„Es gibt bei allem immer noch den GV, den Glücksfaktor. Der macht 100% Ergebnisse unmöglich.“ (Terence Hill – „Zwei sind nicht zu bremsen“)
Zurzeit laufen gleich zwei Großereignisse, denen ich mich nicht entziehen kann – die Fußball WM in Rio, und die Poker WM im Rio 😉 Ich muss gestehen, dass die Fußball WM weit mehr meiner Aufmerksamkeit bekommt, als die Action der Pokergrößen in Vegas.
Da unsere heimischen (österreichischen) Kicker wie immer nicht dabei sind, versuche ich die Spannung mit ein paar kleinen Wetten zu erhöhen. Ich war ganz stolz auf mich, dass ich das Ausscheiden von Italien vorausgesagt habe (vor dem letzten Gruppenspiel), und auf Uruguay als Sieger getippt habe. Aber es geht anscheinend noch besser: Wie ich am Tag nach dem Match auf Facebook gelesen habe, hat ein Salzburger auf win2day eine Kombiwette auf gleich 8 WM-Gruppen Spiele platziert, und damit aus seinem Einsatz von 120€ unglaubliche 75.000€ gemacht! Das 8. und letzte Spiel seiner Wette war ausgerechnet Italien-Uruguay, der Tipp mit der höchsten Einzelquote (2,8). Wäre interessant ob und wie hoch er sich da noch abgesichert hat…
Doch es gibt noch andere, die von der bissigen Spielweise der Urus profitierten: Ein Norweger hatte 32 Kronen darauf gewettet, dass Luis Suarez einen Gegenspieler beißt! Mit dieser Eingebung hat er immerhin seinen Einsatz von etwa 5 Euro fast ver-2-hundertfacht 😉 Für Suarez ist die Sache allerdings dann gar nicht so lustig ausgegangen. Seine Sperre führte nicht nur (ursächlich?) zum Ausscheiden seines Teams im Achtelfinale gegen Kolumbien, sondern er hat so manchen lukrativen Werbedeal verloren, wie z.B. seinen Vertrag mit 888poker.
Doch wie wir alle wissen gibt es auch rund um die WSOP immer wieder skurrile Sidebets, und eine davon wurde soeben entschieden. Phil Ivey und Daniel Negreanu waren sich wohl ziemlich sicher auch in diesem Jahr ein Bracelet zu holen. Als Team boten allen Interessierten mit dem nötigen Kleingeld an, gegen einen Sieg einer der Beiden zu wetten – und das Ganze bei einer Quote von 1:1! Der Mindesteinsatz betrug schlappe 5000$, und Wetten bis zu 1.000.000$ wurden angenommen.
Ich will gar nicht wissen, wie groß das Wettvolumen am Ende war, aber ich bin mir sicher, dass das Preisgeld von 167.000$ des 1500$ 8-Game Event nur ein Taschengeld waren. Sicher ist, dass den Beiden sicher ein großer Stein vom Herzen fiel, als sich Phil Ivey sein nunmehr zehntes Armband sicherte. Als ich gestern Nacht ein wenig das One Drop Event verfolgte, konnte man einen außergewöhnlich redseligen und entspannten Phil Ivey erleben.
Da die WSOP in diesem Jahr ohne mich auskommen muss, bleibe ich lieber mal bei meinen bescheidenen Fußballwetten, und setze auf Brasilien als Weltmeister, auch wenn sie viel von ihrem Glück vermutlich schon aufgebraucht haben. Beim Pokern bin ich dann in knapp 2 Wochen bei der CAPT Velden wieder anzutreffen.
Euer Stefan Rapp