Kolumnen

Pokerdinge der Woche 2010 KW 36

Was man braucht und was nicht, kann man nur selbst beurteilen. In manchen Szenen der Society übernehmen diese Klassifizierung andere, aber beim Pokern entscheidet man das zumeist doch selbst. Oder doch eigentlich die Bad Beat Resistenz der Bankroll.

1.

Werthan machte einen Kurzbesuch in der Spielbank Hamburg. Am Tisch saß eine Frau um die Mitte zwanzig. Blond bis in die Seele und ihr Spiel schien mehr Ähnlichkeit mit Geldbeseitigung zu haben, als einem am Pokertisch notwendigen Siegeswillen. Als ein, entweder war es ein Freier aber nicht im pokertechnischen Sinne oder ein Bekannter, an den Tisch kam, zeigte sie ihre wahre Intelligenz. Nach ihrer Telefonnummer gefragt, holte sie ein Handy aus der Tasche, welches nicht mehr das neueste am Markt war und sagte als Entschuldigung: „Mein Iphone ist kaputt und nun muss ich dieses Einstein-Handy verwenden.“ Was sie sagen wollte ist klar und für mich ein Grund kein Apfeltelephon haben zu wollen. Diese Brille auch nicht, denn die trug sie auch.
Aber sie lebt mit ihren Statistiksymbolen in einer trauten Symptose und durch ihren Diatakt als Sächsistin zu erkennen, leidet sie vielleicht auch an Legosthanie, aber solange sie sich mit ihrem Leben infizieren kann und mir ihr Geld rüber schiebt, will ich keine Avision gegen sie entwickeln.

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2.

Ein Mensch wartet in seinem Leben zwei Wochen auf das Wechseln des Ampellichts von Rot auf Grün. Wie lange warten Pokerspieler um call, fold oder raise sagen zu können?

Ein Orang-Utan warnt Menschen vor dem Betreten deren Territoriums durch Rülpsen. Eine interessante Art von Tableselection.

Ein Mensch lacht durchschnittlich 15 mal pro Tag. Ein Pokerspieler sicher nicht.

Der Herzkönig ist der einzige ohne Bart.

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3.

Was macht der Pokerspieler am Flughafen, während er auf den Aufruf wartet? Er spielt Chinese Poker, no na. Doch wie der Reisende weiß, ist das Platzangebot ein eher geringes. Ebenso etwas später im Flieger. Wenn man nicht erster Klasse fliegt, sondern wie ein Großteil derer mit normaler Bankroll eher im hinteren Teil des Fluggefährts, dann ist auch hier eher der Vergleich mit Sardinen in einer Dose passender. Um aber trotzdem seiner Leidenschaft folgen zu können, verkleinert man einfach die Karten.


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