bet mit 37 off callt und mit seinem gefloppten 2 pair die Asse busted dann hat das nichts mit Skill sondern einfach was mit Glück zu tun.

Allen ein gesundes 2010 einen ROI von mindesten plus 35 % und viele unterhaltsame Pokerstunden

Burrrrrrr
10 Jahre zuvor

ich hoffe , ddd rainbow und „Strasse“ wurde als scherz entlarvt 😆

magnus.de
10 Jahre zuvor

[…] den Sinn des Lebens per se und den Sinn von Poker im Speziellen zu machen. Hier hat nun aber die Pokerfirma bereits in einem Geniestreich alles Wichtige auf den Punkt gebracht, und so bleibt mir zum […]

TotoB
10 Jahre zuvor

In Deinem Bericht steckt viel Wahres.

ABER:

Zitat: „Und bei der Olympiade 2012 in London spielen dann die besten der besten Pokerspieler gegeneinander. Natürlich nur um der Medaille willen.“

Auch wenn ich Pokern als Olympische Disziplin für aberwitzig halte, ist diese Satz ein Genickschlag für Sportler der „kleinen“ Sportarten, die mit viel Engagement und eben wenig finanzieller Unterstützung für eine Teilnahme an den Spielen und damit ihrem Lebenstraum kämpfen.

Und, JA, ich würde an den Olympischen Spielen um der Medaille willen teilnehmen…von mir aus auch ohne!

macho
10 Jahre zuvor

total überzogener Artikel!

Selbstverständlich wird Pokern auch als Sport betrieben in unzähligen Vereinen und Ligen weltweit.

Beim Fussball in der Bundesliga gehts auch nur ums Geld, trotzdem ist es noch ein Sport.

Und bei welchem Sport ist Glück kein Bestandteil.

Schade dass das euer Jahresfazit sein soll!

stephan
10 Jahre zuvor

@burrrrrr: ich glaube du stellst die falschen fragen bzw. beispiele. siehe dein erstes beispiel mit AA vs. KK. Hier stellt sich die frage nach glück, pech oder skill gar nicht! egal wie die hand ausgeht! warum? ganz einfach, weill AA gegen KK immer zu 80% gewinnen wird. Das ist nämlich die einzig richtige frage bzw. antwort. somit ergibt sich mein lieblingsdefinitionssatz (vom ferguson glaube ich): „Poker kann kurzfristig ein Glücksspiel sein, langfristig aber ist es keines!“

Burrrrrrr
10 Jahre zuvor

@stephan : da muss ich Dir dezent widersprechen.

1. mir ist klar das , dass AA gegen KK vorne liegt lol , darum ging es nicht, es ging darum ob irgendein Spieler in der Situation was falsch macht, ich meine nein…….. die Entscheidung in meinen Beispielhänden über gewinnen oder verlieren trifft hier Fortuna und nicht irgenwelche Skillparameter ;-)….

1. Und dieses mit Verlaub „Gefasel“ im long run gewinnt der Bessere ( solidere ) Spieler betrifft mich auf jeden Fall nicht 😉 ……… ich habe akzeptiert meine 80 / 20 Flip überproportional entgegen jeder Stochastik zu verlieren………… man muss damit Leben das einigen Leuten auf diesem Planeten die Sonne etwas kräftiger aus dem Allerwertestem scheint.

Auch wenn Du mit einer 80 % Wahrscheinlichkeit Vorne liegst heist das noch lange nicht das Du auch 80 % dieser Situationen gewinnst 😉 Kartendecks sind Statistiken und Wahrscheinlichkeiten relativ egal.

Mir macht das Spiel trotzdem Spass , dennoch ist für mich kein Sport , auss vielleicht bei Deepstack Tunieren , Pobackensport…..

Und poker ohne Geld ist für mich das Gleiche wie Northern Walking…….da fehlt irgendwas

greeez

12onetwo12
10 Jahre zuvor

pokern ist mehr als nur alle 2 stunden einen flip zu gewinnen, oder zu verlieren. wenn man in der restlichen zeit keine chips generiert, wirft einen eine solche hand eben aus dem turnier. aber ich will jetzt hier nicht weiter auf skills eingehen.

unbestritten gibt es einen glücksfaktor beim pokerspiel. tatsache ist jedoch, das die meisten hände ohne showdown gewonnen werden. das hat dann nicht mehr viel mit glück zu tun, sondern mit strategie.

auch die tiefe der anfangsstacks und die levellänge beeinflussen den glücksfaktor.

letztendlich geht es jedoch in der tat um geld. ich würde nicht in mein stammcasino fahren, wenn es dort nichts zu gewinnen gäbe.

andererseits spiele ich auch in heimrunden ohne geld und habe dabei spass.

ist das jetzt ein widersruch? ich denke nicht. jeder muss selbst heraus finden, was er am pokern mag. ich kennen so viele verschiedene pokertypen. die einen haben einfach zu viel geld und sind von roulette oder blackjack gelangweilt, die anderen haben ergeiz und versuchen permanent ihr spiel zu verbessern. wieder andere versuchen davon zu leben. jedem das seine.

es ist eben ein strategiespiel mit einer glückskomponente die je nach gegebenheiten einen unterschiedlichen anteil hat. und eben genau diese kombination ist auch der reiz dieses spiels. man versucht das glück durch können zu beeinflussen.

ob pokern eine geistetssportart ist scheitert sicher an der glückskomponente. langfristig gesehen erzielen jedoch gute spieler die besseren erfolge. also sind wohl gewisse fähigkeiten auch von belang.

@rosi, ich gebe dir demnach recht, das pokern kein „sport“ ist. deine ambitionen gingen jedoch mal in eine andere richtung. ist der pokerdachverband bzw. sein scheitern an deiner erkenntis mit verantwortlich?

Burrrrrrr
10 Jahre zuvor

@12one

Genau das trifft es , es sind die Leute am Tisch die verschiedenen Typen, crazy Runden , Labertaschen , lustige Menschen, die normalsterblichen PHelmuth s, die ich habe ein A Araber, der auf Pro gestylte Bandarbeiter am 1. jeden Monats im Casino, der ich kaufe Chips nur mit Lila Scheinen Unternehmersohn, die Rentnerin bei der 6 und 9 auf einer Karte gleiche Gültigkeit haben…..

ja auch wenn es um Geld geht fühle ich mich an den meisten Tischen wohl und habe meine Unterhaltung 🙂

Poker ist mehr als nur um Geld „Glücksspielen“

flox
10 Jahre zuvor

Liebe Rosi,

deinem Artikel muss ich klar widersprechen. Zuerst kurz:

Es gibt diese 2. Pokerwelt, wo es nicht in erster Linie ums Geld geht. Vielleicht ist es vermessen, „Sport“ zu sagen, aber der „Wettkampf um die Ehre“ interessiert viele Spieler – und nicht nur die, die beim Pokern um Geld immer verlieren. Und ich lade dich herzlich ein, am 23. Jänner beim Auftakt der 3. Saison der Österreichischen Bundesliga (http://www.pokerbundesliga.co.at/) vorbei zu kommen, wo du dich davon überzeugen lassen kannst. Ich würde mich sehr freuen.

Und jetzt ein bisschen ausführlicher:
Poker ist vielleicht kein Sport, aber es lässt sich als „sportlicher Wettkampf“ spielen. Und wenige Jahre, nachdem Poker (ironischerweise durch Fernsehberichten auf Sportsendern) das Interesse der breiten Öffentlichkeit bekommen hat, gibt es (zumindest in Österreich) erstaunliche sport-ähnliche Strukturen: Eine 1. und 2. Team-Bundesliga, eine Wiener und 2010 auch eine NÖ Landesliga. Dazu knapp 50 Vereine beim Fachverband APSA und wahrscheinlich noch einmal so viele, die keinem Verband angehören. Manche Sportarten haben Jahrzehnte gebraucht, um etwas Vergleichbares zu schaffen.

Hat Poker eine zu große Glückskomponente im Vergleich zu Sport? Mit dem passenden Spielsystem nicht. Bei einem Handballmatch über 5 Minuten oder einem Golfturnier über 3 Löcher würde es auch in diesen Sportarten genug „Chris Moneymakers“ geben. Und wie oft würde der FC Barcelona die Champions League gewinnen, wenn man nicht gegen 30 sondern (wie bei der WSOP) gegen 6000 andere antreten müsste? (Übrigens: Real ist heuer im Cup 0:4 gegen einen Drittligisten untergegangen und Arsenal hat vor ein paar Jahren gegen Ritzing verloren…). Um wieder die Poker-Bundesliga ins Spiel zu bringen: In den beiden bisherigen Saisonen haben sich in jeweils nur 6 Spieltagen (im Vergleich zu über 30 im Profi-Fussball!) die guten Teams klar von den Schlechten getrennt – und 4 der Top-6 vom ersten Jahr waren auch im 2. Jahr unter den Top-6.

Der durchschlagende Erfolg von „Sport-Poker“ wird freilich damit kommen oder ausbleiben, ob es gelingt, durch Sponsoren mehr als die Ehre als Preis bieten zu können. Was spricht dagegen, dass Firmen wie T-Mobile Poker finanzieren? Ein Platz im Fernsehen oder auch nur in der Regionalzeitung hat schon Werbewert. Dazu stehen dem Poker auch die enorm finanzstarken Pokerseiten und Casinos als potentielle Sponsoren zur Verfügung. Vorerst wird sich „Sport-Poker“ denke ich auf einem Niveau bewegen, dass zwar Spieler anlockt, die sich mit Poker ein schönes Taschengeld verdienen, aber für Profis uninteressant bleiben.

P.S.: Es gibt sicher genug Spieler, für die diese Art von Poker nicht interessant ist. Wahrscheinlich mindestens zwei Drittel – aber der Rest sind mehr als genug um eine „zweite Welt“ zu erhalten.
P.P.S: Schach und Bridge werden zwar nicht bei Olympia gespielt, stehen aber auf der Liste der vom IOC anerkannten Sportarten (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_vom_IOC_anerkannten_Sportarten).

stefan "vodoo" Schüttler
10 Jahre zuvor

Liebe Rosi,

wenn nach einem Satz von Dir die Diskussion mit Martin beendet war, dann würde mir das schwer zu denken geben?! Was meint da „Diskussion“?

Vielleicht verstehe ich es aber auch nicht: ich dachte immer NL Holdem sei auch Poker?

Guten Rutsch!

stefan

bezüglich Rosi:
„ich habe diese Diskussion schon einmal kurz mit Martin Sturc angefangen und er hat dieselben Argumente vorgebracht wie Du.

Ein Satz von mir und die Diskussion war beendet: Ich rede von Poker, Du von No Limit Hold’em.“

Admin
Pokerfirma Redaktion
10 Jahre zuvor

Lieber Stefan,

du schreibst es selbst: NL Hold’em sei AUCH Poker. Aber was ist mit dem Rest? Poker ist mehr als nur ein No Limit Hold’em Turnier. Auch Cashgame gehört dazu und die unzähligen Varianten von Pot Limit Omaha bis hin zum 8 Game.

macho
10 Jahre zuvor

was soll das so eine Diskussion anzuzetteln als „Pokermagazin“??

Ihr tretet alle die „nur“ vereinsmäßig Pokern in den Ar… und verleumdet sie.

Natürlich gibt es bei diesen Veranstaltungen Sachpreise, der Nähe wegen auch Casino buyins, aber die Leute gehen dem eher des sportlichen bzw. Vereins- Gedankens nach.
Abgesehen davon gibt es dies bei allen anderen Sportarten auch.

Viele dieser Veranstalter kämpfen darum unser aller Hobby (oder mehr) als Sport darzustellen, da ist dieser Artikel so überflüssig wie der Blinddarm

guten Rutsch allen

stefan "vodoo" Schüttler
10 Jahre zuvor

Gemäß meinem Leitsatz „die Welt ist bunt“ gibt es natürlich ganz viele Pokerarten. Nur wie kommst Du dann dazu, Poker zwingend und immer mit Spiel um Geld gleichzusetzen? Wozu diese Beschränkung bzw. Provokation? Bei BBB spielen wir gelegentlich Dealers Choice, und da geht es dann praktisch nur um den gemeinsamen Spaß. Je merkwürdiger die Variante, desto lustiger…

So treffen sich bei uns nunmal Pokerprofis, Freizeitsportler, Gelegenheitszocker, Pokerjogis und andere Menschen, die Freude am gemeinsamen Spiel oder am Alleine-vor-sich-hin-Pokern haben.

Poker ist eben für viele Spieler mehr als nur der Wunsch, seine Mitmenschen möglichst abzuzocken. Poker kann auch ein gemeinsames Erlebnis sein,´und sicher wird das Denken einiger Menschen vom Geld beherrscht, aber das sollte man nun nicht derart eintönig auch auf Pokerspiel selbst proklamieren. Was sollte denn dann Euer Slogan „Die ganze Welt ist Poker“ noch bedeuten? Es geht immer und überall nur um Geld? Für eine Firma mag das ja zutreffen, aber da gefällt mir dann das ursprünglich „olympische“ Motto bzw. der Name doch viel besser. Wahre „Götter“ machen sich nunmal nichts aus Geld, wobei auch der Olymp ja längst „verkauft“ scheint.

„Am Anfang war das Wort“ (bzw. die ganze Welt ist Sprache!) und die Pokerfirma sollte sich wieder mehr auf die Produktion von Poker-Literarischem beziehen. Das ist mein Wunsch für 2010. Bildzeitungs-Meldungen und Plattitüden gibts um die Ecke schon genug.

stefan

Admin
Pokerfirma Redaktion
10 Jahre zuvor

Lieber Stefan,
Ich wünsche mir für 2010, dass Du Texte auch liest und nicht nur deine vorgefasste Meinung schreibst, das tust Du ohnehin schon um die Ecke.
In diesem Sinne
Alles Gute 2010 🙂

flox
10 Jahre zuvor

@ Rosi:
Das halte ich jetzt für einen kleinen Fluchtversuch – dass jemand versucht, eine andere Variante als NL Holdem als Sport zu etablieren, ist mir noch nicht zu Ohren gekommen. Dass man Easy Holdem nicht „sportlich“ spielen kann, ist klar. Die meisten Spielvarianten, die man nicht gegen die Bank spielt, halte ich aber für potentiell geeignet. Nur verlangen die meisten einen deutlich größeren Zeitaufwand, um die Glückskomponente so gering wie bei NL Holdem zu halten. Das ist ja auch der Grund, warum sich NL Holdem als beliebteste Turniervariante durchgesetzt hat. Aber eine „gemischte“ Meisterschaft könnte ich mir in einigen Jahren schon vorstellen.

Ich bin übrigens kein Bundesliga-Funktionär – sondern spiele dort nur mit. Wie der Deal mit den Casinos Austria aussieht, darfst du mich nicht fragen. Ich kann dir nur verraten, dass wir als Team 2008 für den 3. Gesamtrang 6×25€ Casinos-Austria-Bons gekriegt haben. Wer dafür an 6 Wochenenden quer durch Österreich fährt, dem gehts also definitiv ums Geld 😉

Der Allwissende
10 Jahre zuvor

der XXX schüttler muss immer ein kommentar abgeben. Halt einfach mal deine dumme Fresse

edit… etwas Beherrschung in der Ausdrucksweise bitte.

El Ron de Cuba
10 Jahre zuvor

Ich kann Rosi nur teilweise zustimmen. ICh will dein Geld – du willst mein Geld stimmt vollkommen. Insofern gesehen hat Sie vollkommen recht. Das Poker kein Sport ist hingegen sehe ich als sehr krasse Aussage. Ich sehe Poker auf jedenfall als (Extrem-)Sport. Vergleichen kann man ihn sicher nicht mit Sportarten wie Fussball oder andere eher mit Sportarten wie UFC etc. Von der Art her das gleiche du bist komplett auf dich alleine gestellt und wenn du dir einen Fehler erlaubst kann ales vorbei sein. Ich denke wohl kaum das es eine vergleichbare Sportart gibt bei der du derart lange konzentriert sein musst und immer alles geben musst. Darüber liegt nur der Iron Man. Wie gesagt ich sehe Poker als Sportart aber in einem anderen Sinne. Der ganze Unsinn mit Liga, Verband, Olympia und so einen Unsinn kann ich auch nicht mehr hören. Poker ist und bleibt ein Spiel wo es „nur“ ums Geld geht! Wer etwas anderes behauptet lügt einfach. Kein Mensch spielt die WSOP zum Spass und weil er die größte Community der Welt treffen kann um mal unter Leute zu sein *LOL*

Guten Rutsch allen Pokerspielern ins neue Jahr. Viel Cash und mir das meiste…

stephan
10 Jahre zuvor

Um bei dieser Diskussion auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, müsste man zunächst den Begriff „Sport“ definieren. Für jeden heißt Sport etwas anderes. Versucht es einmal für euch selbst…ihr werdet sehen, dass eine passende Definition gar nicht so einfach ist.

Felix Clivus
10 Jahre zuvor

@Rosi

aha, Du kannst also das ganze Gerede „von wegen Poker wäre Sport“ und irgendeinen „Ligentratsch“ nicht mehr hören? O.K., das sei Dir zugestanden aber einige wichtige Fragen bleiben für mich dennoch offen im Raum stehen:

1.) Was war eigentlich letztlich Deine Motivation, diesen Artikel zu schreiben und

2.) was willst Du eigentlich überhaupt mit diesen Aussagen erreichen bzw. bewegen?

Als Organisator und Gründer der größten deutschsprachigen Online Poker-Bundesliga ‚Pokerbuli‘ sehe und erfahre ich aus täglichen Gesprächen mit vielen, vielen Spielern Dinge und Motivationen, die Deinen Artikel schlichtweg ad absurdum führen.

Gerne lade ich Dich daher zu mir nach Hause ein, einen Tag lang im Support der Pokerbuli mitzuarbeiten, um danach auch einaml „hinter die Dinge blicken zu können“.

Und ich wette sogar auf der Stelle mit Dir – diese Erfahrung lässt Dich viele Dinge zukünftig in einem völlig anderen Licht sehen.

Oder ist Dein Beitrag ausschließlich provokativ zu verstehen?

Grüße von Felix 🙂

fea2001
10 Jahre zuvor

Gerade bei Poker-Buli geht es doch nur ums Geld! Da spiel ich lieber bei der Poker-Bundesliga, die ist wenigstens wirklich gratis.

Horst
10 Jahre zuvor

Wenn Du 10 Mal Poker-Bundesliga gespielt hast, hast Du auch zwischen 150
und 250 € ausgegeben. Was ist da gratis. Ein Schneeballsystem bei dem nur einer richtig abkassiert!

Sevinc Neumann
10 Jahre zuvor

@EL RON de Cuba, klar muss oder sollte man sich beim Pokern lange konzentrieren, aber die Konzentration macht Pokern nicht zum Sport. Beim Autofahren, bei der Arbeit bei so vielen Dingen im Leben musst man sich permanent konzentrieren und das macht uns nicht zu Lebenssportlern.
Als ich das erste Mal hörte, das Pokern Sport sein sollte, traute ich meinen Ohren nicht. Für mich hat Pokern nichts mit Sport zu tun, ich bin eine Pokerspielerin und kein Pokersportlerin.
Und es ist mir auch vollkommen egal, ob einigen Pokern unbedingt als Sport sehen wollen, was auch immer für ein Sport das sein soll. Pokern ist auch kein Denksport, da die richtigen Gedanken nicht zum Sieg verhelfen. Ein wichtiger Faktor zu den richtigen Gedanken ist das Glück. Da man beim Pokern auch nur mit Glück gewinnen kann ist Pokern in Wirklichkeit ein Glückspiel. Und für alle, die gerne Sportler wären, könnte man ja auch aus Kulanz Pokern als Glückssportspiel bezeichnen 😳 🙄 😉
Wünsche allen Pokerspielern und Pokersportlern und dem gesamten Team der Pokerfirma ein glückliches, erfolgreiches, sportliches, gesundes neues Jahr 2010. Wir sehen uns an den Pokertischen/Sportplätzen in den Casinos.

ferdinand
10 Jahre zuvor

ich habe mich schon des öfteren an solchen diskussionen beteiligt… und muss der rosi ein kränzchen winden sie hat das wahnwitzige sportgelabber im zusammenhang mit poker pointiert ad absurdum geführt. jemand hat von wettkampf gesprochen.. und gegen wen kämft denn ein pokerspieler??? gegen die müdigkeit oder gegen nachlassende konzentrationsfähigkeit oder wo findet dann der kampf statt – ich habe jedenfall noch nie am pokertisch gekämpft – es ist ein wettbewerb wo man gemütlich am tisch sitz sich zwischendurch massieren lässt musik auf den ohren hat manche ein glas wein trinken etc. etc… und notabene jeder teilnehmen kann so der alte,- übergewichtige,- beinamputierte,- blinde… wer denkt denn schon z.b. wenn er die lebende legende texas doly brunson im fernsehen sieht an sport 🙂 er jedenfalls ganz sicher nicht lol allen und im speziellen rosi u götz ein tolles neues jahr.

peter
10 Jahre zuvor

Das ist genau die Aussage auf die ich schon immer warte,beim pokern geht es nur ums Geld,so ist es und so wird es immer bleiben.-

stefan
10 Jahre zuvor

Beim Poker geht es IMMER nur ums Geld, genau wie natürlich bei der Arbeit, beim Sex und wie bei allem anderen auch. 😉

Poker ist natürlich kein Sport. Poker ist schwerste Arbeit. Und dazu noch so unkreativ, dass man sich eigentlich noch fragen muss, wie krank müssen all die Pokerspieler sein, die nicht gewinnen?!

Ginge es beim Poker NUR ums Geld, dann sollte man es bei den vielen Spielern, die das offensichtlich nicht kapieren und verlieren streng limitieren und verbieten, oder?

*Ironiemodusaus*

Poker ist kein „Sport“ (wer hat das denn behauptet?), kann aber ähnlich betrieben werden, und es geht nicht zwingend nur ums Geld.
Aber es gibt offensichtlich Pokerspieler, denen es nur und einzig ums Geld geht. Das ist weder neu noch besonders weit entwickelt, aber in einer dermassen kapitalistischen Gesellschaft wohl unvermeitlich. In einem freien Land darf eben jedeR auf seine Weise nach dem eigenen Glück streben. Und wenn man dabei jahrelang nur auf dem eigenen Hintern sitzt, und Karten anschaut, statt die Gesichter der Gegenüber bewundert, deren Erzählungen lauscht, sich austauscht…

Caviiistiiik
10 Jahre zuvor

@JSmu

Also Poker nicht krampfhaft als Sport sehen zu müssen da stimme ich dir in gewissen Weiße zu.

Aber Glücksspiel?
Klar, auf eine kurze Partie angelegt wird immer das Glück gewinnen.

Aber auf lange Sicht wird jemand der sich beim Pokern nur aufs Glück verlässt nur Verlust machen…

Setze zb einen Anfänger mit Doyle Brunson für zehn Hände an einen Tisch und der Anfänger hat wirklich gute Chachen zu gewinnen, setzt du den selben Anfänger jedoch beispielsweise für 1000 Hände gegen einen richtig guten Spieler an den Tisch wird der „Ahnunglose“ keine Chanche haben.

empy
10 Jahre zuvor

sehr schön zu lesende Debatte. und gerade diese Diskussion zeigt doch die Berechtigung dieses Artiels.
In einem halt ichs mit voodoo: „Die Welt ist bunt“ und so finden sich schlichtweg alle möglichen Motivationen Poker zu spielen. „spielen“! genau ein Spiel, wie viele anderen auch. Auch in Spielen bestreitet man Wettkämpfe wie im Sport. Parallelen gibt es hier und da. Und so finden sich auch die verschiedensten Motivationen in einem und dem selben Spieler. Wärend ich reg meine MTTs grinde um schlichtweg Geld zu verdienen, spiele ich auch in Ligen in denen es schlichtweg um den ehrgeizigen Wettbewerb geht am Ende vorn zu stehen und wennes geld zu gewinnen gibt so rechne ich hier meine ICM Entscheidungen wohl eher auf die zu vergebenen Punkte!
Es gibt eine ganze Reihe an „Srategiespielen“ (ja, und das sind sie), die mit dem Würfel gespielt werden. Und so gibt es überall die Glückskomponente.
Sehr amüsant finde ich hingegen statements die die Wahrscheinlichkeitsrechnung zerreden möchten. Die Stochastik ist also nur eine Spinnerei und 1+1 dann wohl auch nicht mehr 2?

Ich habe selbst vor 2 jahren ne onlineliga gegründet und mittlerweile sind es 3 inkl. eines teamwettbewerbs. veranstalte die sächsische amateur pokermeisterschaft, bin gründungsmitglied eines Pokervereins, arbeite seit 4 jahren als dealer und turnierleiter in casinos und für andere veranstalter. und ich spiele mit freunden just for fun, spiele in casinos und online. und bei allem habe ich unterschiedliche Motivation und sehe dies auch bei den Spielern. und alles hat seine berechtigung. aber die unterschiede sind zu groß für den einen Nenner! Besonders deutlich wird dies beim Spiel in den unterschiedlichen Erfahrungen und Auffassungen der Regelwerke. überall gibt es hausregeln und viel zu häufig gibt es keine Regeln! Aber es passiert was in allen Bereichen und es gibt Annäherungen! Jedoch wird es nie diese EINE Auffassung von Poker geben.
Wahrscheinlich ist Poker viel mehr mit dem Aktienhandel zu vergleichen als mit Sport. Und niemand kommt auf die Idee den Trader als Sportler zu bezeichnen.

playful
10 Jahre zuvor

Beim Profi-Sport geht es doch schon lange nicht mehr um den Sport selbst sondern nur noch ums Geld und da um viele Millionen und nicht nur für den Sportler,sondern auch für Sponsoren und irgendwelche Manager,Trainer und was weiß ich nicht wem alles.
Da ist Poker mir immer noch der liebste Sport,da zahlt jeder sein Buy-in und muß strategisch vorgehen (und natürlich etwas Glück haben),um was vom Gewinn abzubekommen,bei dem anderen Sport kommt das Geld von sonst wo her und stundenlang an eine Tisch sitzen um sich sein Geld zu verdienen ist halt doch Sport oder Arbeit,aber wer will schon Arbeit dazu sagen,dann doch lieber Sport….ein sogenannter slow gelaufener Maraton

Alex R
10 Jahre zuvor

Überaus traurig, das hier der schlechte Ruf des Pokerspielens durch die eigenen Reihen wieder gestärkt wird.
Nur weil anscheinend relativ viele hier der Meinung seien das Pokern zwangsläufig immer um Geld gespielt werden müsse da man ja sonst nicht anständig spielen würde.
Dazu eine kurze Frage: „Betreibt ihr irgendeinen Mannschaftssport? Und wen ja, muß es da für Euch auch um geld gehen oder fehlt ansonsten die Motivation. Oder spielt ihr gar im Freundeskreis auch Gesellschaftsspiele nur um Geld?

Wirklich traurig wie sich eine Community selber in die Pfanne hauen kann nur weil die meisten einfach nicht in der Lage sind über ihren eigenen Tellerrand hinauzuschauen.

Zum Glück gibt es mittlerweile Vereine wo man auch ohne Geldgewinne (und wo Geldeinsätze schon in der Satzung verboten sind) pokern kann. Hier ist die Motivation einer Rangliste und der Spaß dabei zum Glück ausreichend.