News

Regelwidrig oder einfach nur nervig

3

Sigi Stockinger widmet der Angelegenheit seinen aktuellen Blog, nennt es miesen Trick und zieht auch Parallelen zu einem möglichen Kindheitstrauma. Andere Spieler regen sich darüber auf, nehmen es aber resignierend zur Kenntnis. Es geht um Bernhard Perner und seine ganz spezielle Art, Chips am Tisch zu sammeln und zu stapeln.

Schon bei seinem Sieg bei der CAPT Seefeld mussten am Final Table andere enger zusammenrücken, damit Bernhard Perner seine kleinen 10er Stapel nebeneinander reihen konnte. Beim Main Event der CAPT Innsbruck gab es nun leider ein Dacapo mit Uneinsichtigkeit von Seiten Bernhard Perners.

Am Final Table waren noch 100er, 500er und 1000er Chips im Spiel, erst wenige 5000er. Bernhard Perner achtete penibel darauf, dass sein Stack zumindest aus 30-40 Prozent 100er Chips bestand – und das auch bei einem Chipcount jenseits der 100.000. Waren die Antes unter 500, so bezahlte er stets mit einem 500er oder 1000er Chip, um weitere 100er zu bekommen. Dieselbe Situation ergab sich dann auch nach dem Chiprace der 100er und in weiterer Folge mit den 500ern. Er sammelte die kleinen Chips zuhauf und breitete sich mehr und mehr am Tisch aus. Bemerkungen seiner Gegner wie „Er baut einen Gartenzaun“ – „Das wird die chinesische Mauer“, hat er dezent ignoriert und weitergebaut. Waren nicht genug Chips da, um 10er Stapel zu bauen, dann wurden eben nur 6er oder 7er Türmchen errichtet, Hauptsache es ging in die Breite und verdrängte seine Nachbarn. Dass jeder Pot, in den er verwickelt war, eine Spielverzögerung bedeutete, störte ihn nicht weiter. Und wenn er den Pot gewann, hatte er ohnehin wieder genug mit der Neuerrichtung der Stapel und akribischen Anordnung zu tun.

Bei einem Chipcount von rund 70.000 sah das so aus – und da war das schlimmste Stadium bei weitem noch nicht erreicht.

Gewonnen hat Bernhard Perner in Seefeld, in Innsbruck landete auf Platz 2. Beeinflusst die optische Suggestion vieler Chips die Spielweise seiner Gegner? Darf er die Chips überhaupt so stapeln? Die Meinungen gehen auseinander. Und vielleicht hilft tatsächlich kein Floorman sondern nur ein Freudianer, um die Sache in den Griff zu bekommen.

3 KOMMENTARE

  1. Der Dealer ist angehalten, das Spiel flüssig zu leiten. Sollte dies ein Spieler, wodurch auch immer, sabotieren, kann ich mir bei Uneinsichtigkeit des Betreffenden sehr wohl Penalties vorstellen.

    Bernhard wird auf diese „Manie“ beim heutigen „Beat the Fulltilt-Pros“ im POKER-CLUB Salzburg verzichten müssen, um ungeplante Pausen zu vermeiden.

    ad Sigis Blog: Bernhard ist nicht zwider, dumm schon gar nicht, er stichelt nur gerne, solange man ihn lässt…

    Nochmals Gratulation an dieser Stelle
    zu deinen beiden Spitzenergebnissen, Bernhard.

    LG thopra

  2. Ja ich hab mit ihm schon ein paar mal gespielt im CCC Salzburg. Das war schon immer sein Markenzeichen. Als Gegner meist nur bedingt genießbar meiner Meinung nach. Spielt jedoch nicht schlechtes Poker, dass muss man Ihm lassen.

  3. sigi lehnt sich mit diesem blogg aber ziemlich weit aus dem fenster! dabei ist im vergleich zu verhaltensweisen anderer spieler dieses „übel“ noch das geringste. da ja in keinen turnierregeln steht wie die chips zu stapeln sind, sollte es jedem selbst überlassen sein, ob er türme baut oder eine „chinesiche mauer“. hauptsache die chips werden mehr, statt weniger. sollte sich ein gegenspieler von der anordnung der chips irritieren lassen, ist er selber schuld!
    hab selbst schon des öfteren mit Bernhard gespielt und auch von meiner seite gratulation zu seinen tollen ergebnissen und alles gute in las vegas!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT