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Vorbereitungen für die Lizenzvergabe in Schleswig-Holstein

In Düsseldorf findet der Sportbusiness-Kongress statt. Und da ist natürlich der neue Glücksspielstaatsvertrag ein Thema. Während die 15 Bundesländer noch immer auf ein Ok aus Brüssel warten, bereitet sich Kiel auf die Vergabe der Lizenzen vor. Über 80 Bewerber soll es geben und mit Anfang März wird gestartet.

Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag ist ein heißes Thema. Die 15 Bundesländer haben ihren ersten Entwurf von sieben auf zwanzig Sportwettlizenzen nachgebessert, aber das OK aus Brüssel lässt auf sich warten. Viele gehen davon aus, dass es auch nicht kommen wird.

Anders das Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein. Der „Kieler Weg“ wurde von der EU bereits für gut befunden. Mit 1. März soll die Lizenzvergabe beginnen und 86 Bewerbungen liegen dafür vor. Es wird ein wenig dauern, bis die Lizenzen endgültig vergeben sind, aber man erwarte, dass im ersten Halbjahr 2012 alles unter Dach und Fach sei.

Auch PokerStars ist unter den Bewerbern und Sven Stiel, Director Northern Europe bei PokerStars, bringt es auf den Punkt: „Das Modell Schleswig-Holstein zeigt, was möglich ist: Nämlich Spielerschutz und Kanalisierung des Spieltriebs in Einklang zu bringen mit attraktiven Angeboten für Unternehmen, Nutzer und den Staat.“ PokerStars hat Lizenzen in Belgien, Italien, Frankreich, Estland, Dänemark und neuerdings auch in Malta. Mit dem Sponsoring des Fußball-Regionalligisten VfB Lübeck hat PokerStars seine Absichten in Schleswig-Holstein schon deutlich gemacht und man wird sich auch den Lizenzanforderungen in Kiel unterwerfen.

Alle Online-Anbieter begrüßen das Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein. Die SPD kritisiert das neue Gesetz und versucht mit Spielsucht- und Geldwäscheargumenten negative Stimmung zu verbreiten. Allerdings haben Studien im letzten Jahr diese Argumente schon außer Kraft gesetzt. So sei das Suchtpotential sowohl für Poker (No Limit Hold’em) und Sportwetten mit „mittel“ einzustufen. Auch bieten das Fehlen von Regulierungen und der wachsende „Schwarzmarkt“ beim  Online-Angebot viel mehr Möglichkeiten zur Geldwäsche, als wenn alles strikten Kriterien und staatlicher Aufsicht unterstellt ist.

Hans-Jörn Arp, stellvertretender Vorsitzender der CDU im Landtag in Schleswig-Holstein, blickt den nächsten Wochen der Lizenzvergabe gespannt und zuversichtlich entgegen. Er geht davon aus, dass sich auch der Rest Deutschlands schon bald am Kieler Glücksspielgesetz orientieren wird.


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